Aktuelle Pressemitteilungen vom Zoo Leipzig
Der Zoo im Ausnahmezustand - Löwenjungtiere lernen Löwensavanne Makasi Simba kennen
18 – 2020 / 25.03.2020
Seit einer Woche ist der Zoo Leipzig aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 für Besucher komplett geschlossen. „Es fühlt sich sehr surreal und gespenstisch an, durch den Zoo zu gehen und keinen einzigen Besucher zu sehen. Aber es ist notwendig, um die weitere Verbreitung der Pandemie einzuschränken. Ich hoffe, dass jeder Einzelne diese Maßnahmen auch ernst nimmt und umsetzt“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Während es für die im Zoo lebenden Tiere in gewohnter Art und Weise weitergeht, weil die Pfleger sich tagtäglich intensiv um ihre Schützlinge kümmern, muss der Zooalltag ansonsten komplett neugestaltet werden. „Wir versuchen die Zeit durch interne Umorganisation bestmöglich zu überbrücken, arbeiten in anderen Bereichen, in denen es möglich ist, im Homeoffice und stellen die Versorgung unseres wertvollen Tierbestandes trotz der Einschränkungen im täglichen Leben sicher“, erklärt Junhold. Die Entwicklungen und Entscheidungen der Bundesregierung rund um den Virus verfolge man sehr intensiv und adaptiere den Zoobetrieb entsprechend. Fakt ist aber auch, dass der Zoo bis auf Weiteres, zunächst bis zum 19. April, auf mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen verzichten muss. „Ziel ist es, dass wir keinen Mitarbeiter verlieren müssen. Wir werden wirtschaftliche Herausforderungen haben, die wir nur gemeinsam schultern können“, blickt Zoodirektor Junhold voraus und ergänzt: „Den Übergang in diesen Ausnahmezustand haben wir intern als Team gut organisiert und umgesetzt.“
Löwenjungtiere & Vater Majo
Löwe Majo kümmert sich seit zwei Wochen um seine Jungtiere. „Er hat diese Rolle gut angenommen und ist ein wirklich guter und liebevoller Vater. Die Jungtiere vertrauen ihm und schlafen gemeinsam dicht bei ihm“, erzählt Bereichsleiter Jens Hirmer. Tagsüber sind sie seit einigen Tagen auch im Außenbereich auf Entdeckungstour und lernen die Löwensavanne Makasi Simba kennen. Das Frühlingswetter und die Sonne wirken sich gut auf die Entwicklung der drei Jungtiere aus. Der Kater und seine beiden Schwestern spielen gemeinsam draußen, während Majo sich das muntere Treiben vom Eingang der Höhle aus anschaut. „Diese Konstellation hat den Vorteil, dass er den Nachwuchs zurückrufen kann, wenn er zu mutig wird“, erklärt Jens Hirmer. Mutter Kigali ist immer in unmittelbarer Nachbarschaft und sieht und riecht den Nachwuchs. Sie wirkt wieder zunehmend entspannter. Diese Konstellation soll sich noch einige Zeit einspielen und die Jungtiere weiter an Gewicht und Geschick zunehmen, bevor die nächsten Schritte unternommen werden, das kleine Rudel zu vereinen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Löwenjungtiere und Majo © Zoo Leipzig
Löwenjungtiere und Majo © Zoo Leipzig
 

Die drei Jungtiere gemeinsam auf der Außenanlage © Zoo Leipzig
Die drei Jungtiere gemeinsam auf der Außenanlage © Zoo Leipzig
 

Der Zoo im Ausnahmezustand - für Besucher geschlossen © Zoo Leipzig
Der Zoo im Ausnahmezustand - für Besucher geschlossen © Zoo Leipzig
 

Erster Schritt erfolgt - Löwenjungtiere mit Vater Majo zusammen
17 – 2020 / 12.03.2020
Nach den dramatischen Ereignissen in der Löwenhöhle zu Wochenbeginn, als Löwin Kigali zwei ihrer fünf Jungtiere tödlich verletzte, sind die drei verbliebenen Junglöwen seit Mittwochmorgen mit dem vier Jahre alten Vater Majo zusammen. „Unsere Hoffnung war es, dass der Kater die Jungtiere akzeptiert, da er schon länger im Sichtkontakt war. In den ersten 24 Stunden scheint dies der Fall zu sein. Er ist ein ängstlicher, aber auch vorsichtiger Löwe, der jetzt langsam lernen muss, mit der neuen Situation umzugehen“, erklärt Seniorkurator Gerd Nötzold. Für eine Entwarnung gibt es bis auf Weiteres noch keinen Anlass.
Die neue Konstellation muss sich in den kommenden Wochen einspielen, bevor Löwin Kigali wieder zum Kater und den Jungen hinzugelassen wird. Kigali hatte ihre Jungtiere attackiert, nachdem sie vier Wochen nach der ersten Impfung nun die zweite routinemäßige Pflichtimmunisierung bekommen hatten. Vorübergehend ist sie deshalb nicht direkt mit den Jungtieren zusammen, aber sie bleibt in Sichtkontakt. Der Umstand, dass die jungen Löwen bereits Fleisch fressen, entspannt die Situation insgesamt und verschafft Zeit für die notwendige Stabilisierung, bevor die nächsten Schritte unternommen werden, das Rudel zu vereinen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Löwe Majo ist gefordert © Zoo Leipzig
Löwe Majo ist gefordert © Zoo Leipzig
 

Dramatische Wendung in der Löwenhöhle - Zwei Jungtiere sind tot
16 – 2020 / 10.03.2020
Die vergangenen 24 Stunden in der Löwenhöhle im Zoo Leipzig sind dramatisch verlaufen. Löwenmutter Kigali verhielt sich am Montagvormittag nach einer routinemäßigen Impfung des Nachwuchses aggressiv und verletzte ein Jungtier tödlich. Nach einer vorübergehenden Trennung von Mutter und Jungtieren und einer augenscheinlichen Beruhigung der Lage, erhielten sie die Möglichkeit, gemeinsam die Nacht zu verbringen, um die Mutter-Kind-Beziehung nicht abreißen zu lassen. Ein zweites Jungtier überlebte die Nacht nicht. „Wir können nicht erklären, warum die Löwin, die sich in den vergangenen zehn Wochen intensiv um ihren Wurf gekümmert hat, so aggressiv agiert“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Nach intensiven Beratungen ist die Entscheidung gefallen, Vater Majo, der die Jungtiere bereits vom Sichtkontakt kennt, zeitnah zu ihnen zu lassen, um Kigali, die heute erneut von ihren Jungtieren getrennt ist, Entlastung zu verschaffen. „Unsere Hoffnung liegt auf Majo, der den verbliebenen drei Jungtieren einen gewissen Schutz zukommen lassen soll. Gegenwärtig können wir nicht abschätzen, ob das gelingt“, so Junhold.
Hinweis für Pressevertreter: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir den laufenden Vergesellschaftungsprozess abwarten, bevor wir neue Informationen veröffentlichen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor
 
Elefantenmutter Rani wählt Namen für ihr Jungtier - Nachwuchs auf den Namen Kiran getauft
15 – 2020 / 07.03.2020
Elefantenkuh hat Rani hat gewühlt: Das Elefantenkalb im Zoo Leipzig ist nach ihrer finalen Entscheidung heute bei strahlendem Sonnenschein auf den Namen Kiran – der Sonnenstrahl – getauft worden. Aus der Masse von 5737 Einsendungen hatten es zuvor vier Namen aus dem asiatischen Sprachraum ins Finale geschafft. Die Elefantenpfleger hatten die Namen Haruki (strahlend und intelligent), Kiran, Mong Mỏi (der Ersehnte) und Taro (erstgeborener Sohn) vorausgewählt. Wichtig waren dabei der Klang des Namens, so dass es in der Herde nicht zu Verwechslungen kommt, sowie die passende Bedeutung für den Jungbullen. Die Entscheidung durfte letztlich Elefantenkuh Rani als Mutter des kleinen Bullen treffen. Sie wählte aus den vier mit Obst und Gemüse verborgenen Namensschildern den endgültigen Namen aus. „Das Interesse während des Namensaufrufes und auch heute bei der Taufe ist überwältigend. Wir spüren in guten und schlechten Zeiten den Rückhalt, den wir in Leipzig und weit darüber hinaus genießen dürfen“, sagte Zoodirektor Prof. Jörg Junhold im Rahmen der Taufzeremonie und bedankte sich auch bei seinem Team: „Ich bin jedem Einzelnen dankbar für die intensive Arbeit und den großen Einsatz für die uns anvertrauten Tiere.“
Der Sohn von Rani und Voi Nam ist am 11. Januar zur Welt gekommen und seither zum festen Bestandteil des Quartetts mit Tante Don Chung und seinen Eltern geworden. Die beiden Elefantenkühe hatten im Vorjahr bei der Betreuung von Bền Lòng viel gelernt und profitieren nun davon. Don Chung als Leitkuh entlastet Rani zeitweise bei der Betreuung. Vater Voi Nam ist ein ruhiger, aber konsequenter Bulle, der mit seiner Konsequenz bei der Erziehung unterstützt. Sein Sohn Kiran entwickelt sich insgesamt gut, allerdings könnte er schneller zunehmen. Ansonsten hält sich das Jungtier elefantentypisch vor allem an seine Mutter Rani. Das knapp zwei Monate alte Jungtier zeigt sich interessiert an seiner Umwelt und lernt auch zunehmend die Verhaltensweisen und Eigenheiten der großen Dickhäuter kennen. In den vergangenen Tagen hat er erste Kontakte mit Wasser in einem Mini-Pool gehabt. Bis er beim täglichen Elefantenbaden um 10.15 Uhr mit in das Becken mit Unterwassereinblick steigt, werden aber noch einige Übungseinheiten vergehen.
Die Taufe hat im Rahmen der Entdeckertage Artenschutz stattgefunden, die auch morgen – inklusive einer Sonderkommentierung um 14 Uhr bei den Elefanten – wieder zum spannenden Zoobesuch einladen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Kiran mit Mutter Rani und Tante Don Chun © Zoo Leipzig
Kiran mit Mutter Rani und Tante Don Chun © Zoo Leipzig
 

Rani hat den Namen Kiran gewählt © Zoo Leipzig
Rani hat den Namen Kiran gewählt © Zoo Leipzig

Kiran mit Mutter Rani Tante Don Chung und Vater Voi Nam © Zoo Leipzig
Kiran mit Mutter Rani Tante Don Chung und Vater Voi Nam © Zoo Leipzig
 

Großes Engagement – 78 Tierpatenschaften überreicht Goldsponsor Ur-Krostitzer übernimmt Koala-Patenschaft
14- 2020 / 06.03.2020
Seit 11 Jahren betätigen sich die Bierbrauer aus Krostitz - über das Engagement als Goldsponsor hinaus - als Initiator für zusätzliche Tier-Patenschaften im Zoo Leipzig. Die Aktion findet bereits jedes Jahr statt und die Krostitzer Patenfamilie wird von Jahr zu Jahr vielfältiger. Einige Paten sind mit dem gleichen Tier konstant dabei und andere wählen jedes Jahr ein neues Patentier aus, um ihren Beitrag für den Schutz der Artenvielfalt zu leisten.
Natürlich geht die Brauerei selbst mit gutem Beispiel voran. Nach den 485 Blattschneiderameisen aus dem vergangenen Jahr übernimmt die Brauerei in diesem Jahr die Patenschaft für einen Koala. „Die Vielfalt unserer Brauerei-Patentiere ist inzwischen recht groß“ schmunzelt Brauerei-Chef Wolfgang Welter. „Wir haben schon für das Wohlergehen der Löwen, des Sunda-Gavials, des Okapis oder des Spitzmaulnashorns gesorgt, nun geht es also mit der Patenschaft nach Australien.“
Die Aktion startete vor 11 Jahren mit 20 Paten, inzwischen hat sich die Patenfamilie fast vervierfacht. Im vergangenen Jahr waren es 74 Paten, die 14.375 Euro mitbrachten. In diesem Jahr sind es 75 Paten, die 78 Patenschaften für 93 Tiere übernehmen - in Euro entspricht das einem Wert von 16.150,- Euro. Die beliebtesten Patentiere sind dabei die Affen, die Erdmännchen, Rüsselhündchen und Bienen. Beliebt sind auch Fette Sandratte, Faultier und Nasenbär.
„Wir sind stolz darauf, dass sich mit Ur-Krostitzer ein so langjähriger und verlässlicher Partner für die weitere Zusammenarbeit mit dem Zoo Leipzig entschieden hat. Nicht zuletzt durch die vielen Patenschaften ist das Sponsorship mehr als nur eine wirtschaftliche Verbindung, sondern eine echte Partnerschaft“, schätzt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ein.

Prof. Jörg Junhold und Michael Weichert übergeben Koala-Patenurkunde an Brauerei-Chef Wolfgang Welter © Zoo Leipzig
Prof. Jörg Junhold und Michael Weichert übergeben Koala-Patenurkunde an Brauerei-Chef Wolfgang Welter © Zoo Leipzig

Elefantentaufe bei den Entdeckertagen Artenschutz - Vorauswahl aus mehr als 5.700 Einsendungen getroffen
13 – 2020 / 05.03.2020
Der kleine Elefantenbulle im Zoo Leipzig bekommt am Samstag einen Namen. Im Rahmen der Entdeckertage Artenschutz, die am Wochenende (7. und 8. März) in den Zoo locken, wird das Jungtier um 14 Uhr getauft. Eine Vorauswahl von vier Namen aus dem asiatischen Sprachraum wurde von den Tierpflegern aus 5.737 Einsendungen getroffen. Ins Finale am Samstag, wenn Mutter Rani um 14 Uhr die Entscheidung trifft, haben es geschafft:
- Haruki - strahlend und intelligent (japanisch)
- Kiran – der Licht-/Sonnenstrahl (indisch)
- Mong Mỏi – der Ersehnte (vietnamesisch)
- Taro – erstgeborener Sohn (japanisch)
Der Sohn von Rani und Voi Nam ist am 11. Januar zur Welt gekommen und seither zum festen Bestandteil des Quartetts mit Tante Don Chung und seinen Eltern geworden. Die beiden Elefantenkühe hatten im vergangenen Jahr bei der Betreuung von Bền Lòng viel gelernt, so dass die unerfahrene Rani bei ihrer ersten Aufzucht davon profitiert und sich gut um das Jungtier kümmert. Don Chung als Leitkuh unterstützt sie dabei gut und entlastet zeitweise bei der Betreuung des jungen Bullen. Vater Voi Nam zeigt sich als rücksichtsvoller Bulle, der gleichzeitig aber auch für Ordnung in der kleinen Herde sorgt und bei der Erziehung unterstützt. „Die extrem hohe Beteiligung beim Namensaufruf zeigt uns, wie sehr die Zoobesucher und eine breite Öffentlichkeit mit uns fiebert und uns die Daumen drückt, dass sich der Jungbulle gut entwickelt“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold, der am Samstag bei der Elefantentaufe zugegen sein wird.
Artenschutz-Führung & Sonderkommentierungen
Im Zoo Leipzig gehört der Artenschutz zu den wichtigsten Aufgaben des modernen Zoos. Seit nunmehr 20 Jahren wird der ambitionierte Masterplan umgesetzt und der Zoo der Zukunft Wirklichkeit. Bei den Entdeckertagen Artenschutz stehen die wertvolle Arbeit in Projekten weltweit sowie der im Zoo heranwachsende Nachwuchs bedrohter Arten im Fokus. So werden die jungen Strahlenschildkröten präsentiert und bei den Menschenaffen können elf Jungtiere unter drei Jahren beobachtet werden. Zudem finden Sonderkommentierungen u.a. im Pantanal, bei den Elefanten und an der Löwensavanne statt. Die Azubis des Zoos betreuen einen Stand zur Artenschutz-Arbeit, gemeinsam mit den Zoolotsen und dem Freundes- und Förderverein wird gebastelt und jeweils um 11 und 14 Uhr geht es auf 90-minütige Artenschutz-Safari.

Am Samstag um 14 Uhr bekommt das Elefantenkalb einen Namen © Screenshot Zoo Leipzig
Am Samstag um 14 Uhr bekommt das Elefantenkalb einen Namen © Zoo Leipzig
 

Elefantenkalb mit Mutter Rani und Don Chung © Screenshot Zoo Leipzig
Elefantenkalb mit Mutter Rani und Don Chung © Zoo Leipzig
 

Endspurt für Namenseinsendungen - Entdeckertage Artenschutz am 7. und 8. März erleben
11 – 2020 / 28.02.2020
Die Namenssuche für den kleinen Asiatischen Elefanten im Zoo Leipzig ist in vollem Gange. Mehr als 4.500 Einsendungen mit den verschiedensten Ideen für den Sohn von Rani und Voi Nam sind bereits eingetroffen. Das Jungtier entwickelt sich gut und ist fester Bestandteil der kleinen Herde mit seinen Eltern sowie Tante Don Chung. Mutter Rani hat sich gut in ihre erstmalige Mutterrolle eingefunden und kümmert sich unterstützt von den beiden anderen intensiv um ihren Nachwuchs. Das Quartett ist täglich je nach Wetterlage im Elefantentempel oder auf den Außenanlagen zu sehen. Die Zeit ohne Namen neigt sich für das Elefantenkalb langsam dem Ende entgegen. Bis einschließlich morgen haben alle Zoo- und Elefantenfreunde noch die Chance, ihre Vorschläge auf der Website unter www.zoo-leipzig.de/namensaufruf zu unterbreiten. Die Taufe soll dann am darauffolgenden Samstag im Rahmen der Entdeckertage Artenschutz im Zoo Leipzig stattfinden.
Alle reden über den Arten- und Umweltschutz – im Zoo Leipzig, dem Zoo der Zukunft, gehört er zu den wichtigsten Aufgaben und wird tagtäglich gelebt. Bei den Entdeckertagen Artenschutz am 7. und 8. März steht die wertvolle Arbeit in Projekten weltweit sowie der heranwachsende Nachwuchs bedrohter Arten ganz besonders im Fokus der Aufmerksamkeit. Die Tiere im Zoo, die in naturnah gestalteten Gehegen leben, sind Botschafter ihrer oftmals vom Aussterben bedrohten Artgenossen im natürlichen Lebensraum. Gegenwärtig wachsen zahlreiche Jungtiere heran, die für den Erhalt ihrer Arten enorm wichtig sind. So werden im Terrarium die jungen Strahlenschildkröten präsentiert und in Pongoland können bei den Menschenaffen elf Jungtiere unter drei Jahren beobachtet werden. Zudem finden Sonderkommentierungen u.a. im Pantanal, bei den Elefanten und an der Löwensavanne statt. In Gondwanaland gibt es kommentierte Bootsfahrten mit den Tierpflegern sowie einen interaktiven Informationsstand zum Urwaldkrabbeln und exotischen Früchten. Die Azubis des Zoos betreuen einen Stand zur Artenschutz-Arbeit des Zoos, an dem auch die internationalen Projekte des Zoos vorgestellt werden. Im Entdeckerhaus Arche wird gemeinsam mit den Zoolotsen und dem Freundes und Förderverein gebastelt und jeweils um 11 und 14 Uhr geht es auf 90-minütige Artenschutz-Safari.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Rani mit ihrem Sohn © Screenshot Zoo Leipzig
Rani mit ihrem Sohn © Zoo Leipzig
 

Wie soll das Elefantenkalb heißen - Vorschläge noch bis morgen © Screenshot Zoo Leipzig
Wie soll das Elefantenkalb heißen - Vorschläge noch bis morgen © Zoo Leipzig

Name für Elefantenkalb gesucht - Vorschläge bis 29. Februar einreichen
10 – 2020 / 18.02.2020
Die Zusammenführung der kleinen Herde um das Elefantenkalb von Mutter Rani und Tante Don Chung mit Vater Voi Nam macht große Fortschritte. Nachdem der große Bulle in der vergangenen Woche tagsüber in der kleinen Herde war, ist er seit dieser Woche auch nachts bei dem Trio und unterstützt bei der Erziehung des Jungtieres. „Voi Nam ist ein ruhiger Bulle, bei den Kühen beliebt und gegenüber dem Nachwuchs vorsichtig“, sagt Bereichsleiter Thomas Günther und fügt hinzu: „Das heißt aber nicht, dass er sich von dem Jungtier ärgern lässt. Voi setzt Regeln und erwartet Respekt.“ Die Hauptarbeit haben weiterhin die beiden Elefantenkühe. Rani hat sich gut in ihrer Mutterrolle eingefunden und lässt das Jungtier regelmäßig und auf beiden Seiten trinken, Don Chung übernimmt zwischendurch zeitweise die Betreuung. „Die Gewichtsentwicklung ist noch etwas zögerlich, aber mit dem Gesamteindruck des Nachwuchses bin ich zufrieden“, schätzt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard ein. Der am 11. Januar geborene Jungbulle, der täglich im Elefantentempel und bereits auf der Außenanlage des Elefantentempels Ganesha Mandir unterwegs und täglich von 10 bis 17 Uhr zu sehen ist, soll nun einen Namen bekommen. Bis zum 29. Februar können über die Website des Zoos unter www.zooleipzig.de Vorschläge eingereicht werden. Die Taufe wird voraussichtlich im Rahmen der Entdeckertage Artenschutz am 7. März stattfinden.
Licht und Schatten
Auch der Löwennachwuchs entwickelt sich gut. Die fünf Jungtiere werden von Mutter Kigali vorbildlich betreut und zeigen sich täglich in der Löwenhöhle sehr aktiv. Hauptsächlich ernähren sie sich von der Muttermilch, beginnen aber zunehmend auch Fleisch zu fressen und üben sich im spielerischen Umgang miteinander.
Eine traurige Meldung gibt es hingegen aus dem Koala-Haus. Dort ist am Wochenende nach einwöchiger intensiver tierärztlicher Behandlung das Männchen Moose an Leukämie gestorben. „Die Blutwerte waren bei der letzten Routineuntersuchung im Herbst unauffällig. Die zuletzt erfolgten Proben aufgrund schlechter Nahrungsaufnahme haben den Befund zutage gefördert“, erklärt Dr. Bernhard.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Voi Nam und sein Sohn © Screenshot Zoo Leipzig
Voi Nam und sein Sohn © Zoo Leipzig
 

Kigali kümmert sich um ihre Jungtiere © Screenshot Zoo Leipzig
Kigali kümmert sich um ihre Jungtiere © Zoo Leipzig
 

Fünflinge auf Wanderschaft - Löwenjungtiere können Schauanlage erkunden
09 – 2020 / 12.02.2020
Fünflinge auf Wanderschaft: Kigalis Schützlinge dürfen das Schaugehege in der Löwenhöhle als ihr neues Spielrevier erkunden. Gegenwärtig noch zögerlich, aber mit einer gehörigen Portion Neugierde ausgerüstet folgen die beiden Kater und drei Katzen der ausgesprochen fürsorglichen Mutter kurzzeitig in die Besucherschauhöhle, um sich dann ins sichere rückwärtige Gehege zurückzuziehen. „Es wird sicherlich ein paar Tage dauern, bis das Rudel regelmäßig in der Schauhöhle zu sehen sein wird. Die Jungtiere müssen sich erst an die neue Umgebung und Gegebenheiten gewöhnen. Wir sind aber zuversichtlich, dass es nicht lange dauern wird, denn sie sind doch recht mobil und sehr interessiert an ihrer Umwelt“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold die Situation optimistisch ein. Kigalis (5) Fünflinge haben sich seit der Geburt (25./26.12.2019) gut entwickelt, beginnen erste kleinere Fleischportionen zu fressen und haben kontinuierlich an Gewicht zugenommen. Aktuell wiegen die Löwenjungen zwischen 4 und 6 Kilogramm. Kater Majo (4) hat bisher noch keinen direkten Kontakt zu seinem Nachwuchs gehabt und die Fünflinge ausschließlich am Sichtgitter in Augenschein nehmen können. „Die Zusammenführung des kompletten Rudels wird noch etwas dauern. Zunächst sollen sich die Jungtiere an die neue Situation in der Schauanlage gewöhnen und weiterhin wachsen, dann planen wir den nächsten Schritt“, so Nötzold.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Kigalis Löwennachwuchs in de Schauanlage © Screenshot Zoo Leipzig
Kigalis Löwennachwuchs in de Schauanlage © Zoo Leipzig
 

Löwenjungtiere auf Wanderschaft in der Schauhöhle © Screenshot Zoo Leipzig
Löwenjungtiere auf Wanderschaft in der Schauhöhle © Zoo Leipzig
 

Bonobonachwuchs & Winterferien im Zoo Leipzig
Magisches Tropenleuchten, Mittmachwerkstatt und Entdecker-Touren

08 – 2020 / 06.02-2020
Erneuter Zuchterfolg in Pongoland: Diesmal sorgte Bonoboweibchen Lexi (20) für einen weiteren Nachkommen in der Menschenaffenanlage, der am Montagvormittag (03.02.) zur Welt kam und für Lexi das dritte Jungtier ist. Die Pfleger hatten bereits zu Dienstbeginn die ersten Anzeichen für die bevorstehende Geburt erkannt und Lexi im Schlafgehege gelassen. Gegen 10 Uhr, nach einer kurzen und komplikationslosen Geburtsphase, hielt Lexi bereits ihren Sohn behutsam im Arm. Ihre beiden anderen Jungtiere Yaro (6) und Tayo (3) sowie ihre Ziehtochter Amira (2) waren die ganze Zeit bei ihr und nahmen auch gleich Kontakt zum Neuankömmling auf. „Wir sehen es mit großer Freude, dass beide wohlauf sind, Lexis Neugeborenes regelmäßig trinkt und einen gesunden Eindruck macht. Ab heute sind sie auch für die Besucher zu sehen“, so Kurator Ruben Holland.
Ebenfalls gut zu sehen ist der kleine Schimpansenjunge Frank (1,5 Monate), der am Bauch von Mutter Kisha (15) die letzten Wochen ordentlich gewachsen ist. „Auch hier sind wie sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung und können fast täglich Fortschritte bei ihm beobachten“, informiert Holland und ergänzt, dass aktuell zehn Menschenaffenkinder (bis 3 Jahre) verteilt auf alle Gruppen beim Aufwachsen und täglichen Spielen von den Besuchern beobachtet werden können. In der Orang-Utan-Anlage schickt sich die kleine Rima (6 Monate) an, immer eigenständiger zu werden. Neugierig inspiziert sie ihre Umwelt und wird demnächst mit den beiden Jung-Orangs Sari (2) und Martok (2) spielerisch Kontakt aufnehmen. Darüber hinaus toben die Gorillajungtiere Kio (2) und Kianga (3) täglich zur Freude aller ausgelassen über die Innenanlage und scheinen kein Ende am vergnügten Spiel zu finden. „Die regelmäßigen Zuchterfolge bei den Menschenaffen honorieren das tägliche Engagement unserer Tierpfleger im Umgang mit den Tieren und sind mit Blick auf die Bedrohungssituation in den natürlichen Verbreitungsgebieten dieser Primaten und ihrer Stellung als Botschafter ihrer Art bedeutsam. Es ist wirklich eine besondere Freude, die zahlreichen Menschenaffenkinder zu sehen“, betont Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Leuchtend in die Winterferien starten: Das Magische Tropenleuchten bietet bis zum 9. Februar den besten Einstieg in die Winterferien: 26 Grad Wärme, szenische Lichtspiele, illuminierte Bootstouren durch den Regenwald, leuchtende Sternenbilder und tierische Projektionen unter dem Leipziger Abendhimmel stimmen auf zwei Ferienwochen ein, in denen der Zoo wieder viele Aktionen anbietet. Kreative Kids sind täglich von 10 bis 16 Uhr bei der Mittmachwerkstatt im Entdeckerhaus Arche bestens aufgehoben, während in Pongoland Quiz-Genies immer von 11 bis 16 Uhr beim Mitmachquiz über die nächsten Verwandten ausgefragt und gefordert werden. Ausgerüstet mit einem Spezialkoffer geht es montags und mittwochs um 11 Uhr für Abenteurer ab 8 Jahren auf Entdecker-Safari durch den Großstadtdschungel von Gondwanaland. Dort gilt es die Geheimnisse des Regenwaldes spielerisch zu entdecken und zu erforschen (Teilnehmergebühr 5 Euro, eine Voranmeldung wird empfohlen).
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Orangweibchen Pini mit Tochter Rima © Screenshot Zoo Leipzig
Orangweibchen Pini mit Tochter Rima © Zoo Leipzig

Lexi mit ihrem neuen Jungtier Ziehtochter Amira Hintergrund Weibchen Yasa © Zoo Leipzig
Lexi mit ihrem neuen Jungtier Ziehtochter Amira Hintergrund Weibchen Yasa © Zoo Leipzig

Voi Nam lernt seinen Sohn kennen - Löwenjungtiere entwickeln sich
07 – 2020 / 24.01.2020
Den ersten Monat ihres jungen Lebens komplettieren die fünf Jungtiere von Löwin Kigali am morgigen 25. Januar. Die fünf Jahre alte Löwin kümmert sich gut um den Nachwuchs, der sich unterschiedlich schnell entwickelt. Die Jungen werden zunehmend mobiler, haben aber zwischendurch auch etwas abgenommen. „Insgesamt machen sie augenscheinlich einen guten Eindruck und sind in der Wurfbox unterwegs. Inwiefern es der unerfahrenen Löwin gelingt, tatsächlich alle fünf Jungtiere aufzuziehen, werden die nächsten Wochen zeigen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Für Kigali sei der erste Monat ein wichtiger Lernprozess gewesen, um Erfahrung bei der Aufzucht von Nachwuchs zu gewinnen. Vater Majo ist naturgemäß nicht zugegen, während Kigali die Jungtiere rund um die Uhr betreut. Ab wann die Jungtiere zu sehen sein werden und das kleine Rudel zusammengeführt
wird, wird erst entschieden, wenn die Jungtiere zuverlässig der Mutter folgen.
Lernen im Elefantenhaus
Bereits in direkter Nachbarschaft zu seinem ersten Nachwuchs war in den vergangenen Tagen Elefantenbulle Voi Nam. Im Elefantentempel Ganesha Mandir konnte er auf der zweigeteilten Innenanlage bereits Rüsselkontakt zu dem kleinen Bullen, der vor zwei Wochen geboren wurde, aufnehmen. Mutter Rani hat in der Zeit ebenfalls viel gelernt, während sie sich um ihr erstes Kalb kümmert. „Rani ist eine nervöse Elefantenkuh, die lernen muss, mit der ständigen Präsenz eines quirligen und hungrigen Jungtieres umzugehen. Die Tierpfleger und Tante Don Chung geben ihr dabei die nötige Ruhe und Sicherheit, so dass sich die kleine Herde Schritt für Schritt entwickeln kann“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein. Die Zoobesucher haben bereits täglich von 10 bis 16 Uhr die Möglichkeit, die Miniherde zu beobachten. Freitags bis sonntags lässt sich der Besuch auch mit dem Magischen Tropenleuchten verbinden, das Teile des Zoos und die Tropenerlebniswelt Gondwanaland ab 17 Uhr in faszinierenden Farben leuchten lässt.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Kigali mit den Jungtieren © Screenshot Zoo Leipzig
Kigali mit den Jungtieren © SAcreenshot Zoo Leipzig

Miniherde Don Chung Rani und Jungtier triifft auf Voi Nam und seine Mutter Trinh © Zoo Leipzig
Miniherde Don Chung Rani und Jungtier triifft auf Voi Nam und seine Mutter Trinh © Zoo Leipzig

Dritter Zuchterfolg im Okapi-Wald - Schimpansenjungtier auf den Namen Frank getauft
06 – 2020 / 22.01.2020
Dritter Zuchterfolg im Okapi-Wald: Okapiweibchen Zawadi (10) hat am Sonntagvormittag nach 2014 und 2017 erneut für Nachwuchs gesorgt. Die Geburt des männlichen Kalbes verlief komplikationslos und konnte von den Pflegern im gebotenen Abstand mitverfolgt werden. Als erfahrene Mutter versorgte Zawadi ihr Jungtier umgehend und bisher tadellos. Die Pfleger hatten einige Tage zuvor erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt wahrgenommen und richteten daraufhin ein sicheres Strohlager für den Neuankömmling ein. Okapis zählen wie unsere einheimischen Tiere zu den Abliegern, folglich verbringen die Jungtiere die ersten Wochen an einem geschützten Platz und werden dort von der Mutter versorgt. Die gesamte Zoomannschaft zeigt sich erfreut über den Zuchterfolg im Okapi-Wald, der als ein ideales Geschenk im 15. Jubiläumsjahr der Anlage zu betrachten ist. Der Zoo Leipzig stieg nach jahrzehntelanger Unterbrechung im Jahr 2005 mit dem Bau des Okapi-Waldes erneut in die Haltung der stark gefährdeten und endemisch im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo vorkommenden Tierart ein. „Gegenwärtig sind wir mit dem routinierten Umgang von Zawadi mit ihrem Kalb sehr zufrieden. Wir werden beiden in den nächsten Wochen die nötige Ruhe geben, damit sich die Mutter-Kalb-Bindung weiterhin stabilisiert und sich das Jungtier in Ruhe entwickeln kann. Aufgrund dessen wird es einige Zeit dauern, bis sich beide den Besuchern im Außengehege zeigen werden. Bekannt geben können wir aber bereits heute schon den Namen, den die Pfleger ausgewählt haben: Zawadis Sohn heißt Thabo, was im afrikanischen Sprachgebrauch Glück bedeutet“, so Seniorkurator Gerd Nötzold. Vater von Thabo ist der 14-jährige Okapibulle Kimdu, der das Geburtsgeschehen vom Nachbargehege aus beobachtete.
Hinweis: Auf www.zoo-leipzig.de können Sie sich entsprechendes Videomaterial von der Geburt ansehen und für die redaktionelle Berichterstattung verwenden.
Taufe in Pongoland: Kishas (15) kleiner Junge, der am ersten Weihnachtsfeiertag inmitten der 21-köpfigen Westafrikanischen Schimpansengruppe zur Welt kam, wurde heute von den Pflegern und Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts, die traditionell gemeinsam die Namenswahl treffen, auf den Namen Frank getauft. „Der Name ist an unseren langjährigen Bereichsleiter Frank Schellhardt angelehnt, der Ende letzten Jahres nach 47 Dienstjahren seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten hat“, erläutert Bereichsleiter Daniel Geißler die Entscheidung und ergänzt, dass Frank nach seinen ersten vier Wochen bereits ein kräftiger Schimpansenjunge ist, der sehr neugierig das Geschehen in der Gruppe beobachtet und liebevoll von seiner Mutter versorgt wird. Sein drei Jahre alter Bruder Ohini (3) zeigt großes Interesse an seinem zukünftigen Spielgefährten und nimmt immer wieder Kontakt zu ihm auf.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Okapibulle Thabo im sicheren Strohlager © Zoo Leipzig
Okapibulle Thabo im sicheren Strohlager © Zoo Leipzig

Schimpansenjunge Frank trinkend im Arm seiner Mutter Kisha © Zoo Leipzig
Schimpansenjunge Frank trinkend im Arm seiner Mutter Kisha © Zoo Leipzig

Traurige Nachricht aus Afrika - Giraffenbulle Max ist tot
05 – 2020 / 15.01.2020
Der 24 Jahre alte Giraffenbulle Max (geb. am 27.09.1995 in Leipzig) ist gestern Nachmittag zum Festliegen gekommen und gestorben. Als Todesursache wird ein akutes Herz-Kreislauf-Versagen angenommen. „Max zeigte bereits seit einiger Zeit altersbedingte gesundheitliche Probleme am Muskel- und Knochenapparat, die veterinärmedizinisch von uns betreut wurden und immer wieder Anlass zur Sorge gaben“, so Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard, der wie alle anderen Mitarbeiter traurig über den Verlust des Giraffenbullen ist.
Max war seit jeher das Charaktertier der Leipziger Savanne, das regelmäßigen Nachwuchs in der intakten Giraffenherde garantierte. Mit seiner imposanten Größe (4,80 Meter) und seinem Gewicht von circa 1.000 Kilogramm war Max auch das eindrücklichste Tier auf der Savanne. Sein Start ins Leben verlief zunächst holprig, denn seine unerfahrene Mutter Jubileé zeigte nach der Geburt kein Interesse an ihm und verweigerte ihm sogar das Trinken. Nachdem alle Versuche der Zusammenführung scheiterten, entschied man sich, ihn mit der Flasche zu versorgen. Max wurde eine Handaufzucht und avancierte schnell zum Liebling aller Mitarbeiter und Besucher.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Giraffenbulle Max © Zoo Leipzig
Giraffenbulle Max © Zoo Leipzig

Elefanten-Jungtier entwickelt sich gut - Miniherde ab sofort im Elefantenhaus zu sehen
04 - 2020 / 14.01.2020
Drei Tage, drei Wochen und drei Monate – das sind die entscheidenden Meilensteine bei der Stabilisierung und Entwicklung der Mutter-Kind-Bindung im Tierreich. Die ersten drei Tage haben Elefantenkuh Rani und ihr Freitagnacht geborenes Jungtier nun gut gemeistert. Mit Unterstützung der ruhigen 36-jährigen Don Chung gewöhnt sich die zehnjährige Rani an ihre neue Rolle als Mutter. Die ältere Elefantenkuh übernimmt immer wieder zeitweise die Betreuung des Jungtieres, so dass Rani auch Entspannungsphasen hat. „An dieser Stelle profitieren wir enorm davon, dass die beiden Elefantenkühe bei der Betreuung von Ben Long so viel gelernt haben“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold und ergänzt: „Allerdings ist es noch viel zu früh, um Entwarnung zu geben.“
Auch Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard ist bisher zufrieden mit der Entwicklung des Jungtieres, das sehr aktiv ist, den beiden Elefantenkühen folgt und neugierig seine Umgebung erkundet. „Die Großen erlauben ihm zunehmend mehr Ruhephasen und er sieht körperlich gut aus. Wichtig ist, dass die Versorgung mit Muttermilch kontinuierlich klappt und es keine Schwierigkeiten gibt“, so die Einschätzung des Veterinärmediziners, der regelmäßig nach dem Jungbullen schaut.
Für die Tierpfleger stellt sich eine neue Routine ein. „Rani und Don Chung benötigen nur wenig Unterstützung und kümmern sich weitestgehend allein um den Kleinen“, sagt Bereichsleiter Thomas Günther und fügt hinzu: „Wichtig ist jetzt, dass die Rollen klar verteilt werden. Rani muss die Mutterpflichten erfüllen und Don Chung darf sie bei der Betreuung unterstützen.“ Die letzte Nacht hat das Trio erstmals allein verbracht und die Situation gut gemeistert. Ab sofort ist das Elefantenhaus Ganesha Mandir täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, um zu gewohnten Routinen und bekannten Abläufen zurückzukehren, die den Elefanten Sicherheit geben. Aus tiergärtnerischen Gründen kann es erforderlich sein, das Haus auch wieder zu schließen.
Prof. Jörg Junhold

Elefantenkuh Rani hat einen kleinen Bullen geboren - Geburt am Wochenende gelungen
03 - 2020 / 12.01.2020
Vorsichtiges Aufatmen im Zoo Leipzig: Elefantenkuh Rani hat im Beisein von Gefährtin Don Chung einen kleinen Bullen zur Welt gebracht. Am Freitagabend gegen 22 Uhr beobachteten die Pfleger über die Kameraüberwachung erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt. Nachdem die Wehentätigkeit zwischendurch abgeebbt war, ging die Geburt dann ab etwa 0.30 Uhr wieder sehr zügig voran. Um 0.58 Uhr war das Jungtier geboren. Um die Unsicherheit von Rani nach ihrer ersten Geburt zu überbrücken und auch Don Chung als Tante die Gelegenheit zu geben, die neue Situation einzuschätzen, unterstützten die Pfleger die beiden Elefantenkühe kurzzeitig, bevor die frischgebackene Mutter dann die Versorgung ihres Jungtieres übernahm. Der Kleine bringt 140 Kilogramm auf die Waage und macht einen gesunden Eindruck. „Am ersten Tag hat Rani ihre neue Rolle super angenommen, obwohl sie eigentlich ein sehr ängstlicher Elefant ist. Der Kleine hat den Luxus, dass sich zwei Kühe perfekt um ihn kümmern. Nun muss sich ein wenig Routine einstellen und die Rollen klar verteilt werden“, sagt Bereichsleiter Thomas Günther. Auch Zoodirektor Prof. Jörg Junhold zeigt sich erleichtert: „Die gesamte Truppe mit allen Zweibeinern und Vierbeinern hat einen klasse Job gemacht. Die Geburt ist zunächst einmal geglückt. Jetzt geben wir den drei Elefanten etwas Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen, bevor wir über die nächsten Schritte entscheiden.“
Mit der Geburt des Jungtieres ist Leipzigs Junge Voi Nam mit 17 Jahren erstmals Vater geworden. Er hatte Rani am 13. April 2018 gedeckt. Die Tragzeit betrug insgesamt 638 Tage. „Für eine Erstgeburt verlief die Geburt unkompliziert und zügig“, schätzt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard ein. Die kommenden Tage müssen nun zeigen, ob das Jungtier stabil ist und regelmäßig trinkt. „Wir bitten um Verständnis, dass wir in Abhängigkeit von der Mutter-Kind-Bindung von Tag zu Tag entscheiden, wann wir das Elefantenhaus wieder öffnen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Rani mit ihrem Jungtier und Don Chung © Zoo Leipzig
Rani mit ihrem Jungtier und Don Chung © Zoo Leipzig

Ranis Jungtier zwischen Rani und Don Chung © Zoo Leipzig
Ranis Jungtier zwischen Rani und Don Chung © Zoo Leipzig

20 Jahre Masterplan: 32 Millionen Besucher im Zoo der Zukunft - Zoo Leipzig zieht Bilanz und präsentiert Ausblick für das Jahr 2020
02 - 2020 / 09.01.2020
20 Jahre Masterplan, 32 Millionen Besucher und 200 Millionen Euro Gesamtinvestitionen: Der Zoo Leipzig ist auf seinem Weg zum Zoo der Zukunft seit dem Start vor 20 Jahren weit vorangekommen. Dieses Resümee hat Zoodirektor Prof. Jörg Junhold heute anlässlich der Jahres-Pressekonferenz gezogen, auf der er 1,8 Millionen Besucher für das vergangene Jahr verkünden konnte. Das sind 100.000 mehr als geplant. Neben wegweisenden Projekten wie der Kiwara-Savanne, Pongoland und der Tropenerlebniswelt Gondwanaland hat der Zoo in den letzten beiden Jahrzehnten zahlreiche weitere neue Gehege errichtet und modernisiert. „Zoos im 21. Jahrhundert sind kein Selbstzweck, sondern sind generationsübergreifende Bildungsstätte, Arche Noah für bedrohte Arten sowie Natur- und Artenschützer direkt in den natürlichen Lebensräumen“, erklärt Prof. Junhold. Dieses Konzept habe sich bewährt und sensibilisiere Millionen Menschen für die biologische Vielfalt der verschiedenen Kontinente. Nicht zuletzt der freiwillige Artenschutz-Euro, der dank der Unterstützung der Zoobesucher im vergangenen Jahr eine Summe von 703.000 Euro für den Artenschutz generiert hat, zeigt die breite Zustimmung der Zoobesucher. Zudem investiert der Zoo auch in den kommenden Jahren in den Zoo der Zukunft: Die bereits begonnene Sanierung des Aquariums und ab dem Sommer der Bau von Feuerland sind die nächsten großen Projekte im Zoo der Zukunft.
Ereignisreicher Start ins Jahr 2020
Mit Geburten bei den Indischen Lippenbären, Westafrikanischen Schimpansen und Afrikanischen Löwen sowie der bislang erfolgreichen Aufzucht der Jungtiere hat das Jahr gut
begonnen. Löwin Kigali kümmert sich fürsorglich um ihre fünf Jungtiere, von denen zwei männlich und drei weiblich sind. Sie befindet sich ebenso wie Lippenbärin Rachana noch bis auf Weiteres hinter den Kulissen in der Mutterstube. Schimpansin Kisha zeigt sich bereits seit der Geburt mit ihrem Sohn in Pongoland inmitten der Gruppe.
Magisches Tropenleuchten beginnt
Unmittelbar bevor steht der Start des Magischen Tropenleuchtens. Ab morgen und bis zum 9. Februar sind immer freitags bis sonntags Teile im Außenbereich des Zoos sowie die
Tropenerlebniswelt bei 26 Grad farbenreich illuminiert und laden zu unvergesslichen Abenden mit tropischem Flair mitten im Winter ein. Die dritte Auflage verspricht spannende Neuerungen im Innen- und Außenbereich. 3D-Projektionen unter freiem Himmel, eine Videoanimation auf einer 24 qm großen Leinwand und Sternbilder am Hallendach werden das Erlebnis, das mit exotischer Gastronomie abgerundet wird, einzigartig machen. Onlinetickets gibt es auf www.zoo-leipzig.de.
Deutschlandpremiere: Dinosaurier-Sommer im Zoo Leipzig
Ab dem 19. Juni bereichern im Rahmen einer Dinosaurier-Ausstellung die Superhelden der Urzeit bis zum 04. Oktober das Zoo-Erlebnis. Eingebettet in ein pädagogisches Konzept, das mit Blick auf die Tierwelt die Brücke von der Urzeit zur heutigen Zeit schlägt, lockt der Zoo mit 25 Exponaten in Originalgröße zum Besuch. Highlight der erstmalig in Deutschland stattfindenden Ausstellung von Jurassic-Park-Berater Don Lessem ist der 35 Meter lange Argentinosaurus, der ebenso detailgetreu nachgebaut wird wie der schnellste Vertreter der Dinosaurier, der mehr als drei Meter große Ornithomimus. „Dinosaurier faszinieren Klein und Groß gleichermaßen. Zudem sind sie in beeindruckender Weise ein Beispiel dafür, wie sich verändernde Umwelt- und Lebensbedingungen auf Tierarten auswirken können. Wir nehmen unsere Zoobesucher mit auf eine Reise durch die Zeit – von den Dinosauriern bis zum Zoo der Zukunft“, sagt Prof. Jörg Junhold.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Löwenjungtiere im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Löwenjungtiere im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig

Argentinosaurus - im Sommer ziehen die Helden der Urzeit in den Zoo Leipzig ein © Zoo Leipzig
Argentinosaurus - im Sommer ziehen die Helden der Urzeit in den Zoo Leipzig ein © Zoo Leipzig

Drei gute Nachrichten zum Jahresauftakt - Nachwuchs bei bedrohten Arten geboren
01 - 2020 / 03.01.2020
Alle guten Dinge sind drei: Und deshalb kann der Zoo Leipzig zum Start in das Jahr 2020 Nachwuchs bei drei seltenen Tierarten verkünden. Die Lippenbären, Schimpansen und Löwen haben Jungtiere geboren. „Die Geburten zum Ende des vergangenen Jahres waren gleichermaßen ein versöhnlicher Abschluss und ein guter Auftakt für das neue Jahr“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Die gelungenen Geburten sind der Lohn für die engagierte Arbeit des gesamten Teams. Jetzt müssen wir die Daumen drücken, dass der Nachwuchs gesund heranwächst. Die ersten kritischen Tage haben alle gut überstanden.“
Am Morgen des 24. Dezembers hat Lippenbärin Rachana ein Jungtier geboren. Für die stark vom Aussterben bedrohte Tierart ist die Geburt ein besonderer Erfolg, da Mutter und Vater Subodh im Rahmen eines interkontinentalen Austausches im Jahr 2013 aus Indien nach Leipzig kam, um die genetische Vielfalt im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm zu bereichern. Mutter und Jungtier sind in der Mutterstube, wo das Jungtier gut versorgt wird.
Das Westafrikanische Schimpansenweibchen Kisha hat am ersten Weihnachtstag einen Sohn geboren. Die Geburt fand im Kreis der Gruppe auf der Innenanlage statt und ist ohne Komplikationen gelaufen. Seither kümmert sich die Mutter vorbildlich um ihr zweites Jungtier. Die beiden sind ganztägig auf der Innenanlage von Pongoland zu sehen. „So sehr wir uns über den Nachwuchs und das gute Gruppenverhalten freuen, so sehr leiden wir mit den Kollegen in Krefeld, die ihre Menschenaffen im Feuer verloren haben“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold.
Den Schlusspunkt unter das Geburtstrio setzte Löwin Kigali, die am 26. und 27. Dezember Jungtiere geboren hat. Bis zu fünf Löwenjungtiere wurden gleichzeitig gesichtet und sind von unterschiedlicher Konstitution. Die unerfahrene Mutter, die im August ihren ersten Wurf nicht aufzog, kümmert sich bislang gut um den Nachwuchs, der beim Saugen beobachtet wurde. Vater Majo ist schon seit längerer Zeit von Kigali abgetrennt und je nach Wetterlage auf der Löwensavanne Makasi Simba oder in der Löwenhöhle zu sehen. Mutter und Jungtiere genießen bis auf Weiteres die Ruhe in der Mutterstube und sind noch nicht untersucht worden.

Löwin Kigali hat Jungtiere geboren © Zoo Leipzig
Löwin Kigali hat Jungtiere geboren © Zoo Leipzig
 

Schimpansenweibchen Kisha mit Jungtier © Zoo Leipzig
Schimpansenweibchen Kisha mit Jungtier © Zoo Leipzig

Einen Namen zum Weihnachtsfest – Ameisenbär getauft
66 – 2019 / 20.12.2019
Für den jüngsten Spross bei den Großen Ameisenbären war heute schon Bescherung: Die Tierpfleger haben Mutter Bardana eine Leckerei zubereitet und einen Namen für ihre Tochter ausgewählt. Drei Monate nach ihrer Geburt am 19. Oktober wurde das junge Weibchen auf den Namen Florina getauft. „Die Kleine entwickelt sich prächtig, es macht Spaß ihr beim Wachsen zuzuschauen. Das geht wirklich unglaublich schnell“, sagt Bereichsleiterin Janet Pambor. Die bislang unerfahrene Mutter kümmere sich vorbildlich um den Nachwuchs, der kontinuierlich an Größe und Gewicht gewinnt. Das Jungtier ist nicht nur das erste für Bardana und Vater Gorrie, sondern auch der erste Ameisenbären-Nachwuchs für die im vergangenen Jahr eröffnete Südamerika-Anlage im Zoo Leipzig. Dort fühlen sich auch die anderen Tierarten bereits heimisch. Jungtiere wurden auch
bereits bei den Guanakos, Capybaras und Pampashasen geboren. „Die Tiere haben sich gut eingelebt und die neuen Gehege erfüllen unsere Erwartungen“, schätzt Kurator Ruben Holland ein. Ameisenbärin Florina und Mutter Baradana sind aufgrund der Witterung nicht im Außengehege unterwegs. Vater Gorrie zeigt sich jedoch mit den Mähnenwölfen den Besuchern.
Zoobesucher profitieren beim Ticketkauf gegenwärtig von den Winterpreisen (auch online unter www.zoo-leipzig.axess-ag.net/tickets erhältlich). Das Wintermärchen Die 12 Monate, das am Samstag und Sonntag jeweils um 14 und 16 Uhr) gezeigt wird, ist inklusive.

Weihnachtsgeschenk für Ameisenbären-Jungtier - ein Name © Zoo Leipzig
Weihnachtsgeschenk für Ameisenbären-Jungtier - ein Name © Zoo Leipzig

Zoofreunde sammeln 1.000.000 Euro ein - Freundes- und Förderverein als löwenstarker Partner des Zoos
65 – 2019 / 03.12.2019
Spendenrekord beim Freundes- und Förderverein des Zoo Leipzig: In diesem Jahr ist es erstmals gelungen, eine Million Euro innerhalb eines Jahres einzuwerben. „Ich bin extrem stolz auf unsere 1593 Mitglieder, 1455 Tierpaten und die zahlreichen Unterstützer, die unseren Verein so erfolgreich sein lassen“, sagt Vereinspräsident Michael Weichert. Zoodirektor Jörg Junhold unterstreicht: „Der Freundes- und Förderverein ist ein immens wichtiger Partner für den Zoo Leipzig. Die große Unterstützung zeigt den Rückhalt, den wir in der Öffentlichkeit haben und die Verbundenheit mit dem Zoo.“ Die Spendensumme setzt sich aus Mitgliedsbeiträgen, Einzelspenden, Einnahmen von Aktionsständen, Erbschaften und den Beiträgen der Tierpatenschaften zusammen. Bereits im letzten Jahr hatte der Verein anlässlich des 140. Geburtstages mit der dreimaligen Spende von 140.000 Euro ein sehr erfolgreiches Jahr absolviert – und dieses nun erneut gesteigert.
25. Jubiläum für Tierpatenschaften
Die Tierpatenschaften feiern in diesem Jahr ihr 25. Jubiläum. Seit einem Vierteljahrhundert können Tierfreunde ein- oder mehrjährige Patenschaften für ihre Lieblingstiere übernehmen und leisten damit einen wirksamen Beitrag zur Modernisierung des Zoos sowie zur Optimierung der Haltungsbedingungen. Spender erhalten einen Patenbrief sowie ein Foto ihres Lieblingstieres und werden auf der großen Patentafel am Zoo-Haupteingang namentlich benannt. Bei einer Patenschaft ab 2.500 Euro wird ein extra Namensschild direkt am Tiergehege angebracht. Zu den jährlich stattfindenden Patentagen sind die Tierfreunde herzlich in den Zoo Leipzig eingeladen. In Begleitung von Pflegern und Zoolotsen lernen sie ihr Tier näher kennen und erfahren Interessantes über ihren Schützling. Wer Interesse an einer Tierpatenschaft hat, wendet sich telefonisch (0341-59
33 348) oder per E-Mail (foerderverein@zoo-leipzig.de) an den Verein (www.zooleipzig.de/foerdern-helfen/patenschaften).

Ein löwenstarkes Team - Freundes- und Förderverein und Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Ein löwenstarkes Team - Freundes- und Förderverein und Zoo Leipzig  © Zoo Leipzig


Ergebnisse zum Fall Elefantenkuh Thura - Wissenschaftlich bedeutsamer Befund
64 – 2019 / 29.11.2019
Der Abschied von Elefantenkuh Thura am vergangenen Dienstag hat im Zoo Leipzig sowie in der Öffentlichkeit für Betroffenheit gesorgt. Die unmittelbar vorgenommene pathologische Untersuchung hat überraschende Ergebnisse zu Tage gefördert. Die Mediziner entdeckten im Bauchraum der Elefantenkuh zu ihrer großen Überraschung neben dem erwarteten Jungtier ein zweites. „Zwillingsgeburten bei Elefanten sind extrem selten und uns ist kein Fall bekannt, bei dem Mutter und Jungtiere überlebt haben“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Beide Kälber waren normal entwickelt und relativ gut erhalten. Allerdings hat eine Ruptur der Gebärmutter zu Entzündungserscheinungen in Thuras Bauchhöhle geführt.“ Die 45 Jahre alte Asiatische Elefantenkuh ist letztlich trotz intensiver medizinischer Betreuung aufgrund eines Kreislaufversagens gestorben.
Vor vier Jahren hatte Thura aus bislang unbekannter Ursache eine Geburtssituation unterbrochen, der Nachwuchs kam nie zur Welt. Dies kommt bei Elefanten selten vor, aber sie sind im Stande, die Geburt zu unterbrechen – und im Idealfall innerhalb von 24 Stunden fortzusetzen. Thura gelang das nicht und ein operatives Eingreifen ist bei Elefanten nicht möglich. Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde sie trotz des verbliebenen Nachwuchses im Jahr 2018 erneut trächtig, so dass zu ihrem Schutz die Trächtigkeit unterbrochen werden musste. Auch der nun zutage getretene extrem seltene Befund mit den Zwillingen wird entsprechend wissenschaftlich ausgewertet und aufbereitet. „Ich danke allen Veterinären und Pflegern, dass sie sich so intensiv und fürsorglich um Thura gekümmert haben. Nur so war es ihr möglich, die vergangenen vier Jahre mit ihrer Gefährtin Saida zu verbringen, die sich nach dem Tod von ihr verabschieden konnte“, betont Prof. Junhold. Gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wird nun eine neue Konstellation für Saida erarbeitet.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
 


Das Magische Tropenleuchten kehrt zurück - Nachwuchsfreuden & Preisanpassungen
62 – 2019 / 27.11.2019
Das Magische Tropenleuchten kehrt zurück: Vom 10. Januar bis zum 9. Februar 2020 erstrahlt die Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Zoo Leipzig immer freitags bis sonntags
in faszinierenden Farben und nimmt die Besucher mit auf eine unvergessliche Dschungelreise im Leipziger Winter. Während sich das Leuchten in den vergangenen beiden Jahren überwiegend auf die Tropenhalle beschränkte, entfaltet die Magie des Lichtes bei der dritten Auflage auch im Zoogelände seine Wirkung. Ein illuminierter Rundgang, der Lichtinstallationen, wanderndes Licht sowie eine beeindruckende Projektion auf einer 24 Quadratmeter großen Leinwand beinhaltet, führt die Besucher durch den abendlichen Zoo und stellt bedrohte Arten und den Artenschutz in besonderer Weise vor. Künstler, Musiker und ein szenisches Lichtspiel in den Tropen komplettieren das Abenteuer Magisches Tropenleuchten. Die Veranstaltung findet an allen 15 Tagen jeweils von 17 bis 22 Uhr statt. Zoobesucher können mit ihren Tageskarten auch das Tropenleuchten besuchen. Jeweils ab 17 Uhr wird es separate Tickets für das Tropenleuchten (Erw. 14 € / Kind 10 € inkl. Artenschutz-Euro) geben.
Jungtiere und Preisanpassung im Zoo
Das im Oktober geborene Ameisenbären-Jungtier entwickelt sich sehr gut. Mutter Bardana kümmert sich in der kuschelig-warmen Mutterstube vorbildlich um ihren ersten Nachwuchs, der zunehmend agiler wird und auf seiner Mutter zu klettern beginnt. Ebenfalls Nachwuchs gab es bei den Kaiserschnurrbarttamarinen und den Ozelots. Während sich die kleinen Krallenaffen aufgrund der Temperaturen überwiegend hinter den Kulissen ins Fell der Eltern klammern, ist das Ozelot-Jungtier mit etwas Glück bereits in Gondwanaland zu beobachten. Zoobesucher profitieren bei ihrem herbstlichen Zoorundgang von den derzeit gültigen Winterpreisen (Erwachsene 17 € / Kinder 10 € inkl. Artenschutz-Euro).
Ab der am 21. März beginnenden Sommersaison 2020 wird der Zoo dann auf Basis des gestrigen Beschlusses des Aufsichtsrates seine Preise erstmals seit drei Jahren moderat anpassen. Sommertickets für Erwachsene und Kinder steigen um einen Euro auf 21 € und 13 €, Familientickets um drei Euro auf 53 €. Die Jahreskarten kosten ab dem 01. Januar 80 € für Erwachsene (+5 €), 50 € für Kinder (+3 €) und 210 € für Familien (+15 €). „Nach drei Jahren mit stabilen Preisen sind die Anpassungen nötig, um die allgemeinen Preissteigerungen in allen Kostenbereichen zu finanzieren. Uns war wichtig, den Schritt behutsam zu gestalten“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Das Magische Tropenleuchten kehrt zurück © Zoo Leipzig
Das Magische Tropenleuchten kehrt zurück  © Zoo Leipzig

Das Ameisenbären-Jungtier wächst heran © Zoo Leipzig
Das Ameisenbären-Jungtier wächst heran  © Zoo Leipzig


Elefantenkuh Thura ist tot
61– 2019 / 26.11.2019
Heute Vormittag gegen 10 Uhr ist die 45-jährige Elefantenkuh Thura im Innenstall plötzlich zum Erliegen gekommen und starb unmittelbar darauf. „Auch wenn Thura ein hohes Alter hatte, sind wir alle sehr betroffen und bedauern den Verlust von Thura. Jedoch kommt er für uns nicht unerwartet. Thura zeigte in den letzten Tagen erneut ein schlechtes Allgemeinbefinden, das uns zusammen mit den suboptimalen Blutwerten große Sorgen bereitete. Leider ist es uns nicht gelungen, eine Stabilisierung durch Medikation herbeizuführen. Wir gehen von einer generalisierten Septikämie aus, wissen aber erst nach der pathologischen Untersuchung mehr“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Gesamtsituation zusammen. Ihre „Freundin“ Saida (46) war unmittelbar dabei und konnte sich von ihr verabschieden. Alle anderen Elefanten waren zu diesem Zeitpunkt auf der Außenanlage.
Thura stand seit der unterbrochenen Geburt in der Silvesternacht vor vier Jahren unter regelmäßiger tierärztlicher Überwachung, da das Kalb nie zur Welt kam. Im Zuge dieser Kontrollen wurde im Jahr 2018 eine erneute Trächtigkeit festgestellt. Diese Trächtigkeit beinhaltete ein extrem hohes Risiko für das Leben der Kuh, so dass sich der Zoo zusammen mit einem Expertengremium entschloss, die Trächtigkeit noch im ersten Viertel abzubrechen. Seitdem kam es in Schüben zu kurzeitigen Verschlechterungen ihres Allgemeinbefindens und sie wurde entsprechend medizinisch versorgt.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Elefantenkuh Thura auf der Außenanlage © Zoo Leipzig
Elefantenkuh Thura auf der Außenanlage  © Zoo Leipzig

Saida und Thura zusammen auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig
Saida und Thura zusammen auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig


Winterzoogeschehen - Adventszeit mit Weihnachtsmarkt, Nikolaus und dem Schauspiel Leipzig
60 – 2019 / 235.11.2019
Der Zoo Leipzig läutet zum morgigen Beginn des Weihnachtsmarktes mit Märchenvorführungen, dem Nikolaustag und einem Weihnachtsmarktstand auch seine eigene Weihnachtszeit ein. Die Außenstelle des Zoo-Shops inmitten des zentralen Weihnachtsmarktes hat Leoparden, Tiger und Koalas aus Plüsch im Gepäck, mit denen die heimischen Kinderzimmer in Dschungelzonen verwandelt werden können. Eintrittskarten, Kalender und das beliebte Zoo-Wimmelbuch für die kleinen Entdecker liegen ebenfalls bereit. Am ersten Advent tritt außerdem das Zoo-Maskottchen Tammi zusammen mit einem Tierpfleger ab 16 Uhr auf der Weihnachtsmarktbühne auf.
Leuchtende Kinderaugen sind an den Adventswochenenden und am 27., 28., 29.12. im Zoo garantiert. In einer erneuten Kooperation zeigt das Schauspiel Leipzig den bezaubernden Märchenklassiker Die 12 Monate in einer eigens dafür aufgeschlagenen „Weihnachtsjurte“ an der Kiwara-Kopje. Die szenische Lesung mit Livemusik lädt alle Märchenliebhaber ab vier Jahren ein, mitzuerleben, wie der Monat April einem Mädchen voller Tatendrang und unter Einsatz von Wind und Wetter hilft und Schneeglöckchen inmitten des Winters herbeizaubert. Ein Lagerfeuer und eine kleine Weihnachtshütte, in der Knabbereien und Punsch bereitgehalten werden, sorgen rundherum für eine weihnachtliche Atmosphäre. Erstmalig hebt sich der Vorhang am 1. Advent um 14 Uhr, alle weiteren Termine finden Sie auf www.zoo-leipzig.de/Kalender. Der Besuch der Vorstellungen ist im Eintrittspreis enthalten.
Am 6. Dezember empfangen der Zoo-Nikolaus und Maskottchen Tammi ab 14.30 im Konzertgarten alle Kinder und stehen für ein kostenloses Erinnerungsfoto bereit, welches mitgenommen werden kann. Ab 15.00 Uhr geht es mit den Zoolotsen auf eine einstündige kostenlose Tour durch den Winterzoo – Nikolausmütze inklusive. Kinder bis 16 Jahre haben an diesem Tag kostenfreien Eintritt.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Weihnachtsjurte des Schauspiel Leipzig © Zoo Leipzig
Weihnachtsjurte des Schauspiel Leipzig  © Zoo Leipzig


Tierisches Treiben in der kalten Jahreszeit - Winterpreise locken in den Zoo
58 – 2019 / 11.11.2019
Tierisches Treiben trotz kalter Jahreszeit: Auf der Afrika-Savanne rangeln ausgelassen zwei Zebras, im Pantanal der Erlebniswelt Südamerika geht der Große Mara-Nachwuchs auf Erkundungstour durch das raschelnde Laub. In Asien trotzen die Amurtiger der Kälte und nehmen regelmäßig ein Bad – von Lethargie keine Spur. So auch in Pongoland: Hier toben die jungen Menschenaffenkinder ausgiebig über Stock und Stein und vollführen wahre Akrobatik an den Kletterbäumen. Der jüngste Spross unter den insgesamt 52 Menschenaffen ist das Orang-Utan-Mädchen Rima, das am 2. August von Pini (31) zur Welt gebracht wurde und sich seitdem bestens entwickelt. Aufmerksam beäugt es seine Umwelt und das Spiel der anderen beiden Orang-Jungtiere Sari und Martok. „Pini ist eine sehr erfahrene und fürsorgliche Mutter, die genau weiß, wann der nächste Schritt in der Entwicklung ansteht. Bisher hat sie Rima schon ein-, zweimal vor sich hingesetzt, aber mehr noch nicht. Die meiste Zeit trägt sie ihre Kleine auf dem Rücken, sie ist in der Tat noch zu klein, um mit den anderen Orangs zu spielen. Hier müssen wie uns noch einige Monate gedulden“, erläutert Bereichsleiter Daniel Geißler den aktuellen Stand.
Zoobesucher können zu dieser Jahreszeit in beschaulicher Atmosphäre ihre ganz eigenen Tierbeobachtungen betreiben und sich am Spiel der Menschenaffen erfreuen. Vom 1. November bis zum 20. März gelten außerdem die Winterpreise, die zum Beispiel auch dazu einladen, die neuen und quirligen Rotschulter Rüsselhündchen anzusehen, die kürzlich ins Neue Vogelhaus eingezogen sind und scheinbar nie schlafen. Ebenso ist der Pool bei den Elefanten stets gefüllt und lockt täglich um 10.15 Uhr die Dickhäuter ins kühle Nass. So können die Besucher runzlige Elefantenhaut aus nächster Nähe beobachten – eine eindrucksvolle Tierbegegnung, die zu jeder Jahreszeit im Zoo Leipzig zu erleben ist.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Orang-Jungtier Rima im Arm der Mutter © Zoo Leipzig
Orang-Jungtier Rima im Arm der Mutter  © Zoo Leipzig

Elefantenkuh Trinh beim morgendlichen Bad © Zoo Leipzig
Elefantenkuh Trinh beim morgendlichen Bad  © Zoo Leipzig


Erstes Jungtier bei den Ameisenbären - Halloween & Entdeckertage
57 – 2019 / 29.10.2019
Im Leipziger Südamerika gibt es Nachwuchs: Die Großen Ameisenbären haben erstmals überhaupt im Zoo Leipzig ein Jungtier bekommen. Mutter Bardana kümmert sich liebevoll um ihren Zögling, der am 19. Oktober zur Welt kam. Die beiden bleiben vorerst in der Mutterstube während Vater Gorrie in der weitläufigen Außenanlage zu sehen ist. „Wir haben uns sehr gefreut, als wir das Jungtier am Morgen entdeckt haben. Bardana hat die Geburt allein gemeistert und verteidigt ihr Jungtier gegen jegliche Störungen. Wenn es von ihrem Rücken abrutscht und Töne von sich gibt, ist sie sofort zur Stelle“, gibt Bereichsleiterin Janet Pambor Einblick in die Aufzucht des jungen Ameisenbären.
Halloween-Spektakel am Donnerstag
Das Halloween-Spektakel Día de los animales Muertos wird in Anlehnung an den südamerikanischen Tag der Toten am 31. Oktober stimmungsvoll gefeiert. Eine Ausstellung zu ausgestorbenen Tierarten ist an der Hacienda Las Casas aufgebaut. Südamerikanische Künstler und ein buntes Rahmenprogramm auf der Bühne führen die Besucher durch den Tag, der mit einer faszinierenden Feuershow um 19 Uhr seinen krönenden Abschluss findet. Zoobesucher können rhythmische Sambashows erleben, der Mariachi-Band lauschen oder sich selbst beim Schnuppertanzkurs ausprobieren. Gemeinsam mit dem Freundes- und Förderverein können interessierte Kinder Kürbisse schnitzen und Futter für die Tiere schneiden. Das Gruselabenteuer beginnt um 10 Uhr und gewährt Kindern bis 16 Jahren im Halloween-Kostüm kostenfreien Zooeintritt. Beim Stockbrot grillen und Kürbisse schnitzen können die Zoobesucher zudem über das Gewicht des Riesenkürbisses grübeln und am Gewinnspiel teilnehmen.
Entdeckertage Tiere bei Nacht
Das Nachtleben der Schneeleoparden, das Schlafverhalten der Elefanten und Wissenswertes rund um Fledermäuse und Flugfüchse lernen Zoobesucher bei den Entdeckertagen Tiere bei Nacht vom 1. bis 3. November kennen. Bei den Elefanten können neben dem Baden um 10.15 Uhr ganztägig Aufnahmen der schlafenden Dickhäuter angeschaut werden, um 15 Uhr gibt es eine Schaufütterung der Flugfüchse im Vogelhaus und in Gondwanaland finden von 16 bis 18 Uhr Tierpflegersprechstunden mit Einblicken bei Rotlicht statt. Zudem werden Lampions gebastelt, die bei den kostenfreien Abend-Safaris von 18 bis 19.30 Uhr unmittelbar zum Einsatz kommen können. Das Naturkundemuseum informiert am Samstag und Sonntag ganztägig über Fledermäuse.

Ameisenbärin mit Jungtier © Zoo Leipzig
Ameisenbärin mit Jungtier  © Zoo Leipzig


Nachwuchs bei den Quolls zeigt sich - Ferien, Halloween & Entdeckertage
56 – 2019 / 25.10.2019
Der Herbst überzieht den Zoo Leipzig mit leuchtenden Farben und der jüngste Nachwuchs bei den Quolls, den Tüpfelbeutelmardern, verspricht spannende Beobachtungen neben den anstehenden Veranstaltungen für kleine und große Abenteurer. Bis zum 27. Oktober laden die Mitmachwerkstatt und das Tiergesichterschminken zum farbenfrohen Besuch im herbstlich dekorierten Zoo ein, bevor am 31. Oktober das Halloween-Spektakel Dia de los animales Muertos mit Feuershow stattfindet und zu den Entdeckertagen Tiere bei Nacht überleitet.
Neue Quoll-Generation mit Nachwuchs Seit der Eröffnung der Tropenerlebnsiwelt Gondwanaland hält der Zoo Leipzig Tüpfelbeutelmarder. Als damals einziger Halter in Europa waren große Zuchterfolge gelungen, dank derer inzwischen acht Zoos auf dem Kontinent diese tasmanische Tierart zeigen können. Um die genetische Vielfalt in der kleinen Population aufrecht zu erhalten, waren im Mai sechs neue Quolls aus dem Trowunna Wildlife Parc (Tasmanien) in Leipzig angekommen und haben sich sehr gut eingelebt. Alle drei Weibchen haben bereits Nachwuchs bekommen. Im Vulkanstollen der Tropenerlebniswelt sind jetzt vier der Jungtiere mit ihrer Mutter zu sehen. „Wir sind froh, dass die Zucht mit den Neuzugängen so gut angelaufen sind. Das spricht für die Haltungsbedingungen und die gute Pflege der Tiere“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Halloween & Entdeckertage
Das Halloween-Spektakel Día de los animales Muertos wird in Anlehnung an den südamerikanischen Tag der Toten am 31. Oktober stimmungsvoll. Südamerikanische Künstler und ein buntes Rahmenprogramm führen die Besucher durch den Tag, der mit einer faszinierenden Feuershow um 19 Uhr seinen krönenden Abschluss findet. Das Gruselabenteuer beginnt um 10 Uhr und gewährt Kindern bis 16 Jahren im Halloween-Kostüm kostenfreien Zooeintritt. Beim Stockbrot grillen und Kürbisse schnitzen können die Zoobesucher zudem über das Gewicht des Riesenkürbisses grübeln und am Gewinnspiel teilnehmen.
Das Nachtleben der Schneeleoparden, das Schlafverhalten der Elefanten und Wissenswertes rund um Fledermäuse und Flugfüchse lernen Zoobesucher bei den Entdeckertagen Tiere bei Nacht vom 1. bis 3. November kennen. In Gondwanaland werden Lampions gebastelt, die bei den Touren von 18 bis 19.30 Uhr unmittelbar zum Einsatz kommen können.

Halloween im Zoo - Colorado-Kröten inspezieren den Kürbis © Zoo Leipzig
Halloween im Zoo - Colorado-Kröten inspizieren den Kürbis  © Zoo Leipzig

Quoll-Nachwuchs im Vulkanstollen in Gondwanaland © Zoo Leipzig
Quoll-Nachwuchs im Vulkanstollen in Gondwanaland  © Zoo Leipzig


Schaurig schöner Oktober - Herbstferien und Halloween im Zoo Leipzig
55 – 2019 / 08.10.2019
Ferien-Safaris, eine Mitmachwerkstatt und das Tiergesichterschminken bestimmen vom 12. bis 27. Oktober das tierische Herbstvergnügen im Zoo Leipzig. Jeweils dienstags und donnerstags (15./17./22./24.10.) starten um 11 Uhr die einstündigen, kostenfreien und von den Zoolotsen geführten Ferien-Safaris, die den Feriengästen etliche Entdeckungen bieten und die Faszination der Tierwelt näher bringen. „Warum sind Flugfüchse nachtaktiv?“ „Welche Tierarten sind besonders bedroht?“ „Welche Menschenaffenart wird als „Waldmensch“ bezeichnet?“ Dies sind nur einige der Fragen, die während der Tour durch die Erlebniswelten des Zoos beantwortet werden. In der täglich von 10 bis 17 Uhr stattfindenden Mitmachwerkstatt in Tammis Garten besteht die Möglichkeit, sich bereits für Halloween zu wappnen und tierische Masken und kleine Girlanden zu gestalten.
Unter dem Motto Día de los Muertos, dem südamerikanischen Tag der Toten, wird es zu Halloween stimmungsvoll. Eine faszinierende Feuershow im Konzertgarten, traditionelle südamerikanische Künstler und ein buntes Rahmenprogramm entführen die Besucher in eine fremde Welt. Das Gruselabenteuer beginnt um 10 Uhr und gewährt Kindern bis zu 16 Jahren im Halloween-Kostüm einen kostenfreien Zooeintritt. Farbenfrohe Walk-Acts, Gesichterschminken, Stockbrot grillen am Lagerfeuer und Kürbisse schnitzen mit unseren Zoolotsen sind nur einige Aktionen an diesem Tag, der um 20 Uhr sein Ende finden wird. Eine mexikanischen Live-Band und Salsa-Tänzer werden auf der Hitradio RTL Bühne für die passende Stimmung sorgen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Halloween im Zoo_ Guanako am Kürbis © Zoo Leipzig
Halloween im Zoo_ Guanako am Kürbis © Zoo Leipzig

Zoo Leipzig Halloween © Zoo Leipzig
Zoo Leipzig Halloween © Zoo Leipzig


Hinter die Kulissen blicken - Entdeckertage Backstage vom 3. bis 6. Oktober
54 – 2019 / 01.10.2019
Normalerweise ist an den Wirtschaftstoren der Durchgang für Zoobesucher untersagt. Doch vom 3. bis 6. Oktober veranstaltet der Zoo Leipzig die Entdeckertage Backstage und ermöglicht allen Interessierten einen Blick hinter die Kulissen zahlreicher Bereiche. An den Backstage-Tagen öffnen sich beispielsweise die Türen zum Wirtschaftshof mit der Futterküche, zu den verborgenen Technikräumen in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland und zu den rückwärtigen Bereichen der Südamerikaanlagen, wo Capybaras, Mähnenwölfe und Flamingos versorgt werden.
Auf dem zentralen Wirtschaftshof können die Zoobesucher das große Kistenlager für Tiertransporte und die zentrale Futterküche für die zahlreichen Tierarten kennenlernen sowie sich beim Blasrohrschießen ausprobieren. Im Vogelhaus bei den Seebären, das in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, werden die verschiedenen Futtermittel für die gefiederten Bewohner ausgestellt und für alle Wissenshungrigen erklärt. Auch der nahegelegene Wirtschaftshof der Nashörner, Geparde und Roten Bullen in der Kiwara-Kopje gewährt den Zoobesuchern Einblicke in den Alltag der Tierpflege.
Wie viel Futter ein Gorilla täglich braucht, wird in Pongoland erklärt, wo zahlreiche Jungtiere bei den verschiedenen Menschenaffenarten zu ausgiebigen Beobachtungen einladen. Mit den Zebras können die Besucher während der Lotsensprechstunden an der Kiwara-Lodge auf Tuchfühlung gehen.
Damit es auch den Lieblingen der kleinen Besucher gut geht, ist der DRK Kreisverband Leipzig-Stadt mit seiner Kinderplüschtierklinik vor Ort. Auf dem Platz vor Gondwanaland können die kuscheligen Gefährten verarztet und erstes Knowhow zur Ersten Hilfe erworben werden, bevor das Backstage-Abenteuer in Gondwanaland seine Fortsetzung findet.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Der Herbst startet mit den Entdeckertagen Backstage © Zoo Leipzig
Der Herbst startet mit den Entdeckertagen Backstage © Zoo Leipzig

Die Capybaras Backstage erleben © Zoo Leipzig
Die Capybaras Backstage erleben © Zoo Leipzig


Elefantenkalb Bền Lòng musste erlöst werden - Intensive medizinische Behandlung ohne Erfolg
53 – 2019 / 30.09.2019
Im Zoo Leipzig herrscht große Trauer: Der kleine Elefantenbulle Bền Lòng musste heute Vormittag erlöst werden. Das Jungtier wurde aufgrund kritischer Laborwerte der Leber und einer zu geringen Nahrungsaufnahme seit einer Woche intensiv medizinisch betreut. Sein Zustand besserte sich zwischendurch zwar zeitweilig, insgesamt wurde er aber zunehmend schwächer und konnte heute früh trotz medizinischer Unterstützung sowie Hilfe durch seine Ziehmutter Don Chung und die Pfleger nicht mehr aufstehen. „Unsere Mittel waren angesichts der Laborwerte begrenzt, aber wir haben alles Erdenkliche getan, um ihn zu stabilisieren und haben bis zum Schluss gehofft, dass er es schafft. Diese unsagbar schwere Entscheidung heute Vormittag war unumgänglich. Wir mussten Bền Lòng erlösen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold traurig. Die neuformierte Herde mit den Tanten Don Chung und Rani, die die Betreuung des Jungtieres übernommen hatten, konnte anschließend Abschied von Bền Lòng nehmen.
Der Gesundheitszustand des acht Monate alten Elefantenbullen Bền Lòng wurde seit seiner Geburt Ende Januar stets beobachtet, da Mutter Hoa das Jungtier nicht angenommen hatte und er fortan mit Ersatzmilch aufgezogen wurde. Die Tanten Don Chung und Rani hatten das Jungtier angenommen und seine zunächst gute Entwicklung begleitet. Aufgrund der besonderen Herausforderung bei der Ernährung ohne Muttermilch wurden die klinischen Werte von Bền Lòng kontinuierlich überwacht, so dass zuletzt die Veränderungen festgestellt werden konnten. Mit Auftreten der ersten Symptomatik zog die veterinärmedizinische Abteilung des Zoos externe Unterstützung von der Uni-Kinderklinik sowie dem Zentrallabor der Universität Leipzig hinzu, um eine Verbesserung der Laborwerte zu erreichen. „Wir sind wissenschaftlich neue Wege gegangen und haben auch mit externer Unterstützung die Möglichkeiten ausgeschöpft. Am Ende leider trotz des intensiven Kampfes ohne den erhofften Erfolg“, zeigt sich auch Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard enttäuscht. Das Zoo-Team bittet um Verständnis, dass das Elefantenhaus heute geschlossen bleibt.

Elefantenkalb Bền Lòng in kritischem Zustand - Intensive medizinische Behandlung
(52 – 2019 / 25.09.2019)
Der Gesundheitszustand des acht Monate alten Elefantenbullen Bền Lòng bereitet dem Zoo Leipzig seit Wochenbeginn große Sorgen: Das Jungtier trinkt nicht genug, wirkt matt und weist besorgniserregende Blutwerte auf, die auf ein Problem bei der Leberfunktion schließen lassen. In den vergangenen Monaten hatte sich der Jungbulle, der anstelle von seiner Mutter Hoa von den Tanten Don Chung und Rani betreut und mit Ersatzmilch versorgt wird, zunächst gut entwickelt. Aufgrund der besonderen Herausforderung bei der Ernährung ohne Muttermilch wurden die klinischen Werte von Bền Lòng kontinuierlich überwacht, so dass die Veränderungen festgestellt werden konnten. Mit Auftreten der ersten Symptomatik zog die veterinärmedizinische Abteilung des Zoos zusätzliche Unterstützung von der Uni-Kinderklinik sowie dem Zentrallabor der Universität Leipzig hinzu, um die optimale Versorgung des jungen Elefanten sicherzustellen und Risiken in der Entwicklung zu reduzieren. Auf der Basis der Erfahrungen der Kindermedizin, den Laborwerten und den wenigen Erfahrungswerten auf dem Gebiet wurden die Ersatzmilch angepasst und Bestandteile ergänzt. „Gemeinsam haben wir wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die zwischenzeitlich zu einer Stabilisierung geführt hatten. In den vergangenen Tagen haben sich das Allgemeinbefinden und die Werte jedoch erneut verschlechtert, so dass die Therapie neuerlich angepasst wurde“, erklärt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard.
Nachdem Bền Lòng schrittweise seine Tanten Rani und Trinh kennengelernt und sich die Gruppe um Ziehmutter Don Chung etabliert hatte, ist seit August auch der 17-jährige Elefantenbulle Voi Nam in der kleinen Herde. „Don Chung hat bislang als Ersatzmutter ganze Arbeit geleistet und die Herde mit Blick auf die anstehende Geburt bei Rani im nächsten Jahr enorm viel gelernt. Jetzt müssen wir hoffen, dass die verbleibenden medizinischen Maßnahmen anschlagen und sich der kritische Zustand von Bền Lòng bessert“, schätzt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ein, der das hohe Engagement von allen Medizinern und beteiligten Zoo-Mitarbeitern betont: „Hier wird seit Monaten hochengagiert gearbeitet und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, die schwierige Aufzucht von Bền Lòng zu meistern.“
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Nachwuchs in Gondwanaland und Südamerika - Rote Pandas stehen am Samstag im Fokus
51 – 2019 / 20.09.2019
Nachwuchs in Gondwanaland: Am Montagmittag wurde unter den neugierigen Blicken der fünfköpfigen Eulenkopfmeerkatzengruppe das 14. Kirk-DikDik Jungtier des erfahrenen Zuchtpaares geboren. Die Geburt verlief komplikationslos, Kirk-DikDik Weibchen Adina (9) kümmerte sich sofort um ihren männlichen Schützling, der wenig später bereits zu trinken begann und inzwischen an der Seite der Mutter erste Erkundungen in der Anlage unternimmt. Auch der Zootierarzt war bereits zur Stippvisite vor Ort und führte die routinemäßige Jungtierprophylaxe bei der kleinen afrikanischen Antilope durch. Vater Olu (9) hat nun nicht nur ein wachsames Auge auf seinen Sohn Tayo, der im März zur Welt kam, sondern auch auf den jüngsten Nachwuchs der Familie. Nur vier Tage zuvor konnten sich die Tierpfleger über einen Zuchterfolg bei den südamerikanischen Weißgesichtssakis freuen, die in den Baumwipfeln der Riesenotteranlage ihr Revier haben. Saki-Weibchen Astra (10) sorgte für den achten Nachkommen seit ihrem Einzug in die Tropenhalle im Jahr 2011. Vater ist Saki-Männchen Kinai (10), der sich durch sein schwarzes Fell und das weiße Gesicht perfekt von den graubraunen Weibchen abhebt. Auch dieses Jungtier, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, wird fürsorglich versorgt und ist auf dem Rücken der Mutter zu finden.
Ein vierfaches Plus in Südamerika: Am Wochenende hat sich die vierköpfige Capybara-Gruppe um vier Mini-Capybaras, die auch als Wasserschweine bekannt sind, vergrößert. Seit der Eröffnung der neuen Erlebniswelt Südamerika (2018) haben die Tierpfleger auf den ersten Zuchterfolg bei den weltweit größten Nagetieren gewartet. In den letzten Tagen wurden die Jungtiere im rückwärtigen Bereich mit der gesamten Gruppe vergesellschaftet, um ab sofort gemeinsam das Pantanal von Südamerika zu durchstreifen.
Internationaler Tag des Roten Pandas: Am kommenden Samstag (21.09.) stehen die Roten Pandas beim 10. Internationalen Tag des Roten Pandas im Fokus. Während der Kommentierung um 12 Uhr erfahren Zoobesucher alles Wissenswerte zu den bedrohten asiatischen Tieren und das Engagement des Zoos. In Tammis Garten können kleine Zoobesucher den ganzen Tag über ihre individuell gestalteten Pandaköpfe gemeinsam mit den Zoolotsen basteln. Weltweit machen Zoos an diesem Tag auf die Gefahren für die Roten Pandas in ihrem natürlichen Habitat aufmerksam. Der Zoo Leipzig unterstützt unter anderem das EEP Forest Guardians Programm für Rote Pandas in Nepal mit finanziellen Mitteln, die dank der großzügigen Unterstützung der Zoobesucher für den Artenschutz-Euro möglich geworden sind. Mit diesem Geld werden Ranger finanziert, die die Schutzgebiete überwachen und in den Dörfern Aufklärung betreiben.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Weißgesichtssakinachwuchs in Gondwanaland © Zoo Leipzig
Weißgesichtssakinachwuchs in Gondwanaland © Zoo Leipzig

Capybara-Jungtiere mit Mutter © Zoo Leipzig
Capybara-Jungtiere mit Mutter © Zoo Leipzig


Bildung zum Anfassen, Riechen, Staunen - 50 Jahre Zooschule im Zoo Leipzig
50 – 2019 / 10.09.2019
Moderne Zoos im 21. Jahrhunderts sind zu bedeutenden Orten des außerschulischen Lernens geworden, die das öffentliche Bewusstsein für die Natur und Umwelt fördern, schärfen und sensibilisieren. Mehr als 96 Prozent der deutschsprachigen Zoos verfügen inzwischen über Zooschulen und entsprechen somit ihrem gesetzlichen Bildungsauftrag. Im Zoo Leipzig seit dem 1. September 1969. Mehr als 11.500 Schüler aller Klassenstufen nutzen jährlich im Zoo Leipzig das vielschichtige und an den Hauptfächern Biologie und Sachkunde orientierte Unterrichtsangebot. Das Ziel ist klar: Die Schüler sollen Erfahrungen mit der Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur sammeln und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit ihres Schutzes entwickeln. “Wir müssen den jungen Generationen Bildung zum Anfassen, Riechen, Hören und Erleben bieten, um für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren. Wer den Tiger gerochen, die Mimik der Schimpansen entschlüsselt oder den Zahn eines Elefanten gehalten hat, wird das Wissen für immer mit sich tragen. Insbesondere in der Anschaulichkeit und im Erlebnisgehalt begründet sich für mich der Wert einer Zooschule“, fasst Zoodirektor Jörg Junhold das Anliegen der Leipziger Zooschule zusammen.
Das 50-jährige Zooschuljubiläum wurde heute im Beisein des Bürgermeisters für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Herr Prof. Dr. Thomas Fabian und des Präsidenten des Sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung, Herr Ralf Berger, feierlich begangen. Im Rahmen des Festaktes wurde nicht nur die Arbeit, sondern vor allem auch die Bedeutung der Bildungseinrichtung angemessen gewürdigt. Herr Prof. Dr. Thomas Fabian fasst die Wichtigkeit der Zooschule für die Stadt wie folgt zusammen: „Die Zooschule spielt als attraktiver und lebendiger Lernort neben den zahlreichen außerschulischen Angeboten der Stadt Leipzig eine herausragende Rolle.“ Ralf Berger stellte die Synergie zwischen dem Lehrplan und den vertiefenden Möglichkeiten einer Zooschule heraus: "Wenn wir ein Ranking über ausgezeichnete außerschulische Lernorte führen würden, wäre die Zooschule im Spitzenfeld. Sie ist für Kinder nicht nur eine einfache Erweiterung der Zoobesuche. Vielmehr verbindet sie mit ihren speziell für Kinder konzipierten Programmangeboten die aktuellen Lehrplaninhalte mit den Möglichkeiten dieses wunderbaren Zoos. Das ist eine Bereicherung für die Schulen sowie auch gelebte Nachhaltigkeit in der Bildung."

Überreichung der Jubiläumsplaktette an die Zooschule durch BM Prof. Fabian_Präsident LASUB Ralf Berger_Prof. Junhold_Zooschullehrer Dr. Axel Kästner © Zoo Leipzig
Überreichung der Jubiläumsplaktette an die Zooschule durch BM Prof. Fabian_Präsident LASUB Ralf Berger_Prof. Junhold_Zooschullehrer Dr. Axel Kästner © Zoo Leipzig

Zooschule in den Räumen des ehemaligen Schweizerhauses_1969_Archiv Zoo Leipzig_Herbert Lachmann © Zoo Leipzig
Zooschule in den Räumen des ehemaligen Schweizerhauses 1969 Archiv Zoo Leipzig Herbert Lachmann
© Zoo Leipzig


Traurige Nachricht: Lama Horst ist tot - Mehrtägige Behandlung nicht erfolgreich
47 – 2019 / 03.09.2019
Im Zoo Leipzig musste heute eine schwere Entscheidung getroffen werden: Nach mehrtägiger intensiver tiermedizinischer Behandlung wurde Lama Horst heute erlöst. Der 17 Jahre alte Sympathieträger und Botschafter des Zoos war in der vergangenen Woche schwer erkrankt. Eine schwerwiegende Schwellung im Kopfbereich, für die keine Ursache gefunden werden konnte, führte zu Beeinträchtigungen bei der Futteraufnahme sowie im Bewegungsablauf. Die intensive Behandlung hatte zunächst kurzzeitig für Besserung gesorgt. Seit gestern verschlechterte sich der Allgemeinzustand jedoch dramatisch, so dass keine erfolgversprechenden Therapien mehr zur Verfügung standen, die ein Leiden des Tieres verhindert hätten. „Wir haben alle unsere zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft und mussten im Sinne des Tieres die schwere Entscheidung treffen, um ihn nicht unnötig leiden zu lassen“, erklärt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard.
Horst war bereits in der vergangenen Woche aus der Lamaherde herausgenommen und zur intensiven Betreuung separat untergebracht worden. Mit Sancho, Flax und Krümel leben noch drei Lamas im Zoo Leipzig.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor