Aktuelle Pressemitteilungen vom Zoo Leipzig
Neues Koalaweibchen angekommen - Vier auf einen Streich bei den Erdmännchen
33 – 2022 / 15.08.2022
Zuwachs im Koala-Haus: Koalaweibchen Wooli (geb. am 19.12.2019) aus dem französischen Zoo Beauval ist vergangenen Donnerstag in Leipzig eingetroffen und hat zunächst die rückwärtigen Gehege des Koala-Hauses bezogen. Wooli kommt auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Leipzig und soll perspektivisch für die Zucht eingesetzt werden. Für die Besucher wird Wooli erst nach einer schrittweisen Eingewöhnungszeit zu sehen sein. Als Gesellschaft im Nachbargehege fungiert Koalamännchen Bouddi, der erste Zuchterfolg im Zoo Leipzig seit Beginn der Haltung im Jahr 2016.
Vier auf einen Streich: Quirlig, niedlich und tollpatschig – so lässt sich das aktuelle Nachwuchsquartett bei den Erdmännchen beschreiben, das Mitte Juli zur Welt gekommen und inzwischen immer häufiger oberhalb des sicheren Familienbaus anzutreffen ist. Bisher versorgt die Mutter und Königin ihr Quartett vorbildlich, und auch die anderen neun Herdenmitglieder sichern die ersten Ausflüge der Jungen gut ab.
Erdmännchen-Jungtiere werden mit einem Gewicht von 25 bis 36 Gramm geboren und sind als Nesthocker blind und nackt. Mit etwa 3 bis 4 Monaten sind sie nicht mehr auf das Muttertier angewiesen und können sich mit Insekten, Spinnen, Würmern oder kleineren Wirbeltieren selbst versorgen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Erdmännchenquartett mit Muttertier © Zoo Leipzig
Erdmännchenquartett mit Muttertier © Zoo Leipzig

Koalaweibchen Wooli © Zoo Leipzig
Koalaweibchen Wooli © Zoo Leipzig

Eine Lesung im Elefantentempel erleben - Buntes Ferienprogramm für die zweite Ferienhälfte
32 – 2022 / 05.08.2022
Am kommenden Freitag und Wochenende (12.-14. August) finden die Entdeckertage Elefanten statt. Alle Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln und den Innenbereich des Elefantentempels Ganesha Mandir zu erkunden, der sonst nur den Elefanten vorbehalten ist. Von 10 bis 18 Uhr findet ein Programm statt, das Einblick in den Arbeitsalltag rund um Pflege, das Training und die Fütterung der grauen Riesen gibt. Zudem finden um 10.15 und 15 Uhr Kommentierungen beim Elefantenbaden in den Außenbecken statt. Zusätzlich gibt es täglich Bastelangebote vom Freundes- und Förderverein sowie den Zoolotsen. Am 13. August findet erstmals auch eine Lesung auf der Innenanlage statt. Autorin Andrea Weller-Essers stellt das Buch „Was ist Was – Elefanten“ vor. Bereichsleiter Thomas Günther ist als Gesprächs- und Interviewpartner dabei.
Entdeckertouren durch Leipzigs Asien, Afrika und Südamerika
Auf eigene Faust Leipzigs Wildnis erkunden oder aber eine 60-minütige Tour durch die Erlebniswelten Asien, Afrika oder Südamerika buchen: Zoobesucher haben die Qual der Wahl. Unsere Zoolotsen nehmen die Besucherinnen und Besucher auf spannende Erkundungen mit und geben jede Menge Wissen rund um die tierischen Bewohner des Zoo Leipzig preis. Tickets gibt es unter https://shop.zooleipzig.de/touren.
Schulanfängertag am 27. & 28. August
Bevor es für die ABC-Schützen ans Schreiben und Rechnen lernen geht, dürfen sie sich über einen tierisch tollen Tag im Zoo Leipzig freuen. Sowohl am 27. August, dem Tag der Einschulung, als auch am Sonntag (28. August) erhalten die diesjährigen Schulanfänger kostenfreien Eintritt in den Zoo. Bastelstationen, die Kuscheltierkinderklinik und der Zuckertütenbaum erwarten die künftigen Erstklässler.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Baden am Elefantentempel - an den Entdeckertagen Elefanten mehr erfahren © Zoo Leipzig
Baden am Elefantentempel - an den Entdeckertagen Elefanten mehr erfahren © Zoo Leipzig

Abtauchen in den Feriensommer des Zoo Leipzig - Dinos, Märchen & tierischer Großstadt-Dschungel
31 – 2022 / 13.07.2022
Warum in die Ferne schweifen, wenn in Leipzigs Großstadt-Dschungel Urlaubsstimmung herrscht? Am 16. Juli eröffnet der Zoo Leipzig die Feriensaison und heißt alle Feriengäste herzlich willkommen! Zusätzlich zum Zoospaziergang durch die sechs Erlebniswelten mit ihrer tierischen Vielfalt verspricht das Ferienprogramm für Groß und Klein Abwechslung bei wissenswerten Entdeckertouren durch Asien, Afrika und Südamerika, fantasievollen Puppentheater-Aufführungen, spannenden Entdeckertagen und Touren zu den 20 Superhelden der Urzeit.
Für alle Tier- und Fußballfreunde hält das Ferienauftakt-Wochenende einen besonderen Höhepunkt bereit: Die Pokaltour von RB Leipzig macht Station am 16.07. zwischen 9 und 16 Uhr und präsentiert im Konzertgarten in Begleitung des Maskottchens Bully den gewonnenen DFB-Pokal. Auch beim Sommerpuppentheater geht es sportlich und zugleich listig zu: Das Märchen „Der Wettlauf von Hase und Igel“ wird auf der Zoo-Bühne aufgeführt und lädt alle Kinder ab fünf Jahre ein, herauszufinden, wer schneller oder eben klüger ist. Die Aufführungen starten an beiden Tagen jeweils um 14 und um 16 Uhr im Konzertgarten. Darüber hinaus laden Holz-Spielstationen zum Ausprobieren ein, und auf dem Gondwanaland-Vorplatz können Sandbilder gefertigt und beim Dino-Quiz das eigene Wissen über den Lieblingssaurier getestet werden.
Entdeckertouren zu den Superhelden der Urzeit
Außerdem können alle Dinofans ihre ganz persönlichen Superhelden aus nächster Nähe bestaunen: Ob Tyrannosaurus rex, Argentinosaurus oder die beeindruckenden Flugsaurier – der Zoo hat sie (fast) alle und lebensgroß. Während der 90-minütigen Touren, die immer 10 Uhr starten, stehen 20 Superhelden der Urzeit im Mittelpunkt des Geschehens. Ebenso finden Touren durch die Erlebniswelten Afrika, Asien und Südamerika statt. Auf dem 60-minütigen Rundgang erkunden Sie gemeinsam mit den Lotsen die faszinierende Tierwelt der jeweiligen Kontinente. Gebucht können die Touren online unter Touren - Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de)
Märchenzeit im Zoo
Der Tradition folgend wird es während der Sommerferien im Zoo Leipzig auch wieder märchenhaft: Jedes Wochenende verwandelt sich um 14 und 16 Uhr die Bühne im Konzertgarten in eine Märchenbühne. Aufführungen, wie „Peter und der Wolf“, „Dornröschen“ oder „Krümelchens Abenteuer“ laden Kinder ab 3 Jahre ein, zwischen Tiger, Seelöwe und Kronenmaki in die Welt der Fantasie einzutauchen. Eine Übersicht über alle Vorstellungen finden Sie auf unserer Website: Puppentheater im Zoo Leipzig | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de)
Entdeckertage
Die Entdeckertage Elefanten vom 12. bis 14. August bieten wieder einmalige Einblicke in die Welt der faszinierenden Dickhäuter. Zahlreiche Aktionen, wie Elefantenbasteleien, Einblicke hinter die Kulissen bis hin zur Lesung der „Was ist Was“ Autorin Andrea Weller-Essers im Elefantentempel am 13.08.2022, die jede Menge Wissenswertes über die grauen Riesen vermittelt, sind für alle Elefantenfreunde vorbereitet.
Freier Eintritt für Schulanfänger
Am 27. und 28.08. stehen die Erstklässler im Mittelpunkt des Zoogeschehens und sind herzlich eingeladen, diesen besonderen Tag im Zoo zu verbringen. Bei verschiedenen Spielstationen und einer sportlichen Judosafari können sich alle noch mal austoben, bevor Mathe, Deutsch und Kunst Einzug in den Alltag halten. Begrüßt werden alle Schulanfänger am Zuckertütenbaum mit einem Gratiseis.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Amurleopardin Mia mit Jungtier Manju © Zoo Leipzig
Amurleopardin Mia mit Jungtier Manju © Zoo Leipzig

Mit der Familie auf den Spuren der Urzeitwesen im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Mit der Familie auf den Spuren der Urzeitwesen im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig

Die Wichtigkeit der Bestäubungskünstler - Entdeckertage Bienen am 9. & 10. Juli
29 – 2022 / 05.07.2022
Ohne Bienen gäbe es heutzutage kaum Früchte und Nutzpflanzen. Die Bestäubungskünstler sind essentiell für unsere Ökosysteme. Daher steht die Welt der Bienen am Wochenende vom 9. &. 10. Juli im Fokus der zoologischen Aufmerksamkeit, um Zoobesuchern die Bedeutung der Bienen aufzuzeigen. An den Entdeckertagen Bienen finden von 10 bis 18 Uhr rund um den Bienengarten, in welchem fünf Völker der Kärntnerbienen für spannende Beobachtungen und eifriges Summen sorgen, zahlreiche Aktionen statt.
Wildbienenglück – Hotels für die fleißigen Wildbienen
Unser Kooperationspartner Wildbienenglück hat bereits drei Wildbienenhotels im Zoo errichtet, um neben der Kärntnerbiene auch Wildbienen einen Ort im Zoo zum Nisten zu geben. Gemeinsam mit den Mitarbeitern von Wildbienenglück können am Wochenende Mini-Bienenhotels aus Holz gebaut oder auch gekauft werden.
Bienensprechstunde
Wer Fragen zu den Bestäubungskünstlern hat, kann sich an die Stadtimker oder unsere Zoolotsen wenden, die viel Wissenswertes zur Geschichte der Biene zu berichten haben. Bei einem Bienenquiz kann das eigene Wissen direkt getestet und erweitert werden. Und beim Stand des Freundes- und Fördervereins Zoo Leipzig e.V. können Bienenfans gegen eine kleine Spende gehäkelte Bienen, Bienenbuttons und -magnete sowie Samentüten für eine bunte Blumenwiese im heimischen Garten erwerben.
Ein Bienchen für dich
Die fleißigen Bienen sind unermüdlich und für die Natur unersetzlich. Genauso wichtig ist es, sie zu schützen. Mit einer Bienchen-Patenschaft im Rahmen der Aktion „Ein Bienchen für dich“ können Interessierte die Bienen unterstützen und gleichzeitig ihren Liebsten eine schöne Überraschung bereiten – als kleines Geschenk oder einfach als lieber Dank für die immense Unterstützung in jeder Lebenslage. Ab nur einem Euro kann sich jeder eine oder beliebig viele Bienen-Patenschaften sichern. Aus vielen kleinen Helfern wird ein ganzer Schwarm der Hilfsbereitschaft: Bienen-Patenschaft - Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de).
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Bienengarten im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Bienengarten im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig

Nachwuchs bei den Ozelots - Jungtier entdeckt den Regenwald
29 – 2022
Im tiefen Regenwald von Gondwanaland haben Ozelot-Weibchen Daphne (14) und Kater Pinchu (12) Ende Mai für Nachwuchs gesorgt. Es ist bereits das neunte Jungtier dieses Paares, das erfolgreich aufgezogen und liebevoll versorgt wird. Bislang hat sich Daphne mit ihrem Nachkommen hauptsächlich im rückwärtigen Bereich der Anlage aufgehalten, seit einigen Tagen jedoch sucht sie vermehrt das Außengehege auf. Ihr etwa einen Monat altes Jungtier folgt ihr auf diesen Streifzügen quirlig und mit einer gehörigen Portion Neugierde. Noch konnten weder die Tierpfleger noch der Zootierarzt das Junge aus nächster Nähe in Augenschein nehmen, um die Mutter-Jungtier-Bindung nicht zu stören. Insofern ist das Geschlecht noch ein Geheimnis.
Ozelots zählten aufgrund ihres wunderschön gezeichneten Fells lange Zeit als die am stärksten bejagte Katzenart. Durch intensive Schutzmaßnahmen erholten sich glücklicherweise die Bestände und der Gefährdungsstatus auf der Roten Liste der IUCN konnte Ende der 1990er Jahre wieder auf „nicht gefährdet“ zurückgestuft werden. Der Ozelot ist deshalb ein gutes Beispiel dafür, wie bedeutsam Artenschutzprojekte sind.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Ozelotjungtier auf der Aussenanlage unterwegs © Zoo Leipzig
Ozelotjungtier auf der Aussenanlage unterwegs © Zoo Leipzig

Ozelotmutter Daphne mit ihrem Jungtier © Zoo Leipzig
Ozelotmutter Daphne mit ihrem Jungtier © Zoo Leipzig

Arche Noah für Feldhamster im Zoo Leipzig offiziell in Betrieb genommen
Neue Zuchtstation soll heimische Tierart vor dem Aussterben retten

27 – 2022 / 20.06.2022
Der Feldhamster ist in Deutschland akut vom Aussterben bedroht. Um den Genpool für künftige Auswilderungsprojekte zu erhalten, haben das Sächsische Umweltministerium sowie der Zoo Leipzig eine Zuchtstation geschaffen, die heute mit einem Besuch von Staatssekretär Dr. Gerd Lippold und Zoodirektor Prof. Jörg Junhold offiziell in Betrieb genommen wurde.
„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Zoo Leipzig einen weiteren Partner im Hamsterschutz gefunden haben. Der Hamster ist Teil unseres Naturerbes. Angesichts der Biodiversitätskrise ist es notwendig und begrüßenswert, dass wir hier diese Möglichkeit geschaffen haben“, sagt Dr. Lippold. Und weiter: „Als Kulturfolger und Steppenbewohner ist der Feldhamster eng an die Landwirtschaft gebunden. War er früher auf nahezu jedem Acker zu finden, so ist er heute durch die Art der Bewirtschaftung weitgehend verschwunden. Damit der Hamster auch dauerhaft in Sachsen überleben kann, brauchen wir Veränderungen in der Landwirtschaft. Es gibt zum Teil sehr schnell und einfach umzusetzende Maßnahmen, die einen großen Nutzen für den Feldhamster haben: eine spätere Getreideernte, die Ährenernte, das Anlegen spezieller Pflanzenstreifen (aus Ackerbohne, Blühmischungen, Luzerne oder Lupine) oder eine Untersaat mit Leguminosen. Auch das ist erwähnenswert, ist doch die Zuchtstation eine Reaktion auf die Verdrängung des Feldhamsters aus der Agrarlandschaft.“
Auch Zoodirektor Prof. Jörg Junhold weist auf die Dringlichkeit hin: „Wir müssen handeln, sonst stirbt der Feldhamster aus. Der Bestand in Sachsen liegt bereits unterhalb der Nachweisgrenze. Um in den nächsten Jahren genügend Nachwuchs zu haben, damit wir den Bestand stützen können, werden wir unsere Expertise in der Wildtierhaltung und den Austausch mit Kollegen von Zuchtstationen in anderen Regionen Deutschlands nutzen. Mit ersten Auswilderungen können wir in den kommenden Jahren rechnen.“
Die Zeit drängt, deshalb hat die neue sächsische Hamsterzuchtstation im Zoo Leipzig ihren Betrieb bereits vor der heutigen offiziellen Eröffnung aufgenommen. 40 Feldhamster aus Thüringen sind seit April in die Zuchtstation im Zoo Leipzig eingezogen. Perspektivisch könnten es Tiere aus ganz Mitteldeutschland werden. Die ersten Exemplare haben neben der Quarantäne auch einen Gesundheitscheck absolviert. Zudem finden genetische Analysen statt, um den Genpool der ehemals zusammenhängenden mitteldeutschen Hamsterpopulation zu erforschen und perspektivisch sichern zu können. Das erklärte Ziel ist der Aufbau eines wissenschaftlich geführten Zuchtbuches, um die Hamsterpopulation bestmöglich zu managen. Die ersten Verpaarungen im Zoo Leipzig haben stattgefunden, in der Station herrscht Ruhe, um das große Vorhaben des Arterhalts nicht zu gefährden. Die Eröffnung des großen Projektes musste deshalb ganz klein stattfinden.
Damit das Projekt erfolgreich laufen kann, müssen sich die Feldhamster wohlfühlen. Hierfür wurde in Anlehnung an bereits bestehende Projekte in anderen Regionen Deutschlands ein Gehege-System entwickelt, in dem mehrere Bereiche mit Röhren verbunden sind, so dass die als Einzelgänger lebenden Tiere ihren individuellen Platz bestmöglich nutzen können. Auf dem Speiseplan steht mehrmals wöchentlich eine Körnermischung. Grünfutter, Gemüse und tierisches Eiweiß ergänzen das Futterangebot.
„Wir tun alles, damit sich die Hamster gut einleben und sich erfolgreich fortpflanzen können. Es geht um nicht weniger als den Erhalt ihrer Art, anderenfalls verschwindet wieder ein Stück Biodiversität“, warnen Dr. Lippold und Prof. Junhold unisono.
Dr. Gerd Lippold - Staatssekretär / Prof. Dr. Jörg Junhold - Zoodirektor

Hamster im Gehege © Zoo Leipzig
Hamster im Gehege © Zoo Leipzig

Zoodirektor Prof. Jörg Junhold mit Staatssekretär Dr. Gerd Lippold bei der Besichtigung der Hamsterstation © Zoo Leipzig
Zoodirektor Prof. Jörg Junhold mit Staatssekretär Dr. Gerd Lippold
bei der Besichtigung der Hamsterstation © Zoo Leipzig

Sechs auf einen Streich bei den Darwin Nandus - 19. Jungtier bei den Kirk Dikdiks geboren
25 – 2022 / 17.06.2022
Sechs auf einen Streich: In der Erlebniswelt Südamerika gab es gleich sechsfachen Nachwuchs bei den Darwin-Nandus (Rhea pennata). Am 11. Juni schlüpften im wohlgehüteten Nest von Nandu-Hahn Hannibal (4) gleich sechs Küken. Seitdem kümmert sich Hannibal vorbildlich um seine Schützlinge, die ihm auf Schritt und Tritt folgen. Ungefähr sechs Monate lang übernimmt der Hahn allein die Versorgung der Jungvögel. Nandu-Hennen übernehmen ausschließlich das Legen der Eier, das Ausbrüten und die Aufzucht erfolgt durch den Hahn. Gegenwärtig befinden sich Hannibal und seine Küken noch im rückwärtigen Bereich der Anlage. Sobald die Nandu-Küken groß genug sind, werden sie die Außenanlage und die weiteren Mitbewohner, die Guanakos, kennenlernen. Auch hier wurden in den letzten Monaten drei Jungtiere geboren, die sich bestens entwickeln.
Für den Zoo Leipzig ist es der zweite Zuchterfolg bei den Darwin Nandus seit Beginn der Haltung im Jahr 2018.
Nachwuchs bei den Mini-Antilopen: Kirk Dikdik-Weibchen (Madoqua kirkii) Adina (12) sorgte am 7. Juni für weiblichen Nachwuchs. Für Adina ist es das 19. Jungtier, das sie seit der Eröffnung der Tropenerlebniswelt Gondwanaland hier zur Welt gebracht hat. Routiniert und wie immer liebevoll versorgt Adina seit der Geburt ihre Tochter Darya, die sich noch regelmäßig im sicheren Versteck im Dickicht aufhält – ein typisches Verhalten für Ablieger. Vater des Neuzuganges ist das im Februar gestorbene Dikdik-Männchen Olu. Die Kirk Dikdiks, die zu den kleinsten Antilopen zählen, bewohnen zusammen mit den Eulenkopfmeerkatzen eine Anlage im afrikanischen Teil von Gondwanaland.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Darwin-Nandu-Küken mit Hahn © Zoo Leipzig
Darwin-Nandu-Küken mit Hahn © Zoo Leipzig

Kirk Dikdik Nachwuchs mit Mutter © Zoo Leipzig
Kirk Dikdik Nachwuchs mit Mutter © Zoo Leipzig

Artenschutz im Fokus: Entdeckertage am 18. & 19. Juni haben ein tierisches Botschafter-Trio
24 – 2022 / 15.06.2022
Caruso, Caria und Clemens sind die Artenschutz-Botschafter der kommenden Entdeckertage am 18. und 19. Juni im Zoo Leipzig. Das mittlerweile 2,5 Monate alte Riesenotter-Trio steht stellvertretend für alle bedrohten Tierarten im Zoo Leipzig und wirbt dafür, sich während der Entdeckertage Artenschutz mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen.
The Red List – Bedrohungsstatus von „Nicht gefährdet“ zu „Ausgestorben“
Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion erfasst den Bedrohungsstatus von über 40.000 Tier- und Pflanzenarten in 6 Kategorien, wovon 3 einen teils dramatischen Rückgang der Arten anzeigen und eine Kategorie „In der Natur ausgestorbene“ Tiere, wie beispielsweise die Säbelantilope, einordnet. Um diese Zuordnung vornehmen zu können, werten Experten verschiedene Aspekte und wissenschaftliche Daten, wie beispielsweise die Größe des Verbreitungsgebiets, die Rate des Populationsrückgangs und die Bestandsschätzungen aus. Auch Caruso, Caria und Clemens sowie ihre Artgenossen befinden sich auf dieser Liste. Sie sind als „EN“ (engl. Endangered), also als „stark gefährdet“ eingestuft. Dafür gibt es zahlreiche, meist menschgemachte Gründe. Überfischung, die Zerstörung ihres Lebensraums, sowie Jagd & Wilderei, Tourismus oder auch Wasserverschmutzung führen seit Jahren dazu, dass sich der Bestand der Riesenotter dezimiert. An jeder Anlage im Zoo befinden sich edukative Lernelemente und Schilder, die Informationen über die jeweilige Tierart und deren Gefährdungsstatus geben. Auf der Website der Weltnaturschutzunion, welcher der Zoo Leipzig als Mitglied angehört, kann man sich darüber informieren, welche die größten Bedrohungen für die jeweilige Tierart sind.
Erfolgreiche Artenschutzprojekte am Beispiel des EPRC in Vietnam
Im Rahmen von Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) engagiert sich der Zoo für ca. 100 gefährdete Arten, darunter auch die Riesenotter. Durch diese Erhaltungszuchtprogramme schützen die teilnehmenden Zoos gemeinsam Arten, um so langfristige Reservepopulationen aufzubauen. Doch nicht nur in den EEPs setzt sich der Zoo Leipzig für den Natur- und Artenschutz ein. In über 25 Projekten und Organisationen ist er weltweit aktiv und investiert jährlich etwa eine Million Euro. Das dieses Engagement nachhaltig ist und Früchte trägt, zeigen zwei zooeigene Projekte in Vietnam. Zum einen betreibt der Zoo Leipzig mit dem Endangered Primate Rescue Center (EPRC) ein Artenschutzzentrum für etwa 200 hochbedrohte Primaten, wie beispielsweise den vom Aussterben bedrohten Goldkopflanguren. Das Cat Ba Langur Conservation Project hat es sich daher unter der Schirmherrschaft des Zoo Leipzig zur Aufgabe gemacht, den letzten natürlichen Lebensraum der Goldkopflanguren zu schützen, in welchem aktuell nur noch 75 Individuen leben.
Das Programm der Entdeckertage Artenschutz
Die wertvolle Arbeit unserer weltweiten Artenschutzprojekte sowie die erfolgreiche Erhaltungszucht bedrohter Arten stehen an dem Wochenende vom 18. & 19. Juni ganz besonders im Fokus. Bei Kommentierungen und Fütterungen können Besucher tierartspezifische Artenschutzaspekte lernen, wie beispielsweise mit Michael Ernst um 15:30 Uhr bei Caruso, Caria und Clemens, den Riesenottern. Der Gondwanaland-Vorplatz lockt große und kleine Besucher von 10 bis 18 Uhr mit zahlreichen Aktionen wie einem Quiz zum Thema Artenschutz oder der Gestaltung von tierischen Beutelrucksäcken mit unseren Zoolotsen (Preis 3,00 Euro). Außerdem stellen unsere Auszubildenden die Artenschutzprojekte des Zoos vor und sammeln mit selbst gebackenem Kuchen Spenden für den Schutz bedrohter Tiere. Ein ganz besonderes Highlight: Das Hauptzollamt Dresden gibt mit Blick auf die Thematik Tierschmuggel im Nutzpflanzengarten in Gondwanaland Einblick in seine Arbeit.
Wer noch tiefer in das Thema Artenschutz eintauchen möchte, kann eine unserer 90-minütigen, geführten Artenschutz-Touren buchen und auf Entdeckungsreise gehen. Start ist an beiden Tagen um jeweils 10.00, 11.30, 13.00, 14.30 und 15.00 Uhr hinter den Drehkreuzen im Eingangsbereich.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Cat Ba Langur © NeahgaLeonard
Cat Ba Langur © NeahgaLeonard

Riesenotter Jungtiere Caruso & Caria © Zoo Leipzig
Riesenotter Jungtiere Caruso & Caria © Zoo Leipzig

Vungu: zuchterfahrener Nashornzugang & Maskottchen-Treffen am Pfingstwochenende
23 – 2022 / 30.05.2022
Vergangene Woche hieß es „Herzlich Willkommen im Zoo Leipzig, Vungu!“. Der 20 Jahre alte ostafrikanische Spitzmaulnashorn-Bulle kam auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus dem Zoo Rotterdam nach Leipzig. Über 650 Kilometer Fahrt hatte er hinter sich, als er am Abend des 25. Mai zum ersten Mal Leipziger Boden betrat. Aktuell befindet er sich noch hinter den Kulissen und gewöhnt sich an sein neues Zuhause und die neuen Pfleger. Auf der Außenanlage wird er erst in den nächsten Tagen zu sehen sein. Kurator Ruben Holland freut sich über den Zugang in der Erlebniswelt Afrika und betont, wie wichtig die Erhaltung dieser stark vom Aussterben bedrohten Nashornart ist: „Wir freuen uns, mit Vungu endlich wieder einen Nashornbullen im Zoo Leipzig zu haben, noch dazu einen erfahrenen Zuchtbullen. Perspektivisch soll mit ihm auch bei uns gezüchtet werden.“
Tammi und seine Freunde – Pfingstprogramm für die ganze Familie
Am Pfingstwochenende (4.-6. Juni) bekommt Zoomaskottchen Tammi Besuch von seinen Maskottchen-Freunden. Ob bei der Maskottchen-Parade, den gemeinsamem Erinnerungsfotos mit Tammi oder der Gestaltung von Zootierbilder aus Ton, allen kleinen und großen Fans wird hier etwas geboten. Außerdem werden in der Kinderplüschtierklinik mitgebrachte, kaputte Plüschtiere "verarztet" und repariert.
Kostenfreier Eintritt am Kindertag
Am 1. Juni ist internationaler Kindertag und der Zoo Leipzig feiert seine jüngsten Fans ganz groß. Alle Kinder bis einschließlich 16 Jahre erhalten an diesem Tag freien Eintritt und können sich so die vielen Jungtiere, die im Zoo in den letzten Wochen geboren wurden, aus nächster Nähe anschauen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Spitzmaulnashorn-Bulle Vungu © Zoo Leipzig
Spitzmaulnashorn-Bulle Vungu © Zoo Leipzig

Tammi & seine Freunde © Zoo Leipzig
Tammi & seine Freunde © Zoo Leipzig

Einweihung der Sportroute am Zoo - Historisches Straßenkünstlerspektakel am Wochenende
20 – 2022 / 02.05.2022
Der Zoo Leipzig präsentiert am kommenden Wochenende (7. und 8. Mai) beim historischen Straßenkünstlerspektakel gemeinsam mit dem Sportmuseum der Stadt Leipzig anlässlich der Einweihung der 5. Station der Sportroute viele tierische Überraschungen und historische Aktionen, die große und kleine Zoobesucher in die Zeit vor 144 Jahren zurückversetzen werden.
Gaukler, Jongleure und Straßenkünstler halten Einzug in den Zoo Leipzig. Das historische Motto lässt die Anfänge des 1878 eröffneten Zoos aufleben. Neben den tierischen Entdeckungen im Leipziger Frühling sorgt das Festprogramm zur Eröffnung der historischen Sportroute in diesem Jahr für beste Unterhaltung. Ein buntes Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Artistik am Samstag, den 7. Mai von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, den 8. Mai von 14 bis 17 Uhr mit Moderator Matt Liebsch im Konzertgarten soll alle Zoobesucher in seinen Bann ziehen. Wundersame Stelzenläufern und unterhaltsame Künstler sorgen auf ihrem Weg durch den Zoo an unterschiedlichen Plätzen für Unterhaltung. Zwei ganz besondere Highlights stellen eine direkte Verbindung zur Sportrouten-Station her: das symbolisches Kinderradrennen und historisches Hochradrennen am Samstag von 13:30 bis 14 Uhr und das symbolisches Hochradrennen am Sonntag von 13:30 bis 13:45 Uhr auf dem Gondwanaland-Vorplatz.
Einweihung der Station 5 der Leipziger Sportroute
Am heutigen Freitagmittag findet im Beisein von Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und Aiko Wulff, Leiter des Sportmuseums Leipzig, die Einweihung der insgesamt sechsten Station von 22 der Leipziger Sportroute am Zooausgang statt. Johannes Becker, Leiter für Bau und Betriebsunterhalt sowie Prokurist, der die Einweihung von Seiten des Zoos begleitet, betont, wie wichtig die historische Einbindung des Zoos in die Stadtgeschichte ist: „Mit der Einweihung der Sportroutenstation am heutigen Ausgang des Zoos schlagen wir die Brücke zur Geschichte des Zoo Leipzig. Denn es war Ernst Pinkert, der Zoobegründer, der hier 1882 die erste Radrennbahn Deutschlands erstellen ließ. Sowohl damals als auch heute ist das Thema Sport ein wichtiges Element in Leipzig, welches wir als Zoo Leipzig gerne unterstützen.“
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Historisches Strassenkuenstler-Spektakel © Zoo Leipzig
Historisches Strassenkuenstler-Spektakel © Zoo Leipzig

Station5 Sportroute © Zoo Leipzig
Station5 Sportroute © Zoo Leipzig

Jubiläen in der Erlebniswelt Asien - Auf Entdeckung bei Lippenbär, Schneeleopard & Co.
19 – 2022 / 27.04.2022
Der Zoo Leipzig feiert in der Erlebniswelt Asien in diesem Mai gleich zwei Jubiläen: die Lippenbärenschlucht wird bereits 20 Jahre alt und das Himalaya begeht seinen 5. Geburtstag. Um diese besonderen Zoo-Geburtstage entsprechend zu feiern, finden am kommenden Wochenende (30.04. und 01.05.) die Entdeckertage Asien statt, die allen Zoofans zahlreiche Aktionen rund um die asiatischen Zoobewohner, wie beispielsweise die Gestaltung von Sandbildern oder Kulissenblicke in die Tiger-Taiga, bieten. Die online buchbare Entdeckertour Asien bietet an diesen Tagen die Möglichkeit, gemeinsam mit den Zoolootsen die faszinierende Tierwelt noch genauer kennen zu lernen.
Eine Hochgebirgslandschaft mitten in Leipzig
Seit 5 Jahren sind Schneeleoparden, Rote Pandas und Schopfhirsche in den naturnahen Anlagen mit Geröll- sowie Sandboden und Vegetation vor einer Himalaya-Felslandschaft zuhause. Zoodirektor Prof. Jörg Junhold freut sich über das Jubiläum: „Gemeinsam blicken wir auf fünf aufregende Jahre zurück, in denen sich die Anlage bei Tier und Zoobesucher etabliert hat. Erst im letzten Jahr kam erstmals in dieser Anlage Nachwuchs bei den Schneeleoparden zur Welt, der seither munter das Himalaya erkundet. Mira und Suri haben die Gebirgslandschaft für Jungtier-tauglich erklärt, auch wenn sie inzwischen wie die Großen auf dem Felsen in der Sonne faulenzen. Im Nachbargehege haben sich die „alten Hasen“ Lilo (15 Jahre) und Zimai (12 Jahre) gut eingelebt und genießen den Freiraum ihrer Anlage, den sie sich mit dem Schopfhirsch-Paar teilen.
Jahrelanger Zuchterfolg der Indischen Großbären
Außerdem feiert die Lippenbärenschlucht in diesem Mai ihr 20-jähriges Bestehen. Nach zehn Monaten Bauzeit eröffnete am 1. Mai 2002 das neue Zuhause der Lippenbären, die zuvor in der 1929 eröffneten Bärenburg gelebt hatten. Dort sorgten diese für 62 Nachkommen, wovon im Jahr 1963 sogar die europäische Erstzucht dieser Art gelang. Zusammen mit den 13 Jungtieren, die gesund im ersten Teilabschnitt der neuen Asienerlebniswelt aufgekommen sind, ist der Zoo Leipzig der erfolgreichste Züchter von Lippenbären außerhalb Indiens.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Schneeleoparden-Zwillinge beim Spielen © Zoo Leipzig
Schneeleoparden-Zwillinge beim Spielen © Zoo Leipzig

Lippenbärenweibchen in der Lippenbärenschlucht © Zoo Leipzig
Lippenbärenweibchen in der Lippenbärenschlucht © Zoo Leipzig

Löwenkater Kiyan wird flügge - Nachwuchs hat den Zoo Leipzig verlassen
18 – 2022 / 21.04.2022
Das Löwenpaar Kigali und Majo hat in den vergangenen 13 Monaten gemeinsam die Aufzucht seines Nachwuchs-Quartetts erfolgreich gemeistert. Die Jungtiere sind zu gesunden, halbstarken Raubkatzen herangewachsen. Für den ersten der Bande, Kiyan, hieß es heute Abschied nehmen. Er wird künftig in einem kroatischen Zoo leben und dort mit zwei Löwinnen ein neues Rudel bilden. „Vom Alter passt er gut zu den beiden, sodass wir die Möglichkeit genutzt haben, ihn dorthin abzugeben“, erklärt Seniorkurator Johannes Pfleiderer die Beweggründe für den Umzug. „Wir können den Nachwuchs nicht dauerhaft mit den Eltern halten, das würde zu Konflikten zwischen Majo und den Jungs führen und wir müssten sie zeitweise von den Weibchen fernhalten sobald sie geschlechtsreif sind.“ Das verbleibende Jungtier-Trio wird den Zoo Leipzig deshalb ebenfalls im Laufe des Jahres verlassen, um eigene Wege zu gehen. „Der Abschied gehört zu unserer Arbeit dazu, aber natürlich ist er bei so prominenten Tieren nie einfach“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. „Andererseits ist die Abgabe von Nachwuchs auch ein schönes Zeichen dafür, dass unsere Bemühungen um den Erhalt von bedrohten Arten erfolgreich sind.“
Ab sofort wieder Saisontickets online
Der Zoo Leipzig hat seit Saisonbeginn täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, bevor das historische Portal ab dem 30. April mit den Entdeckertagen Asien wieder bis 19 Uhr offensteht. Die Tierwelt ist aus der Winterruhe erwacht, die ersten Jungtiere haben das Licht der Welt erblickt und die Bienen sind wieder im erblühenden Bienengarten aktiv. Zudem sind auch die Urzeit-Riesen der Dinosaurierausstellung wieder zum Leben erweckt worden und sorgen überall im Zoo für großes Staunen. Für alle, die ihr Zoo-Abenteuer schon zu Hause oder noch schnell bei der Anreise buchen möchten, stehen nun wieder Saisontickets ohne festes Besuchsdatum zur Verfügung. Dies erhöht für alle Besucher die Flexibilität und lässt die Tickets zu einer idealen Geschenkidee werden. Zootickets gibt es unter shop.zoo-leipzig.de/tickets.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Skuddennachwuchs im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Skuddennachwuchs im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig

Frühling im Zoo Leipzig - Giraffen und Säbelantilopen auf der Kiwara-Savanne © Zoo Leipzig
Frühling im Zoo Leipzig - Giraffen und Säbelantilopen auf der Kiwara-Savanne © Zoo Leipzig

Doppeltes Jungtierglück in Gondwanaland - Nachwuchs bei den Zwergplumploris
17 – 2022 !2.04.2022
Doppeltes Jungtierglück in Gondwanaland: Am 3. April brachte Zwergplumplori-Weibchen Sue (6) zum zweiten Mal nach 2021 Zwillinge zur Welt. Sue versorgt ihre Jungtiere bislang sehr fürsorglich in der rückwärtigen Anlage und hat den Pflegern auch schon einen ersten Blick auf ihren Nachwuchs gestattet, als sie zur routinemäßigen Fütterung auf die Waage ging. Diese zeigte für die drei Zwergplumploris (Nycticebus pygmaeus) ein gemeinsames Gewicht von über 700 Gramm an. „Die Jungtiere sind lebhaft, halten sich gut am Körper der Mutter fest und scheinen ausreichend versorgt zu werden“, zeigt sich Seniorkurator Ariel Jacken über den neuerlichen Zuchterfolg bei den auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuften Zwergplumploris erfreut. Vater der Zwillinge ist der fast fünf Jahre alte Bero, der zusammen mit Sue das Zuchtpaar bildet.
Der Zoo im Fernsehen: Am Karfreitag um 20.15 Uhr strahlt der MDR ein weiteres „Elefant, Tiger & Co. – Spezial“ aus, in dem diesmal die Modernisierung des Aquariums im Mittelpunkt steht. Drei Jahre lang hat das „Elefant, Tiger & Co.“ – Team den Umbau des historischen Gebäudes und die logistische Meisterleistung, rund 3.000 Fische umzusiedeln, mit der Kamera begleitet. Das 90 Minuten lange Spezial bietet allen Zoointeressierten einen informativen Blick hinter die Kulissen und einmalige Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt im neuen Aquarium.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Zwergplumplori Sue mit ihren Zwillingen © Zoo Leipzig
Zwergplumplori Sue mit ihren Zwillingen © Zoo Leipzig

Nachwuchs bei den Riesenottern - Dino-Abenteuer zu Ostern
16 – 2022 / 08.04.2022
Dreifacher Zuchterfolg: Riesenotter-Weibchen Emila (8) sorgte am 17. März für dreifachen Nachwuchs. Ihre Jungtiere brachte sie in der sicheren Wurfbox im Innenstall der Anlage zur Welt. Für Emila ist es nach 2020 und 2021 der dritte Wurf, um den sie sich allerdings allein kümmern muss, da Zuchtmann Tacutu zu Beginn des Jahres leider starb. Unterstützung erhält Emilia dennoch, und zwar von den Jungtieren aus den letzten beiden Würfen. „Geburten bei stark gefährdeten Tierarten, wie den Riesenottern, sind immer erfreulich, und es ist schön zu sehen, dass sich die Tiere bei uns wohlfühlen und regelmäßig züchten. Bislang meistert Emilia die Jungtieraufzucht hervorragend allein, und die Jungen sehen augenscheinlich gesund aus. Weder die Tierpfleger noch unser Tierarzt haben die Jungen bisher untersucht, insofern wissen wir auch noch nicht, wie die Geschlechterverteilung aussieht“, erklärt Zoodirektor Jörg Junhold. Noch versorgt Emilia ihre Sprösslinge im Innenstall, hat aber bereits begonnen, für ein kurzes Zeitfenster einzelne Jungtiere mit auf die Außenanlage zu nehmen. Bis der Nachwuchs jedoch regelmäßig auf der Außenanlage in Gondwanaland zu sehen ist, wird noch etwas Zeit vergehen.
Dino-Abenteuer zu Ostern: Nachdem die Dinosaurier zum Saisonstart aus ihrem Winterschlaf erwacht sind, werden sie während der Osterfeiertage im Fokus der zahlreichen Aktionen stehen. Eine Osterrallye leitet kleine Dino-Fans an, die versteckten Ostereier zu finden, und auf dem Gondwanalandvorplatz sind Geschicklichkeit beim traditionellen Eierlauf und Wissen beim Dino-Quiz gefragt. Mittendrin im Geschehen ist Zoo-Maskottchen Tammi, der am Osterwochenende täglich von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr bei seinem Zoospaziergang für gute Laune sorgt und gern für Erinnerungsfotos mit der Familie zur Verfügung steht. Beim Ostergewinnspiel mit dem neuen Sponsor des Zoos, der BMW Niederlassung Leipzig, ist ein gutes Auge gefragt, und im Konzertgarten lassen sich mit Stampimals die Lieblingstiere kreieren. Außerdem können Saurierfans an ausgewählten Tagen auf eine 90 Minuten dauernde Dino-Tour gehen. Die Touren, die immer 10.30 Uhr starten, können online unter Dinotour - Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) gebucht werden und kosten 10 € pro Person.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Riesenotternachwuchs in der Wurfbox © Zoo Leipzig
Riesenotternachwuchs in der Wurfbox © Zoo Leipzig

Ostern beim Kronenmakipärchen © Zoo Leipzig
Ostern beim Kronenmakipärchen © Zoo Leipzig

Dickhäuter-Jubiläum - Elefantenbulle Voi Nam feiert seinen 20. Geburtstag
15 – 2022 / 05.04.2022
Schwergewicht feiert 20. Geburtstag mit einer Obst- und Gemüsetorte: Am 5. April 2002 kam mit Voi Nam nach 65 Jahren der erste Nachwuchs bei den Asiatischen Elefanten (Elephas maximus indicus) in Leipzig zur Welt. Inzwischen sind 20 Jahre vergangen. Anlässlich des heutigen Geburtstages gab es für das inzwischen 5.000 Kilogramm schwere Oberhaupt der Leipziger Elefantenherde eine besonders schmackhafte Geburtstagstorte. „Seit seiner Geburt ist Voi Nam der Publikumsliebling des Zoos und begeistert alle kleinen und großen Besucher. Wir freuen uns, dass er sich zu einem stattlichen Bullen entwickelt und mit ihm der Start in die neu formierte Gruppe bisher so gut funktioniert hat“, erklärt Seniorkurator Johannes Pfleiderer.
Die Eltern von Voi Nam sind die Elefantenkuh Trinh (39 Jahre), die 1984 von Saigon nach Leipzig kam und aktuell im Neunkircher Zoo lebt, sowie Vater Mekong (39 Jahre alt), der derzeit in Rapperswil lebt. Seine ersten Lebensjahre verbrachte der kleine Bulle mit seiner Mutter und der Elefantengruppe in Leipzig, bis er 2010 an den Zoo Heidelberg abgegeben wurde mit dem Ziel, dort eine Jungbullengruppe aufzubauen. In die Gemeinschaft mit den anderen Altersgenossen hatte sich Voi Nam gut integriert und wichtige Aspekte des Sozialverhaltens gelernt. Nachdem er zu einem adulten Elefantenbullen und zum Anführer der Gruppe herangewachsen war, kehrte er 2015 in seine Geburtsstadt Leipzig zurück. In den vergangenen sieben Jahren gliederte sich Voi Nam in die vorhandene Gruppe ein und etablierte sich ab 2020 als männliches Gruppenoberhaupt und Zuchtbulle der neu formierten, achtköpfigen Gruppe rund um die sechs Elefantenkühe und den jungen Edgar (6 Jahre).
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Voi Nam mit Geburtstagstorte © Zoo Leipzig
Voi Nam mit Geburtstagstorte © Zoo Leipzig

Voi Nam zusammen mit seinen Elefantenkühen am Tortenbuffet © Zoo Leipzig
Voi Nam zusammen mit seinen Elefantenkühen am Tortenbuffet © Zoo Leipzig

Prominenter Neuzugang: BMW in Zoo-Familie aufgenommen - Neuer Zoo Leipzig-Goldsponsor
13 – 2022 / 30.03.2022
Pünktlich zum Start in die neue Sommersaison hat der Zoo Leipzig heute einen prominenten Neuzugang präsentiert: Die BMW Niederlassung Leipzig ist der neue Zoo Leipzig-Goldsponsor und gehört damit zum Kreis der Unterstützer, die dem Zoo eng verbunden sind. „Der Zoo ist nicht nur in Leipzig eine echte Institution, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus. Vor allem das Engagement des Zoos für den weltweiten Artenschutz, die Bildung und artgerechte Tierhaltung, in Kombination mit den positiven Emotionen, die jeder mit einem Zoobesuch in Verbindung bringt, haben uns von der Kooperation überzeugt“, sagt Elmar Kleuter, Leiter der BMW Niederlassung Leipzig sowie Leiter des Niederlassungsverbund Sachsen. Zoodirektor Prof. Jörg Junhold empfing den neuen Partner heute erstmals offiziell im Zoo und brachte zur Begrüßung Lama Sancho mit: „Wir freuen uns tierisch, dass wir mit BMW einen neuen gewichtigen Partner an unserer Seite haben, den unsere Arbeit überzeugt und mit dem wir unser Engagement für den Natur- und Artenschutz fortsetzen werden.“
So führte Elmar Kleuter dann auch aus: „Die Strategie ,Zoo der Zukunft‘ sehen wir als entscheidend an, um das Thema Nachhaltigkeit in Leipzig und Umgebung maßgeblich voranzubringen und wir möchten mit unserer Partnerschaft den Zoo bei diesem Vorhaben unterstützen.“ Auch für die BMW Niederlassung Leipzig und das BMW Group Werk Leipzig sei das Thema Nachhaltigkeit wichtig. In der Niederlassung und im Werk Leipzig arbeiten rund 5.500 Personen. Michael Mair (Head of Retail & Operations BMW und MINI Leipzig, Dresden und Chemnitz) erläuterte: „Das BMW Group Werk Leipzig zählt zu einer der modernsten und nachhaltigsten Automobilfabriken der Welt. Als deutschlandweit erste Automobilfabrik wird hier zu einem erheblichen Teil mit Strom aus vier werkseigenen Windkraftanlagen gearbeitet. Auch die Produktpalette von BMW und MINI entwickelt sich stetig weiter. Immer mehr unserer BMW Modelle sind Hybride oder vollelektrische Fahrzeuge wie der neu eingeführte BMW i4.“
Bei der Marke MINI wird Nachhaltigkeit in der deutschlandweiten Veranstaltungsreihe „Sooner Now“ seit Jahren thematisiert. Dieses Jahr findet die Veranstaltung am 07. Juli im Zoo Leipzig statt. „Wir freuen uns auf eine spannende, enge und langfristige Zusammenarbeit mit einem starken Partner aus Leipzig,“ bekräftigen Jörg Junhold und Elmar Kleuter wechselseitig.

Auf Tuchfühlung mit dem Neuzugang - Lama Sancho begrüßt Elmar Kleuter © Zoo Leipzig
Auf Tuchfühlung mit dem Neuzugang - Lama Sancho begrüßt Elmar Kleuter © Zoo Leipzig

Lama Sancho schaut sich den Neuen aus der Nähe an © Zoo Leipzig
Lama Sancho schaut sich den Neuen aus der Nähe an © Zoo Leipzig

Koala feiert 2. Geburtstag - Saisonstart im Zoo Leipzig
11 – 2022 / 21.03.2022
Happy Birthday Bouddi! Leipzigs erster Koala-Nachwuchs wird am 21. März 2 Jahre alt und ist inzwischen ein stattliches Koala-Männchen. Nach der Pubertät kommen bei ihm zusehends die männlichen Hormone durch. Das äußert sich vor allem im Umgang mit den Tierpflegern, wenn er seinen eigenen Kopf durchsetzen möchte. Abgesehen davon fühlt er sich sichtlich wohl im modernen Koala-Haus, ist sehr agil und aktiv und ein richtiger Feinschmecker geworden. Aus den über 30 Eukalyptus-Sorten schmecken ihm vor allem die Sorten E. robusta, E. globulus und E. gunnii besonders gut, die auf einer Plantage in Schkeuditz angebaut werden. Aktuell bringt der Sohn von Mandie (5 Jahre) und Oobi-Ooobi (8 Jahre) 6,61 Kilogramm auf die Waage und wiegt somit genauso viel wie seine Mutter. Besonders engagiert zeigt sich Bouddi beim medizinischen Training. Um im Ernstfall schnellstmöglich handeln zu können, werden Übungen wie Fell bürsten, Arm stillhalten (für eine mögliche Blutabnahme) oder die Wassergabe mit Hilfe einer Spritze (für eine mögliche Medikamentengabe) trainiert.
Passend zu Bouddis Geburtstag ist am 21. März auch Saisonstart im Zoo. Ab diesem Montag öffnet der Zoo seine Pforten etwas länger. Bis Ende April hat er bis 18:00 Uhr geöffnet, bevor er in den Sommermonaten bis September sogar bis 19:00 Uhr besucht werden kann. Mit dem Startschuss zur Saison gelten auch die Sommerpreise. Um die Saison angemessen einzuläuten, findet am 26. und 27. März das HITRADIO-RTL Wochenende auf einer großen Bühne im Konzertgarten statt. Der sächsische Radiosender sendet am Samstag live aus dem Zoo und führt spannende Interviews mit unseren Tierpflegern. Ein Begleitprogramm mit Zoo-Rallye, Lotsenstand und der »Stempel dein Tier« Mitmachaktion runden das Zoo-Abenteuer an diesem Wochenende ab. Kinder bis 16 Jahre haben kostenfreien Eintritt.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

HitradioRTL-Wochenende © Zoo Leipzig
HitradioRTL-Wochenende © Zoo Leipzig

Koala Bouddi © Zoo Leipzig
Koala Bouddi © Zoo Leipzig

Auf Entdeckung in Südamerika Flauschigen Nachwuchs hautnah erleben
10 – 2022 / 10.03.2022
Die ersten Entdeckertage des Jahres im Zoo stehen auf dem Programm. Zum Start in den Frühling ist die Erlebniswelt Südamerika im Fokus. Am Wochenende des 12. und 13. März sind alle Besucher dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen unserer jüngsten Erlebniswelt zu werfen. Hier können täglich von 10-16 Uhr die rückwärtigen Außengehege der Großen Maras, Capybaras, Weißrüssel-Nasenbären und Großen Ameisenbären angeschaut werden. Außerdem kann man beim lustig-klingenden "Kotquiz" raten, welche der tierischen, südamerikanischen Bewohner welche Hinterlassenschaft verursachen. Auf dem Vorplatz von Gondwanaland informieren unsere Zoolotsen rund um eine Nester- und Eierausstellung und am Lamagehege können Besucher mit einem Wahr-Falsch-Quiz ihr Wissen testen. Weitere tolle Aktionen und Informationen gibt es am Streichelgehege El Ranchito beim Stand vom Freundes- und Förderverein des Zoo Leipzig e.V..
Flauschiger Nachwuchs in der Erlebniswelt Südamerika
Im Februar gab es gleich dreifache Freude im Pantanal über flauschigen Nachwuchs. Am 2.2.2022 kam nach fast einem Jahr Tragezeit ein kleines Guanako-Männchen auf die Welt. Stute Lolita (6 Jahre) kümmert sich fürsorglich um „Schnapszahl-Nachwuchs“ Roland, der nach einem ehemaligen Tierpfleger aus dem Bereich Südamerika benannt wurde. Der kleine Spross ist fit, munter und tobt zur Freude aller sehr ausgelassen auf der Anlage herum, auf der es am 8. März erneut Nachwuchs bei den Guanakos gab. Das kleine Weibchen wurde auf den Namen Melli getauft, entwickelt sich bislang sehr gut und trinkt regelmäßig bei Mutter Lessita (5 Jahre). Bei den Nachbarn der Guanakos, im Streichelgehege El Rachito, gab es Ende Februar Nachwuchs: bei den Flämischen Riesenkaninchen wurden Zwillinge geboren. Die beiden machen aktuell ihre ersten Ausflüge im Nest und sind in den nächsten Wochen dann auch in der Außenanlage anzutreffen, wo Besucher sie mit etwas Glück und Geduld sogar streicheln können.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Guanako-Melli © Zoo Leipzig
Guanako-Melli © Zoo Leipzig

Riesenkaninchen-Zwillinge © Zoo Leipzig
Riesenkaninchen-Zwillinge © Zoo Leipzig

Vom Aussterben bedroht - Schimpansen-Taufe zum Welt-Artenschutz-Tag
09 – 2022 / 03.03.2022
Am heutigen 3. März wird der Welt-Artenschutz-Tag gefeiert, der vor allem für Zoos und somit auch für uns immer mehr an Bedeutung gewinnt. Während wir als Zoo das Thema Artenschutz an 365 Tagen im Jahr intensiv begleiten und über 25 Projekte und Organisationen weltweit unterstützen, ist es in den Köpfen der Menschen nicht immer ganz präsent. Mit der Taufe unseres Schimpansenjungen, der am 22. Dezember 2021 geboren wurde, möchten wir das Thema Artenschutz heute in den Fokus rücken und fest verankern. Denn die westafrikanischen Schimpansen sind auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als „vom Aussterben bedroht“ gelistet. In Westafrika gibt es nach aktuellem Kenntnisstand nur noch ca. 35.000 Individuen. Badu, wie der kleine Schimpanse nun getauft wurde, steht exemplarisch für seine Artgenossen, die vor allem aufgrund von Lebensraumzerstörung durch Entwicklung von Wohngebieten, Straßensystemen oder Bergbau und aufgrund von Wilderei vom Aussterben bedroht sind. „Um diesen Gefahren zu entgegnen, unterstützen wir seit über 20 Jahren die Wild Chimpanzee Foundation aktuell mit einer jährlichen Spende von 40.000€. Diese Spende nutzt die Stiftung vor allem, um die Bevölkerung vor Ort im Umgang mit Schimpansen zu schulen. Was Wenige wissen: Artenschutz bezieht sich hierbei nicht nur auf die Erhaltungszucht einer Art, sondern bedeutet zudem Umweltbildung und Forschung“ erklärt unser Artenschutzbeauftragter Michael Meyerhoff das Engagement des Zoos für den westafrikanischen Schimpansen. Und so leistet auch unser Partner von Pongoland, das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie – einen großen Beitrag, denn das Haus dient als einmaliges Forschungszentrum für Wissenschaftler aus der ganzen Welt.
Badu und seine Crew
Badu, der sich aktuell prächtig entwickelt, weiter wächst und immer aufmerksamer wird, bedeutet übrigens „das zehnte Kind“, auch wenn es das Sechste von Mutter Corry (45) ist. Die Tierpfleger von Pongoland und die Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts hatten über zwei Wochen Zeit, ihre Stimme für den Favoriten abzugeben. Die Tatsache, dass der Kleine erst drei Monate nach seiner Geburt einen Namen erhält, hat einen Grund: Mutter Corry trägt das Jungtier immer eng an sich und wollte nicht so recht zeigen, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Nachdem Mitte Februar feststand, dass es ein Junge ist, wurden Namensvorschläge gesammelt, die zur Abstimmung freigegeben wurden. Badu hat am Ende das Rennen gemacht und wurde aus fünf Vorschlägen ausgewählt. Somit hat nun auch das 20. Crewmitglied der großen Schimpansengruppe einen Namen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Schimpansengruppe mit Taufbanner Badu © Zoo Leipzig
Schimpansengruppe mit Taufbanner Badu © Zoo Leipzig

Corry mit Schimpansensohn Badu © Zoo Leipzig
Corry mit Schimpansensohn Badu © Zoo Leipzig

Zoo Leipzig setzt 3G-Regel um - Zooerlebnis für alle
08 – 2022 / 23.02.2022
Per sofort setzt der Zoo Leipzig die aktuelle Änderung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung um und führt die 3G-Regel für den Zoobesuch wieder ein. Zoodirektor Prof. Jörg Junhold freut sich sehr: „Wir sind froh, unsere Zoopforten wieder für alle Besucher öffnen zu dürfen. Gerade in den Winterferien und mit der Eröffnung des Aquariums ist er ein tolles Ausflugsziel, das nun unter Berücksichtigung der 3-Regel für alle erlebbar ist. Sowohl der Zugang zu den Innen- als auch zu den Außenbereichen ist durch die Anwendung der 3G-Regel unter Berücksichtigung der greifenden Obergrenzen möglich“.
Alle wichtigen Punkte im Überblick:
- Für Besucher des Zoos gilt ab heute (23.2.2022) die 3G-Regel. Am Haupteingang werden die entsprechenden Nachweise – Impfnachweis, Ausnahmebescheinigung, Testnachweis (nicht älter als 24h) oder der Nachweis einer COVID-19-Genesung – kontrolliert.
- Der Zutritt zu den Restaurants erfolgt noch voraussichtlich bis 3. März auf Grundlage der 2G-Regel.
- Das Testzentrum am Zoo bleibt weiterhin geöffnet und bietet allen Besuchern zwischen 9 und 13 Uhr die Möglichkeit, sich vor dem Zoobesuch in unmittelbarer Nähe testen zu lassen.
- Zudem gilt nach wie vor im Zoo die Verpflichtung zum Tragen eines FFP2 Mund- und Nasenschutzes an Engstellen, in den Tierhäusern und immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
Highlights in den Winterferien
Ob ein Besuch im neu sanierten Aquarium, das durch ein Abtauchen in die faszinierende Unterwasserwelt ermöglicht, oder eine Runde Schlittschuh fahren auf der Eisbahn im Zoo – in den Winterferien hat der Zoo Leipzig einiges zu bieten. Außerdem gibt es niedlichen Nachwuchs zu bestaunen: in Südamerika freuen sich die Guanakos über den kleinen Roland, der am 02. Februar geboren wurde, in Afrika hat Stachelschweine-Mutter Clara zwei Jungs zur Welt gebracht und in Pongoland wächst der kleine Schimpansenjunge aus dem Dezember weiterhin und wartet noch auf seine Taufe.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Aquarium aussen © Zoo Leipzig
Aquarium aussen © Zoo Leipzig

Historisches Aquarium nach Modernisierung wiedereröffnet - Eintauchen in die Vielfalt der Unterwasserwelt
07 – 2022 / 11.02.2022
Das neue Schmuckstück des historischen Gründer-Gartens ist eröffnet und lädt ab sofort ein, in die außergewöhnliche Mannigfaltigkeit der Unterwasserwelt einzutauchen. Zoodirektor Prof. Junhold vollzog zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke die Eröffnung des traditionsreichen Aquariums, dessen Bestehen mit mehr als 112 Jahren Zoogeschichte verbunden ist. Oberbürgermeister Burkhard Jung hebt hervor: „Die Unterwasserwelt der Meere ist auch in unserer komplett kartographierten Welt in großen Teilen immer noch ein Geheimnis. Das neu sanierte Aquarium im Zoo gibt den Menschen immerhin eine Idee davon, welche Vielfalt des Lebens sich unter der Wasseroberfläche findet. Mein großer Dank gilt dem Förderverein, der sich bei der aufwändigen Sanierung finanziell sehr
stark eingebracht hat.“
Der Umbau und die Sanierung des Aquariums für 12,5 Millionen Euro wurde im Rahmen des Masterplans Zoo der Zukunft zwischen 2019 und 2021 umgesetzt. Der Freundes- und Förderverein sicherte dem Zoo von Beginn an seine finanzielle Unterstützung zu. Als Mehrkosten zu finanzieren waren, erweiterte er die finanzielle Unterstützung auf 2,5 Millionen Euro und übergab heute im Rahmen der Eröffnung Dr. Skadi Jennicke, in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzenden des Zoo Leipzig, die letzte Tranche in Höhe von einer Million Euro. „Wir haben in dieser herausfordernden Pandemiezeit seitens der Stadt aber auch durch den Freundes- und Förderverein viel Unterstützung für das Projekt erfahren. Das empfinden wir keineswegs als Selbstverständlichkeit und verpflichtet uns zu aufrichtigem Dank. Bedanken möchte ich mich auch bei allen Mitstreitern des Teams vom Gründer-Garten und der Bauabteilung, die die Modernisierung und die logistische Herausforderung, fast 3.000 Tiere vorübergehend umzuquartieren und wieder einzugewöhnen, mit persönlichem Engagement und großer Qualität gemeistert haben“, resümiert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Mit der Modernisierung geht auch die inhaltliche Neuausrichtung des Hauses einher, die den Fokus auf die tropischen und subtropischen Meer- und Süßwasserlebensräume und deren Bewohner sowie auf die gezielte Erhaltungszucht hochbedrohter Fischarten richtet.
Für die Besucher bedeutet der Umbau ein beispielloses Besuchserlebnis im Aquarium mit zahlreichen neuen Attraktionen: Bereits auf dem neugestalteten Aquariumsvorplatz werden sie von einer großen Koi-Teichlandschaft und einem 2,30 Meter hohen Koi-Dome auf den Themenkomplex eingestimmt, bevor es in den zweistöckigen Rundbau geht, in dem ein imposanter Treppenaufgang zum 360° Ringbecken führt, das unter anderem Schaufelnasen-Hammerhaie und verschiedene Arten Kuhnasenrochen beherbergt. Absolutes Highlight des Hauses ist die Überkopf-Scheibe des 120.0000 Liter großen Panoramabeckens, das einen überfluteten südamerikanischen Tropenwald abbildet und außergewöhnliche Einblicke in das Leben der Unterwasserbewohner bietet. Ein in Leipzig erstmals gezeigter Quallen-Kreisel, eine Besucher-Kuppel im Nemo-Becken sowie eine Forschungsstation, die Einblicke in das Ökosystem Tiefsee gibt, sind weitere Neuheiten des Hauses.
Das angrenzende Terrarium wird in den nächsten zwei Jahren ebenfalls grundlegend modernisiert. Insbesondere die Haustechnik muss mit Blick auf den Neubau des Aquariums erneuert werden, um zukünftig beide Häuser optimal versorgen zu können.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Familie vor der Überkopf-Panoramascheibe im sanierten Aquarium © Zoo Leipzig
Familie vor der Überkopf-Panoramascheibe im sanierten Aquarium © Zoo Leipzig

Innenaufnahme Mittelbau mit Überkopf-Scheibe des Panoramabeckens © Zoo Leipzig
Innenaufnahme Mittelbau mit Überkopf-Scheibe des Panoramabeckens © Zoo Leipzig

Auf Schlittschuhen durch den Zoo - Eisiges Winterferien-Programm
07 – 2022 / 09.02.2022
Auf Schlittschuhen durch den Zoo – das können Zoobesucher ab dem 12. Februar selbst ausprobieren. Im Konzertgarten gibt es eine wunderbare Eisfläche, auf der man täglich von 9 bis 17 Uhr nach Belieben kostenfrei Schlittschuh fahren* und Pirouetten drehen kann. Wer keine eigenen Schlittschuhe zur Verfügung hat, kann sich diese auch vor Ort für 4,00 € ausleihen. Außerdem wird donnerstags und an den Wochenenden ein tolles Rahmenprogramm geboten: Der Leipziger Eissport-Club zeigt bei Showläufen und Event-Trainings, wie vielseitig und spaßig die Sportarten Eiskunstlauf und Eishockey auf dem Eis sein können. Zusätzlich werden Schnupperkurse für jedermann angeboten. Eröffnet wird das Showprogramm am 12. Februar um 14.30 Uhr durch Andreas Felsch, den sportlichen Leiter der IceFighters Leipzig.
An das Aufwärmen bei den winterlichen Temperaturen wurde selbstverständlich auch gedacht: Am Marché-Grillpavillon direkt neben der Schlittschuhbahn gibt es Glühwein, Kinderpunsch und verschiedene Leckereien.
Alle, die sich doch lieber auf festem Untergrund fortbewegen möchten, laden unsere Zoolotsen in den Ferien zu Wintertouren durch den Zoo ein, bei denen man so einige wissenswerte Dinge erfahren kann. Die Touren finden jeweils samstags, dienstags und donnerstags von 10.30-11.30 Uhr statt und kosten 8,00 € pro Person. Eine Vorab-Buchung der Tourentickets ist online über den Zooshop möglich. Pro Termin können maximal 10 Personen teilnehmen.
Bei den winterlichen Temperaturen locken aber auch die Tierhäuser mit eindrücklichen Erlebnissen. Allen voran das neue Schmuckstück des Gründer-Gartens: das Aquarium. Hier können kleine und große Hobbyaquarianer in die faszinierende Unterwasserwelt eintauchen und Schaufelnasen-Hammerhaie, Oman-Kuhnasenrochen, Quallen oder Regenbogenfische in ihrem Element erleben. Gondwanaland lädt wiederum bei warmen 26° zu einer Bootsfahrt auf dem Urwaldfluss ein, und in Pongoland suchen die jüngsten Sprösslinge bei den Schimpansen die Aufmerksamkeit der Besucher. Der erste Nachwuchs in der Erlebniswelt Südamerika, der bereits auf der Außenanlage unterwegs ist, war am 02.02.2022 bei den Guanakos zu verzeichnen und lässt sich ebenfalls bestaunen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
* für die Teilnahme am Schlittschuhlaufen gilt die 2G+ Regel.

Guanakojungtier Roland nach der Geburt mit Muttertier © Zoo Leipzig
Guanakojungtier Roland nach der Geburt mit Muttertier © Zoo Leipzig

Keine Sau interessiert sich für bedrohte Schweine - Zootier des Jahres 2022: Das Pustelschwein
Berlin/Landau, 26. Januar 2022. „Aufgrund der sich immer weiter ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest und der zusätzlichen Gefährdungen ist es höchste Zeit zu handeln, bevor es für die asiatischen Pustelschweine zu spät ist“, sagt Tierarzt Dr. Sven Hammer, Vorstandsmitglied der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). „Daher haben wir uns als Artenschutzorganisation dazu entschieden, das Pustelschwein mit der „Zootier des Jahres“-Kampagne dieses Jahr besonders ins Rampenlicht zu stellen“.
Während der „Zootier des Jahres“-Kampagne 2022 werden Spenden gesammelt, um schnellstmöglich Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Pustelschweinarten zu unterstützen. So soll etwa auf der indonesischen Insel Java in einer Erhaltungszuchtstation eine Reservepopulation von Bawean-Pustelschweinen aufgebaut werden. Auch für die inzwischen seltenen Java-Pustelschweine und das von der Ausrottung bedrohte philippinische Visayas-Pustelschwein gibt es bereits Schutzkonzepte, deren zeitnahe Umsetzung durch die „Zootier des Jahres“-Artenschutzkampagne ermöglicht werden sollen.
Viele wild lebende südostasiatische Schweinearten sind durch den Verlust ihres Lebensraumes bedroht, welcher durch illegalen Holzeinschlag, kommerziellen Kahlschlag und der Ausbreitung von Menschen genutzter Flächen, verursacht wird. Ihre Restbestände sind daher in räumlich getrennte Populationen zersplittert. Die Hybridisierung, also die genetische Vermischung mit freilebenden oder verwilderten domestizierten Schweinen sowie eurasischen Wildschweinen, stellt ein weiteres Problem dar. Zudem werden die Schweine stark bejagt, zum einen, weil sie in einigen Regionen als bevorzugte Nahrungsquelle dienen und ihr Fleisch auf dem Markt oft einen höheren Preis als das der Hausschweine erzielt und zum anderen, weil sie vor allem durch Lebensraumverlust Ernteschäden verursachen.
Aktuell kommt noch eine weitere große Bedrohung für die Pustelschweine hinzu - die „Afrikanische Schweinepest“. Hierbei handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die in den meisten Fällen tödlich für die befallenen Schweine verläuft. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Während die Infektionskrankheit für die Fleischindustrie zu immensen Verlusten führt, kann die Seuche insbesondere für Pustelschweinarten, die nur in sehr begrenzten Gebieten, etwa auf kleineren Inseln leben, zur kompletten Ausrottung des Bestandes führen.
Neben der Umsetzung von direkten Schutzmaßnahmen in den Ursprungsgebieten der Pustelschweine, möchte die „Zootier des Jahres“-Kampagne 2022 allerdings auch auf die prekäre Lage von Schweinen in europäischen Zoos aufmerksam machen. Schon jetzt ist die Situation in zoologischen Gärten durch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest angespannt. In einigen Zoos wurde bereits eine langfristige Stallpflicht für Schweine angeordnet. Manche Zoos sehen sich damit konfrontiert, auf die Nachzucht sogar seltenster Schweinearten zu verzichten, weil vor dem Hintergrund tierseuchenrechtlicher Auflagen, die zunächst nicht zwischen Nutztieren und bedrohten Schweinearten unterscheiden, eine langfristige Haltung in zoologischen Gärten gegebenenfalls nicht mehr gewährleistet werden kann. „Wir müssen mit den Behörden, Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern unbedingt zeitnah zusammen nach praktikablen Lösungen suchen, damit die für die Arterhaltung so wertvollen und unwiederbringlichen Zuchtbestände keinen radikalen Maßnahmen zum Opfer fallen“, sagt Tierärztin Dr. Viktoria Michel, Projektkoordinatorin der „Zootier des Jahres“-Kampagne.
Auch der Verband der Zoologischen Gärten als einer der Kampagnen-Partner warnt vor einer bedrohlichen Situation. „Wir dürfen nicht an den Punkt kommen, wo jahrelanges Einstallen oder Töten der Bestände hoch bedrohter Schweinearten die einzigen beiden Optionen sind – aus Tierschutz- und Artenschutzgründen ist beides bedenklich“, sagt Jörg Junhold, Präsident des Verbandes und Zoodirektor in Leipzig. „Wir fordern die Politik deswegen auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir diese Szenarien effektiv verhindern können.“
Auch Dr. Johanna Rode-Margono, Vorsitzende der Schweineexpertengruppe der Weltnaturschutzunion IUCN betont: „Durch immer kleiner werdende, akut bedrohte Populationen in der freien Wildbahn wird die Arterhaltung von Wildtieren in Menschenobhut immer wichtiger. Angesichts sehr ansteckender Krankheiten wie der afrikanischen Schweinepest müssen wir rechtzeitig tragfähige, gesunde Populationen an Pustelschweinen aufbauen, die im Falle einer Ausrottung in den natürlichen Lebensräumen als Arche oder zur Aufstockung dienen können.“
Aus der Sicht mancher Menschen sind Pustelschweine nicht unbedingt Schönheiten. Ihren Namen verdanken sie drei Paar warzen- oder pustelartigen Schwellungen im Gesicht, die bei älteren Ebern zum sehr prägnanten Aussehen beitragen. In Gebieten, in denen wilde Schweinearten natürlicherweise vorkommen, sind diese großen, allesfressenden Landschaftsingenieure ökologische Schlüsselarten. Durch ihr Fress- und Wühlverhalten, aber auch als Beutetiere für andere bedrohte Arten und Ernährungsgrundlage indigener Völker, haben Schweine wesentliche Funktionen in großen und kleinen Ökosystemen.
Die „Zootier des Jahres“-Artenschutzkampagne wurde 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen, sich für gefährdete Tierarten einzusetzen, deren Bedrohung bisher nicht oder kaum im Blick der Öffentlichkeit steht. So werden für den Titel „Zootier des Jahres“ Tierarten ausgewählt, die teils kurz vor der Ausrottung stehen, jedoch bisher keine oder eine nur sehr geringe Lobby haben und auch oft nicht im Fokus anderer Naturschutzorganisationen stehen.
Vier im Artenschutz sehr aktive Partner bündeln daher ihre Kräfte. Zusammen mit der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V., arbeiten die Einrichtungen und Mitglieder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft e.V., des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. und der Gemeinschaft der Zooförderer e.V. im Rahmen der Kampagnen eng zusammen.

Pustelschweineber © Zoo Leipzig
Pustelschweineber © Zoo Leipzig

Zoo Leipzig ist bester Zoo in Deutschland - Anthony Sheridan kürt Europas Zoos
04 – 2022 / 24.01.2022
Vor kurzem veröffentlichte der Zooexperte Anthony Sheridan mit seinem Co-Autoren Alex Rübel sein neues Buch „Die Zoowelt in Europa 2020“ und damit auch die neue Rangliste der europäischen Zoos. Er zeichnete den Zoo Leipzig in der Kategorie A (mehr als eine Millionen Besucher) als zweitbesten Zoo Europas aus – und somit als besten Zoo Deutschlands. In der Liste, die der Engländer seit 2011 veröffentlicht, belegt Leipzig konstant Platz 2. Zoodirektor Prof. Jörg Junhold zeigt sich stolz: „Seit mehr als 10 Jahren befindet sich der Zoo Leipzig in den TOP3 der besten Zoos europaweit, was uns unglaublich freut. Das Engagement aller Mitarbeitenden, sowie der politische und finanzielle Rückhalt durch die Stadt Leipzig und unsere Förderer machen es möglich, dass wir den Masterplan Zoo der Zukunft kontinuierlich weiterführen können.
Zoologischer Garten von Weltrang in drei Bereichen
Laut Sheridan sind die ersten drei Platzierten „die europäischen Benchmark-Zoos“, die sich seit der ersten Veröffentlichung konstant auf diesen Rängen halten. Im Vergleich zu den Vorjahren hat Leipzig auf den Erstplatzierten, Tiergarten Schönbrunn, aufgeholt und ist in der 40 Faktoren umfassenden Rangliste nur noch 2 Punkte entfernt. Der Masterplan Zoo der Zukunft und die damit verbundenen Eröffnungen des ersten Südamerika-Bereichs Pantanal, des Koala-Hauses und der Himalaya Anlage sowie die bereits 2011 eröffnete Tropenerlebniswelt Gondwanaland waren maßgebend bei der Bewertung der drei Bereiche „Besucherfaktoren“ (111/131 Punkte), „Bildung und Naturschutz“ (38/44 Punkte), sowie „Wirtschaftliche und organisatorische Faktoren“ (93/95 Punkte). Bei der Anlagenqualität für die hier gehaltenen ikonischen Arten erhielt der Zoo Leipzig die höchste durchschnittliche Bewertungspunktzahl (5,31/6,0) und erreichte somit Platz 1 vor Wien und Zürich.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Ausgezeichnet Himalaya-Anlage © Zoo Leipzig
Ausgezeichnet Himalaya-Anlage © Zoo Leipzig

Ausgezeichnet Koala-Haus mit Oobi-Ooobi © Zoo Leipzig
Ausgezeichnet Koala-Haus mit Oobi-Ooobi © Zoo Leipzig

Zoo bietet ab 15.01.2022 wieder Kompletterlebnis - Tierhäuser dürfen öffnen
03 – 2022 / 13.01.2022
Der Zoo Leipzig bleibt weiterhin geöffnet und darf zusätzlich seine Tierhäuser wieder öffnen. Der Zutritt zu den Außen- und Innenanlagen des Zoos ist unter der Berücksichtigung der 2G-Regel möglich. Die 3G-Regel für den alleinigen Besuch der Außenbereiche ist somit außer Kraft gesetzt. Mit Inkrafttreten der neuen Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung setzt der Zoo Leipzig die erlassenen Regelungen ab Samstag, den 15. Januar 2022 um. „Wir freuen uns, mit der Öffnung der Tierhäuser unseren Besuchern das Gesamterlebnis Zoo Leipzig wieder ermöglichen zu können. Da es nicht möglich ist, die angepassten Zutrittsberechtigungen vor den Tierhäusern zusätzlich jeweils einzeln zu kontrollieren, haben wir uns in enger Abstimmung mit der Stadt Leipzig dazu entschlossen, die 2G-Regel auf den gesamten Zoo anzuwenden“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Umsetzung der Maßnahmen, die bis einschließlich 06. Februar 2022 gelten. Die Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig Skadi Jennicke unterstützt das Vorgehen des Zoos: „Dass der Zoo das Ansinnen der Regierung unterstützt und gemeinsam mit den Museen in Leipzig die 2G-Regel umsetzt, ist organisatorisch leider notwendig, aber auch ein starkes Zeichen. Ich freue mich, dass die Kulturlandschaft in Leipzig Stück für Stück wieder lebendig wird.“
Alle Maßnahmen im Überblick:
Für Besucher des Zoos gilt ab 15. Januar 2022 die 2G-Regel. Am Haupteingang werden die entsprechenden Nachweise kontrolliert.
Tierhäuser sind für Besucher bei Einhaltung der vorgeschriebenen Obergrenze mit einem Ampelsystem uneingeschränkt zugängig. Die einzige Ausnahme ist das noch nicht wiedereröffnete Aquarium, das bis auf weiteres für Besucher geschlossen bleibt.
Für den Zugang zu gastronomischen Einrichtungen bedarf es eines 2G-Plus-Nachweises
Mit der Öffnung der Tierhäuser entfällt der Winterspecial-Preis. Ab 15. Januar 2022 gelten die regulären Winterpreise.
Zudem gilt nach wie vor im Zoo die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes an Engstellen bzw. immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
Neu saniertes Aquarium noch geschlossen
Die Modernisierung des Aquariums konnte zum Jahresende 2021 zwar abgeschlossen werden. Die Eröffnung dieses altehrwürdigen Schmuckstückes im Gründer-Garten richtet sich nach der Entwicklung des Pandemiegeschehen und ist so kurzfristig leider nicht möglich. Sobald eine dem Aquarium entsprechende Eröffnung eingeplant werden kann, werden wir den Termin kommunizieren.
Nachwuchs freut sich auf Besucher
Mit der Öffnung der Tierhäuser gibt es für Besucher auch die Möglichkeit, den Nachwuchs zu begutachten, der in der Zeit der Schließung geboren wurde. In Gondwanaland, das bei den kalten Temperaturen zum Verweilen einlädt, können Jungtiere bei den Kirk-Dikdik und den Masken-Kiebitzen beobachtet werden. In Pongoland wartet der noch namenlose Nachwuchs von Schimpansendame Corry auf die ersten Besucher und wird sicher große Augen machen ob der vielen Menschen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
Ein Jahr voller Herausforderungen - Zoo Leipzig zieht Bilanz und blickt zuversichtlich ins Jahr 2022
02 - 2022 / 12.01.2022
Ein herausforderndes Jahr liegt hinter dem Zoo Leipzig: Noch nie in der Geschichte war er über mehrere Monate geschlossen und wurde der Zooalltag weitestgehend von einer Pandemie dominiert. „Auch wenn wir uns das gesamte Jahr im Krisenmodus befanden und fortlaufend unsere Prozesse anpassen mussten, können wir dankbar und zufrieden auf das Jahr zurückblicken. Es ist uns gelungen, unseren Besuchern trotz zahlreicher Restriktionen ein positives Besuchserlebnis zu ermöglichen, was sich insbesondere im hohen Besucheraufkommen in den Sommermonaten widerspiegelte. Außerdem konnten wir unsere umfangreichen Bauprojekte, wie Feuerland und die Modernisierung des Aquariums, konsequent vorantreiben“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold das Jahr 2021 zusammen. Schlussendlich besuchten rund 1,26 Millionen Gäste den Zoo, 250.000 weniger Besucher als geplant. „Für uns ist das Ergebnis im Kontext des Pandemiegeschehens erfreulich, zeigt es uns doch, dass Zoos nach wie vor zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen gehören“, bewertet Junhold. Im vorangegangenen Corona-Jahr (2020) waren es 1,35 Millionen Besucher, die trotz Einschränkungen den Zoo besuchten. Weiterhin ungebrochen ist die hohe Spendenbereitschaft während der Pandemie. „Wir haben auch im zweiten Pandemie-Jahr einen unglaublichen Rückhalt durch die Öffentlichkeit, die Stadt Leipzig, zahlreiche Unterstützer, Spender und Freunde des Zoos erhalten, der uns durch dieses schwierige Jahr getragen und für die Zukunft gestärkt hat. Dafür sind wir dankbar“, betont Junhold. Mit Zuversicht blicken Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und seine Mannschaft auf das Jahr 2022.
Ein Blick ins Jahr 2022
Gleich vier Jubiläen gilt es in diesem Jahr zu feiern: 20 Jahre Lippenbären-Schlucht, 5 Jahre Hochgebirgslandschaft Himalaya, 25 Jahre K!DZ – Riesenkinderfest zugunsten der Uni-Kinderklinik Leipzig sowie die 1000. Sendung von „Elefant, Tiger & Co.“. Parallel wird an der Wasserwelt Feuerland und der Sanierung des Terrariums weitergearbeitet. Die Modernisierung des Aquariums konnte zum Jahresende abgeschlossen werden. Die Eröffnung dieses altehrwürdigen Schmuckstückes im Gründer-Garten richtet sich nach der Entwicklung des Pandemiegeschehen und der daraus resultierenden Verfahrensweise im Umgang mit der Öffnung der Tierhäuser. „Wir hoffen inständig, dass wir unseren Besuchern demnächst wieder das komplette Zooerlebnis ermöglich können. Unsere Gäste können sich aber schon heute auf ein spannendes Zoojahr freuen. Unsere sehr erfolgreiche Dinosaurier-Ausstellung mit 20 lebensgroßen Exponaten geht ins zweite Jahr und wird Dinofreunde weiterhin begeistern. Ebenso erwarten wir in unseren sechs Erlebniswelten wieder zahlreichen Nachwuchs. Vor allem im Bereich Asien können wir heute schon zwei Trächtigkeiten bei unseren Elefantenkühen Thuza und Pantha verkünden, die frühestens zum Jahreswechsel 2022/2023 ihre Kälber zur Welt bringen werden. Hier hoffen wir, dass, wie auch bei den Menschenaffen, Darwin Nandus, Antilopen und den Katzen, die Nachkommen gesund geboren werden und auch aufkommen“, so Junhold. Weiterhin einen hohen Stellenwert wird der Zoo der Artenschutzarbeit einräumen, die trotz Pandemie in allen Projekten auf der Welt weitergeführt wird.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor
Kleiner Nachwuchs bei den Schimpansen - 100. Bewohner in Pongoland
01 – 2022 / 03.01.2022
Schöne Neuigkeiten zum Jahresstart: bei den Westafrikanischen Schimpansen gibt es Nachwuchs. Das Schimpansenweibchen Corry (45 Jahre) hat am 22. Dezember ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Als erfahrene Mutter kümmert sie sich fürsorglich um ihren Schützling, der ihr 6. Jungtier ist. Vor allem Tante Tai (19 Jahre) ist sehr interessiert am Nachwuchs und war auch bei der Geburt dabei, die innerhalb der Gruppe auf der Innenanlage stattfand. Bereichsleiter Daniel Geissler freut sich sehr über den Nachwuchs bei dieser vom Aussterben bedrohten Schimpansen-Unterart: „Das kleine Schimpansenjungtier trinkt regelmäßig bei seiner Mutter und entwickelt sich aktuell gut. Mit seiner Geburt sorgt es für ein kleines Highlight, denn es ist der 100. Bewohner, der seit der Eröffnung von Pongoland hier lebt“. Da das Geschlecht noch nicht bekannt ist, wird die Taufe des kleinen Schimpansen noch etwas warten müssen. Und auch bis Corrys Schützling für Besucher zu sehen sein wird, vergeht noch einige Zeit, denn aufgrund der derzeit gültigen Coronaverordnung sind die Tierhäuser geschlossen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Schimpansennachwuchs mit Mutter © Zoo Leipzig
Schimpansennachwuchs mit Mutter © Zoo Leipzig

Schimpansennachwuchs trinkt © Zoo Leipzig
Schimpansennachwuchs trinkt © Zoo Leipzig

Zoo Leipzig weiterhin geöffnet - Leopardenjungtiere tummeln sich auf den Außenanlagen
48 – 2021 / 17.12.2021
Der Zoo Leipzig bleibt mit seinen Außenanlagen auch weiterhin für seine Besucher täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet (am 24.12. und 31.12. nur bis 15 Uhr) und bietet vor allem rund um die Weihnachtsfeiertage Abwechslung für Groß und Klein. Die jungen Wilden sorgen beispielsweise im Leoparden-Tal und in der Hochgebirgslandschaft Himalaya für turbulente Stimmung und erklimmen jeden Ast oder Felsen. Und auch die Bewohner der Löwensavanne, die vier Löwenjungen Jasira, Kossi, Youma und Kiyan, trotzen den kalten Temperaturen und spielen draußen Katz und Maus. Große Leuchtfiguren in Gestalt eines Kolibris oder Löwen zaubern passend zur Weihnachtszeit die ideale Stimmung für einen Zoospaziergang durch die sechs Themenwelten und können auch als leuchtendes Weihnachtsmotiv genutzt werden.
Für das leibliche und wärmende Wohl sorgen nach wie vor die Zoorestaurants und Außenimbisse. Für den Zoobesuch gilt nach der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung weiterhin die 3G-Regel, nur für den Zutritt zur Innengastronomie findet die 2G-Regel Anwendung, die direkt vor Ort kontrolliert wird. Alle weiteren allgemeinen Hygienemaßnahmen, wie das Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes an Engstellen bzw. immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, bleiben bestehen. Zudem bleibt der reduzierte Eintrittspreis (für Kinder 10 Euro, Erwachsene 14 Euro und Familien 30 Euro – inklusive Artenschutz-Euro) erhalten.
Ein Leckerbissen für das Lieblingstier: Auch in diesem Jahr können Zoofreunde wieder symbolisch zu Weihnachten ihrem Lieblingstier eine Futterration spendieren und damit gleichzeitig den Zoo unterstützen. Wie wäre es mit einer Hand voll Regenwürmer für die Rochen, einer Box Heuschrecken für die Erdmännchen, einem Strauß Eukalyptus für die Koalas oder einem Quaderballen Heu für die Dickhäuter? Die symbolischen Weihnachts-Leckerbissen können auf der Zoo-Website unter Spendenaktion: Weihnachts-Leckerbissen | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) gebucht werden. Die Spender erhalten eine entsprechende Urkunde über den erworbenen Leckerbissen im PDF-Format. Die Urkunde für die Weihnachts-Leckerbissen eignet sich übrigens auch als besonderes Geschenk für andere Tierfreunde.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Amurleopardin Mia mit Jungtier Manju im Leopardental © Zoo Leipzig
Amurleopardin Mia mit Jungtier Manju im Leopardental © Zoo Leipzig

Löwenrudel mit Jungtieren auf der Savanne © Zoo Leipzig
Löwenrudel mit Jungtieren auf der Savanne © Zoo Leipzig

Nach großem K!DZ Erfolg - Spendenübergabe an Uni-Kinderklinik
47 – 2021 / 09.12.2021
Mit dem K!DZ Riesenkinderfest hält der Zoo Leipzig an einer schönen Tradition fest und sammelte als Benefizveranstaltung allein in den vergangenen 15 Jahren fast 300.000 € zugunsten der Uni-Kinderklinik Leipzig ein. In diesem Jahr fand das Festival zum 24. Mal statt und hätte beinahe einen Rekord gebrochen – über 35.000€ kamen in diesem Jahr zusammen. Prof. Dr. Jörg Junhold war am heutigen Mittwoch, 8.12.2021 zu Besuch in der Uni-Kinderklinik, um die große Spende persönlich an Prof. Dr. med. Wieland Kiess zu überreichen: „Wir freuen uns riesig, der Uni-Kinderklinik heute diese große Spende überreichen zu können. Unser Dank geht hierbei an die zahlreichen Unterstützer und Firmen von K!DZ, die das ermöglicht haben.“
Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig bedankte sich herzlich: „Das Riesenkinderfest ist aus allen Blickwinkeln gesehen seit 20 Jahren ein großer Erfolg. Dank der vielen Spendengelder konnten wir die Anschaffung von wichtigem Equipment (z.B. Musiktherapie, mobiles EKG) ermöglichen. K!DZ ist mittlerweile in Leipzig nicht mehr wegzudenken und tut der Region auch wegen der Einbindung vieler regionaler Unternehmen und Partner aus Kultur und Sport sehr gut. Allen Partnern und vor allem dem Zoo als Veranstalter ein großes Dankeschön für ihr Engagement.“
Neben dem Scheck überreichte der Zoodirektor auch drei Nistkästen, drei Vogelfutterstellen und drei Insektenhotels, die beim K!DZ Riesenkinderfest von vielen Kindern gebastelt wurden und nun im Garten der Uniklinik Vögeln und Insekten ein neues Zuhause geben sollen. Bereits jetzt laufen die Vorbereitung für das nächste Jahr auf Hochtouren – denn K!DZ feiert dann sein 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr wird ein noch größeres und bunteres Rahmenprogramm bereithalten.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Spendenübergabe © Zoo Leipzig
Spendenübergabe © Zoo Leipzig

Spendenübergabe_Nistkästen © Zoo Leipzig
Spendenübergabe_Nistkästen © Zoo Leipzig

Zoo Leipzig weiterhin geöffnet - Neue Regelungen für den Zoobesuch
45 – 2021 / 21.11.2021
Der Zoo Leipzig darf auch weiterhin Besucher begrüßen und setzt mit Inkrafttreten der neuen Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung ab dem 22.11.2021 die erlassenen Regelungen um. „Wir sind froh, dass die sächsische Staatsregierung den Zoologischen Gärten und Tiergärten ermöglicht, wenigstens die Außenbereiche für den Besucherverkehr offen zu halten und somit den Familien mit Kindern eine Möglichkeit der Freizeitbeschäftigung gegeben bleibt. Aufgrund der angeordneten Schließung der Tierhäuser werden wir den Eintrittspreis für den Zoobesuch entsprechend reduzieren. Zudem erfolgt ab Montag für die Außenbereiche die Anwendung der 3G-Regel. Für unsere gastronomischen Einrichtungen hingegen gilt entsprechend der Verordnung die 2G-Regel“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Maßnahmen zusammen, die bis einschließlich 12.
Dezember gelten.
Alle Maßnahmen im Überblick:
• Für Besucher des Zoos gilt ab morgen die 3G-Regel. Am Haupteingang werden die entsprechenden Nachweise - Impfnachweis, Ausnahmebescheinigung, tagesaktueller Testnachweis oder der Nachweis einer COVID-19-Genesung – kontrolliert.
• Der Zutritt zu den Restaurants erfolgt auf Grundlage der 2G-Regel. Auch hier findet vor Ort durch das Personal satt.
• Darüber hinaus werden die Eintrittspreise im Geltungszeitraum angepasst: Kinder zahlen 10 Euro, Erwachsene 14 Euro und Familien 30 Euro – inklusive Artenschutz-Euro.
Das Testzentrum am Zoo bleibt weiterhin geöffnet und bietet allen Besuchern zwischen 9 und 13 Uhr die Möglichkeit, sich vor dem Zoobesuch in unmittelbarer Nähe testen zu lassen.
Zudem gilt nach wie vor im Zoo die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes an Engstellen bzw. immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
Traurige Nachrichten aus Gondwanaland - Tapirjungtier verstorben
44 – 2021 / 12.11.2021
Das erst am vergangenen Freitag geborene Schabrackentapir-Jungtier ist in der Nacht zum Samstag (13.11.2021) verstorben. Die ersten Tage einer Jungtieraufzucht sind immer die kritischsten. Auch wenn sich Laila fürsorglich um das Jungtier kümmerte und es regelmäßig getrunken hat, verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand schon im Laufe des Freitags. Die unmittelbar eingeleitete, veterinärmedizinische Behandlung zur Stabilisierung brachte leider keinen Erfolg. Nachdem die letzten drei Nachzuchten von Laila nicht aufgekommen sind, wurde Laila während der Trächtigkeit behandelt, um eine Übertragung des Erregers auf das ungeborene Jungtier zu erschweren. „Die Enttäuschung über den Verlust ist groß und wir sind traurig, dass der Tapirjunge es trotz großem Einsatz nicht geschafft hat“, zeigt sich Seniorkurator Ariel Jacken betroffen. Der kleine Tapirbulle ist vermutlich an dem gleichen Erreger verstorben, den auch die vorherigen Nachzuchten von Laila hatten – ein Zusammenhang mit dem Vogelsterben in Gondwanaland besteht nicht. Eine definitive Bestätigung der Todesursache steht noch aus und wird in den kommenden Wochen erwartet. Laila hat heute die Möglichkeit, zwischen dem Stall und der Außenanlage zu pendeln.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Tapirjungtier © Zoo Leipzig
CTapirjungtier © Zoo Leipzig

Doppelte Premiere – Schneeleoparden-Taufe & erster Freigang
43 – 2021 / 12.11.2021
Am Freitag, den 12.11.2021 hatten die beiden am 25. August geborenen Schneeleoparden-Mädchen ihre Premiere und zeigten sich das erste Mal den Zoobesuchern auf der Himalaya-Anlage. Seit der Eröffnung dieser Anlage in 2014 ist es der erste Nachwuchs, der die Gebirgslandschaft entdeckt. Intuitiv und mutig erkundeten die zwei kleinen Katzen bei ihrem ersten Ausflug die Außenanlage in der Erlebniswelt Asien. Mutter Chandra (6 Jahre) und Vater Askar (5 Jahre) haben die beiden bei den Ausflügen immer im Auge und sind sehr wachsam bei den ersten Schritten ihres Nachwuchses auf den Felsen.
Damit die Tierpflegerinnen die beiden Jungtiere künftig auch namentlich auseinanderhalten können, wurde ein Namensaufruf gestartet. Die zwei passendsten Namen wurden aus mehr als 3.000 Vorschlägen ausgewählt und bei der Premiere kreativ verkündet. Künftig hören die beiden Schneeleoparden-Zwillinge auf die wohlklingenden Namen Suri und Mira. „Wir freuen uns über die zahlreichen Einreichungen. Es waren viele tolle Namen mit sehr schönen und passenden Bedeutungen dabei“, zeigt sich Prof. Junhold begeistert. Die Tierpflegerinnen entschieden sich für Mira, der in Indien u.a. „der Ozean“ bedeutet und sehr gut zu den blauen Augen der kleinen Schneeleopardin passt. Schwester Suri erhielt auch einen indischen Namen, der aus dem Sanskrit übersetzt u.a. „die Blume“ bedeutet. Die Jungtiere sind nun täglich für Besucher zu sehen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Chandra mit Mira und Suri © Zoo Leipzig
Chandra mit Mira und Suri © Zoo Leipzig

Mira Namenstaufe © Zoo Leipzig
Mira Namenstaufe © Zoo Leipzig

Entwarnung in Gondwanaland - Schlimmste Erreger wurden ausgeschlossen
42 – 2021 / 11.11.2021
Nach drei Tagen kurzfristiger Schließung von Gondwanaland steht fest, dass die Todesursache der insgesamt 14 in sehr kurzem Zeitraum verstorbenen Vögel (12 Straußwachteln und 2 Palawanpfaufasane) weder auf den Vogelgrippe-Erreger noch auf die Newcastle-Krankheit zurückzuführen ist. Eine Seuchengefahr durch diese Erreger besteht somit für Tier und Mensch nicht. Die vorsorglich getroffene Schließung der Tropenerlebniswelt ist daher aufgehoben und Gondwanaland in Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt der Stadt Leipzig ab Donnerstag, 11.11.2021 wieder für Besucher geöffnet.
Zoodirektor Jörg Junhold zeigt sich erleichtert über die bisherigen Ergebnisse: „Wir sind froh, die für unsere Tiere gefährlichsten Erreger ausgeschlossen zu haben. Jedoch wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, woran die Vögel gestorben sind. Ob eine Todesursache gefunden werden kann und wenn ja, wie lange es dauern wird, um diese zu klären, können wir derzeit nicht sagen und räumen den Experten die Zeit ein, die sie benötigen.“
Sobald es Neuigkeiten zur Todesursache gibt, werden wir die Öffentlichkeit und die Medien umgehend informieren und bitten um Verständnis, von Nachfragen abzusehen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
Gondwanaland ab heute geschlossen - Unklares Infektionsgeschehen
41 – 2021 / 08.11.2021
Die Tropenerlebniswelt Gondwanaland wird ab heute bis auf Weiteres für den Besucherverkehr geschlossen. Aufgrund des plötzlichen Todes von Vögeln in der Halle (Straußwachteln, Palawanpfaufasan) am gestrigen Tage - möglicherweise verursacht durch einen für Vögel hochansteckenden Erreger - wurde nach Rücksprache mit dem zuständigen Veterinäramt der Stadt Leipzig die Schließung der Halle als Vorsichtsmaßnahme beschlossen, um im Falle der Bestätigung eine potenzielle Verbreitung des Erregers zu vermeiden. „Es handelt sich zunächst um einen Verdachtsfall, der zeitnah in den zuständigen Untersuchungsanstalten abgeklärt wird. Solange uns allerdings keine eindeutigen Ergebnisse vorliegen, müssen wir alle erforderlichen Maßnahmen zur Sicherheit des Tierbestandes ergreifen“, erklärt Zoodirektor Jörg Junhold.
Wir werden die Öffentlichkeit und Medien umgehend informieren, sobald über das aktuell unklare Infektionsgeschehen Gewissheit herrscht und die Halle für den Publikumsverkehr wieder geöffnet werden kann. Bis dahin bitten wir von Nachfragen abzusehen und danken für Ihr Verständnis.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
Zoo Leipzig setzt 2G-Regel um - Neue Corona-Schutz-Verordnung ab 08.11.2021
40 – 2021 / 07.11.2021
2G-Regel im Zoo Leipzig: Mit Inkrafttreten der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ab dem 8.11.2021 setzt der Zoo Leipzig die 2G-Regel um. Die Anwendung dieser Maßnahme wurde durch die in der Verordnung formulierten Bedingungen für den Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen bzw. dem Verweilen in Innenbereichen erforderlich. „Da es nicht möglich ist, die Zutrittsberechtigungen vor den Tierhäusern und der Gastronomie zusätzlich jeweils einzeln zu kontrollieren, und weil wir zudem das Ansinnen der Regierung unterstützen, haben wir uns dazu entschlossen, die 2G-Regel auf den gesamten Zoo anzuwenden“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Für Besucher des Zoos heißt das ab morgen konkret, dass am Haupteingang entweder der Impfnachweis, die Ausnahmebescheinigung oder der Nachweis einer COVID-19-Genesung vorgelegt werden muss, um Zutritt in den Zoo zu erhalten.
Nach wie vor gilt im Zoo die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutzes in den Tierhäusern und an Engstellen bzw. immer dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
Alle weiteren Regelungen zum Zoobesuch sowie auch die Ausnahmebestimmungen für Kinder ab 6 Jahren und Schüler finden Sie gebündelt auf offen | Zoo Leipzig (zooleipzig.de)
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
Nachwuchs im tropischen Regenwald von Leipzig - Schabrackentapir Laila brachte Jungtier zur Welt
39 – 2021 / 06.11.2021
Nachwuchs in Gondwanaland: Schabrackentapirweibchen Laila (12) hat am 5. November in der Nacht nach einem Jahr Tragzeit ein männliches Jungtier zur Welt gebracht. Die Tierpfleger entdeckten den Neuzugang in der Schabrackentapir-Familie (Tapirus indicus) am Freitagmorgen zum Dienstbeginn auf der Außenlage, wo auch die Geburt stattgefunden hat. „Laila ist eine sehr erfahrene Mutter, die bereits mehrere Jungtiere zur Welt gebracht hat und sich dementsprechend fürsorglich und routiniert kümmert. Das Jungtier macht gegenwärtig einen recht agilen Eindruck und konnte erfreulicherweise auch schon beim Trinken beobachtet werden. Allerdings müssen wir die Entwicklung der nächsten Tage abwarten, denn die ersten Tage in der Jungtieraufzucht sind immer die kritischsten. Nachdem die letzten beiden Nachzuchten von Laila nicht aufgekommen sind, hoffen wir natürlich inständig, dass wir diesmal mehr Glück haben und das Junge groß werden kann“, erläutert Seniorkurator Ariel Jacken. Vater des kleinen Bullen, dessen typische Fellzeichnung noch Streifen und Punkte aufweist, ist der langjährige Partner von Laila, Copasih (13). In den nächsten Tagen gilt zunächst, Mutter und Jungtier ausreichend Ruhe zur Erholung und Ausprägung der Mutter-Kind-Bindung zu geben. Da die Geburt jedoch auf der Außenanlage stattgefunden hat, erhält Laila die Möglichkeit, sich sowohl auf der Außenanlage als auch im Innengehege aufzuhalten. Für die Besucher besteht damit die Möglichkeit, beide gelegentlich zu sehen.
Die letzten erfolgreich aufgezogenen Schabrackentapir-Nachkommen waren Baru (2013), Kedua (2014) und Ketiga (2016), die auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms den Zoo Leipzig bereits verlassen haben.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Tapirweibchen Laila mit ihrem Jungtier © Zoo Leipzig
Tapirweibchen Laila mit ihrem Jungtier © Zoo Leipzig

Tapirnachwuchs mit Mutter Laila © Zoo Leipzig
Tapirnachwuchs mit Mutter Laila © Zoo Leipzig

Nach großem Erfolg: Verlängerung der Dino-Ausstellung
38 – 2021 / 02.11.2021
Sie sind eines der großen Highlights des Zoos in diesem Jahr: die 20 lebensgroßen Dinosaurier. Dino-Fans von nah und fern reisten an, um die Giganten zu bestaunen und hautnah zu erleben. Ursprünglich war die Ausstellung bis zum 31. Oktober 2021 geplant, nun geht sie in die Verlängerung (bis Oktober 2022). „Der Erfolg der Urzeit-Superhelden war enorm und die Nachfrage nach Triceratops, Brachiosaurus und meinem persönlichen Highlight, dem Argentinosaurus, war groß. Daher haben wir uns dazu entschlossen, die Dinosaurier noch ein weiteres Jahr bei uns im Zoo Leipzig zu behalten“, verkündet Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Die Ausstellung, die in ein pädagogisches Konzept eingebettet ist, schlägt eine Brücke zum Thema Artenschutz im Zoo Leipzig und zeigt dabei eindrucksvolle Gemeinsamkeiten zu den hier lebenden Tieren auf. Mit interaktiven Fossilienstandorten und Ausgrabungsstätten, aber auch unterschiedlichen Lern- und Bastelstationen bleibt die Dinosaurier-Ausstellung nicht nur ein eindrucksvolles Erlebnis, sondern bringt mit Sicherheit auch weiterhin Kinderaugen zum Leuchten.
Vorrübergehende Schließung von Gondwanaland
Der Themenbereich Gondwanaland wird von Montag, 15.11.2021 bis einschließlich Donnerstag, 25.11.2021 für Tagesbesucher geschlossen. Dies gilt einschließlich an dem Feiertag, 17.11.2021 und an dem Wochenende, 20./21.11.2021. Grund dafür sind Wartungsarbeiten am Dach und eine Erneuerung von Teilen des Besucherstegs. Am Freitag, den 26.11.2021 soll das Gondwanaland für die Tagesbesucher wieder geöffnet sein. Abendveranstaltungen werden weiterhin wie geplant durchgeführt.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Triceratops im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Triceratops im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig

Tropenerelbniswelt Gondwanland mit Bootstour - Überblicksaufnahme © Zoo Leipzig
Tropenerelbniswelt Gondwanland mit Bootstour - Überblicksaufnahme © Zoo Leipzig

Ehrenpatenschaft für Weißrüssel-Nasenbären – Deutsche Botschafterin aus Guatemala bekommt Namensvetterin
37 – 2021 / 01.11.2021
Erst vor kurzem durfte die Weißrüssel-Nasenbär-Gruppe aus Guatemala das erste Mal Teile der Außenanlage erkunden (siehe Pressemitteilung vom 19.10.2021), schon hat sie einen großen Fan. Die deutsche Botschafterin aus Guatemala, Ricarda Redeker, ist über einen Artikel auf den großen Zuzug der Rasselbande in den Zoo Leipzig aufmerksam geworden und war sofort begeistert. Gemeinsam mit ihrem guatemaltekischen Kollegen, S.E. Herr Jorge Alfredo Lemcke Arevalo, hat sie nun eine Ehrenpatenschaft für die ganze Gruppe übernommen. Neben der Funktion als Ehrenpatin hat sie zudem eine Namensvetterin bekommen. Denn von den 9 noch namenslosen Weibchen wurde eine auf den Namen Ricarda getauft. Für Botschafterin Redeker ist das eine große Freude: „Warum ist diese Ehrenpatenschaft etwas Besonderes für mich? Die kleine Ricarda und ihre Freunde sind ein gutes Beispiel der deutsch-guatemaltekischen Freundschaft – im nächsten Jahr feiern wir das 175-jährige Bestehen dieser.“
Nach einer exklusiven Führung hinter die Kulissen, wo sich die „kleine und die große Ricarda“ das erste Mal getroffen haben, ging es zur Überreichung der Ehrenpatenschafts-Urkunden auf den Besucherweg der Themenwelt Südamerika, um die Weißrüssel-Nasenbären beim Freigang auf der Reuse und im eigens für die pelzigen Raubtiere gebauten Shop beobachten zu können. Prof. Junhold nahm die Ehrengäste persönlich entgegen „Es ist schön zu sehen, dass der Zoo Leipzig über die europäischen Grenzen hinaus bis nach Südamerika bekannt ist und wir durch unsere internationalen Beziehungen zu Zoos weltweit einen solchen Austausch möglich machen konnten. Die Patenschaft der beiden Repräsentanzen ehrt uns daher sehr.“
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Überreichung Ehrenpatenschaften © Zoo Leipzig
Überreichung Ehrenpatenschaften © Zoo Leipzig

Weißrüssel-Nasenbär Ricarda © Zoo Leipzig
Weißrüssel-Nasenbär Ricarda © Zoo Leipzig

Manju und die Europa-Premiere – Seltenste Katzenart getauft
36 – 2021 / 27.10.2021
Während bei den Schneeleoparden-Katzen der Namensaufruf noch bis zum 31. Oktober läuft, steht beim Jungtier der entfernten Verwandten, dem am 3. September geborenen Amurleoparden, der Name bereits fest. Die Tierpfleger entschieden sich einstimmig für den Namen Manju, der „Die Süße“ bedeutet. Optisch passt der Name aufgrund des weichen Fells, der blauen Augen und der großen Pfoten sehr gut. Charakterlich hatte sich die kleine Katze bei der ersten Tierarztvisite eher von einer anderen Seite. Beim ersten Wiegen sprang sie selbstbewusst direkt wieder aus dem Eimer. Gewogen werden konnte sie trotzdem – sie bringt stolze 3100 Gramm auf die Waage – und das Geheimnis um das Geschlecht konnte auch gelüftet werden. „Der Zoo Leipzig verzeichnet mit Manju das erstgeborene Jungtier in Europa in diesem Jahr (laut Europäischem Erhaltungszuchtprogramm (EEP)). Daher freuen wir uns umso mehr, den ersten Nachwuchs in 2021 verkünden zu dürfen. Denn die seltenste Großkatzenart und das seltenste Säugetier der Welt ist vom Aussterben bedroht und so können wir einen wichtigen Teil zur Arterhaltung beitragen.“ erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Amurleoparden sind die seltenste Unterart der Leoparden weltweit – in der Wildnis gibt es nur noch zwischen 100 – 250 Exemplare.
Die kleine Manju verlässt immer wieder die Wurfbox und tollt mit bzw. auf Mutter Mia (8 Jahre) in der Mutterstube herum. Lange wird es nicht mehr dauern, bis sie gemeinsam auf der Außenanlage zu sehen sein werden.
Hinweis für die Pressevertreter: Gern stellen wir Ihnen eigenes Bild- und Videomaterial zur Verfügung. Eigenständige Aufnahmen sind leider nicht möglich.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Amurleopardin Manju © Zoo Leipzig
Amurleopardin Manju © Zoo Leipzig

Welt-Schneeleoparden-Tag 23.10. - Namen für Samtpfoten-Zwillinge gesucht
35 – 2021 / 22.10.2021
Schneeleoparden-Zwillinge sollen getauft werden
Vier große blaue Augen, acht samtige Tatzen und ganze 10 Kilogramm schwer – die beiden am 25. August geborenen Schneeleoparden-Katzen werden immer agiler und größer. Seit der Geburt haben die Zwillinge ordentlich zugelegt und essen mittlerweile auch erste Fleischhappen. Wenn die Tierpfleger dann vor der Mutterstube stehen, geben die Kleinen alles, um wie die Großen zu fauchen. Noch immer ist die Freude über den Zuchterfolg bei den asiatischen Hochgebirgskatzen groß, ist der Bestand in der Natur rückläufig. Auch Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ist vom Nachwuchs begeistert, macht jedoch gleichzeitig auf die bedrohliche Lage aufmerksam: „Den heutigen Welt-Schneeleoparden-Tag (23.10.) möchten wir nutzen, um auf die Gefährdung der Schneeleoparden aufmerksam zu machen und ein Bewusstsein zu schaffen, dass jeder zum Thema Artenschutz beitragen kann. Der wichtigste Schritt ist der Anfang, sich mit diesem Thema zu beschäftigen – und so rufen wir heute alle Zoofans auf, für unsere beiden Schneeleoparden-Weibchen wohlklingende Namen mit asiatischem Ursprung zu finden und einzureichen.“ Durch den Namensaufruf können Besucher noch enger in das Thema Schneeleopard & Artenschutz eingebunden werden und gemeinsam mehr Aufmerksamkeit für die „Geister der Berge“, wie sie in den Hochgebirgen Asiens auch genannt werden, generieren. Als Dankeschön erhalten die Gewinner jeweils eine Familien-Jahreskarte. Die Namensvorschläge können bis einschließlich 31. Oktober über die Website des Zoos unter: www.zoo-leipzig.de/namensausfruf eingereicht werden.
In der Natur vermutlich ausgestorben – seltener Edwardsfasan zieht in den Zoo Leipzig
Nicht nur in der Himalaya-Anlage, auch im Alten Vogelhaus spielt das Thema Artenschutz in diesen Tagen eine wichtige Rolle: ein Exemplar des sehr seltenen Edwardsfasan ist vor kurzem in den Zoo Leipzig gezogen. Das Weibchen kam aus dem Zoo Prag und wird sich das Gehege mit den ebenfalls hochbedrohten Blaukappenhährlingen teilen. Ein passendes Fasanen-Männchen wird in den kommenden Wochen aus dem Zoo Gelsenkirchen dazu stoßen. Das Pärchen wird dann aneinander gewöhnt und hoffentlich bald für Nachwuchs sorgen. Denn in ihrer Heimat in Vietnam ist diese Art möglicherweise seit den 2000er Jahren ausgerottet und der Erfolg des Zuchtprogramms ist die einzige Hoffnung, die seltenen Fasane vor dem vollständigen Aussterben zu retten und langfristig auch wiederanzusiedeln.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Schneeleoparden-Jungtier © Zoo Leipzig
Schneeleoparden-Jungtier © Zoo Leipzig

Edwardsfasan-Weibchen © Zoo Leipzig
Edwardsfasan-Weibchen © Zoo Leipzig

Pelzige Rasselbande tollt durch Südamerika & großer Zuchterfolg bei den Quolls
34 – 2021 / 19.10.2021
Weißrüssel-Nasenbären Zuzug aus Guatemala
Was lange währt, wird endlich gut! Nach langem Warten und einmonatiger Quarantäne sind elf Weißrüssel-Nasenbären nun in der Erlebniswelt Südamerika eingezogen, wo sie sich langsam eingewöhnen und auf der Außenanlage im Pantanal zusammen mit den Chaco-Pekaris leben werden. Einen weiten Weg haben die 10 Weibchen und der einzige "Hahn im Korb" hinter sich, denn sie kommen direkt aus Guatemala. "Wir freuen uns, dass es in diesem Jahr geklappt hat, eine größere Weißrüssel-Nasenbär-Gruppe zu uns in den Zoo Leipzig zu holen. Mit den pelzigen Raubtieren haben wir nun ein reges Treiben in der Themenwelt Südamerika – und unsere Besucher immer etwas zu sehen", so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Die zwischen 3 und 5 Jahre alten Tiere werden nach und nach an die für sie neue Anlage gewöhnt und sind phasenweise für Besucher zu sehen. Aufgrund der kalten Temperaturen kann die Rasselbande aber selbst entscheiden, ob sie sich drinnen oder draußen aufhält. Perspektivisch soll mit einigen Weißrüssel-Nasenbären eine nachhaltige Zucht auf die Beine gestellt werden.
Bereits zwei Nasenbären gibt es im Zoo Leipzig: Hella (1 Jahr) und Hugo (4 Jahre). Die beiden werden jedoch getrennt von ihren 11 neuen Artgenossen bleiben. Denn Nasenbär-Männchen dulden keine anderen Männchen als Gesellschaft.
Tierische Erfolgsgeschichte bei den australischen Quolls
Auch die Tüpfelbeutelmarder aus Australien können sich über Zuwachs freuen, allerdings nicht zugezogen, sondern gezüchtet. Passend zum 10-jährigen Jubiläum von Gondwanaland wurden im Sommer 30 Jungtiere von sechs Muttertieren geboren. Damit gehört der Zoo Leipzig mit Abstand zu einer der erfolgreichsten Zuchtstätten in Europa. Sogar das Zuchtbuch der Quolls wird im Zoo Leipzig geführt. Aufgrund ihrer kleinen Größe und der Aufzucht im Beutel ihrer Mutter sind sie lange nicht zu sehen gewesen. Mit etwas Glück, Geduld und Ruhe sind sie jetzt auch für Besucher sichtbar.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Weißrüssel-Nasenbär in Reuse © Zoo Leipzig
Weißrüssel-Nasenbär in Reuse © Zoo Leipzig

Quoll Jungtiere © Zoo Leipzig
Quoll Jungtiere © Zoo Leipzig

Erneuter Zuchterfolg bei den Rotschulter-Rüsselhündchen & kunterbunter Herbst im Zoo
33 – 2021 / 14.10.2021
Erst im Juni ist das Rotschulter-Rüsselhündchen Rina (7 Monate) in den Zoo Leipzig gezogen. Mit dem bereits hier lebenden Männchen Herbert (2 Jahre) hat die Chemie von Anfang an gestimmt und so können wir erneut einen Zuchterfolg verkünden. In der vergangenen Woche sind zwei Rotschulter-Rüsselhündchen Jungtiere geboren worden, die derzeit wohlauf sind und sich in einem laubbedeckten Erdnest aufhalten. Im letzten Jahr gab es mit einem Zwillingsnachwuchs den ersten Zuchterfolg in einem deutschen Zoo. Kurator Ruben Holland zeigt sich sehr erfreut: „Rotschulter-Rüsselhündchen sind eine in europäischen Zoos selten gehaltene Tierart. Es ist schön zu sehen, dass wir bereits den zweiten Zwillings-Nachwuchs im Neuen Vogelhaus haben und dieser, nach der Handaufzucht im letzten Jahr, in diesem Jahr von der Mutter großgezogen wird.“ In den nächsten Wochen werden sich die beiden Rüsselhündchen auch den Besuchern zeigen.
Ferienprogramm im Herbst – Letzte Chance, die Dino-Ausstellung zu erleben
Für alle Schülerinnen und Schüler findet in den Herbstferien (16.10. – 29.10.) eine tolle Aktion statt: gemeinsam mit den Zoolotsen werden täglich von 10 bis 16 Uhr kunterbunte Lampions und Laternen gebastelt. Der Zoobesuch im Herbst sollte nochmals genutzt werden, um sich unsere 20 Urzeit-Giganten anzuschauen, denn diese wohnen nur noch bis zum 31. Oktober im Zoo Leipzig.
Südamerikanisches Halloween-Spektakel
Am 30. und 31.Oktober wird der Día de los animales Muertos gefeiert, ein buntes Fest mit einer Explosion an Farben und lebensbejahender Freude. Wir möchten an diesen Tagen den ausgestorbenen Tierarten Respekt zollen und auf das Thema Artenschutz aufmerksam machen. Wer sich zum südamerikanischen Halloween besonders toll verkleidet, erhält am 31.10. sogar kostenfreien Eintritt (für Kinder bis 16 Jahre). Südamerikanische Tänze & Musik, leckeres Essen, spannende Aktionen und Kürbis-Dekoration im Zoo laden zum Staunen, Feiern und Verweilen ein. Vor allem in den Abendstunden erscheint die Dekoration in magischem Licht.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Rotschulter-Rüsselhündchen Rina © Zoo Leipzig
Rotschulter-Rüsselhündchen Rina © Zoo Leipzig

Halloween im Zoo © Zoo Leipzig
Halloween im Zoo © Zoo Leipzig

Abschied im Elefantenhaus - Elefantenkuh Saida nach Karlsruhe abgegeben
32 – 2021 / 12.10.2021
Abschied im Elefantentempel: Die 48 Jahre alte Elefantenkuh Saida hat heute Nachmittag den Zoo Leipzig in Richtung Zoo Karlsruhe per Spezialtransport verlassen. Im Zuge der begonnenen Neuausrichtung in der Elefantenhaltung mit dem Ziel, in Leipzig eine neue Elefantenherde mit intaktem Sozialgefüge aufzubauen, wurde bereits vor längerer Zeit beschlossen, Saida, die im Jahr 2006 aus dem Tierpark Hagenbeck Hamburg nach Leipzig kam, an einen anderen Zoo abzugeben. In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wurde für Saida der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe als neues Domizil auserkoren. Der Zoo Karlsruhe hat in seinem Masterplan eine Altersresidenz für Elefantenkühe fest verankert und diese vorletztes Jahr in Betrieb genommen. Es ist das erste Projekt dieser Art in Europa und bietet Zoos, die sich ausschließlich auf die Zucht der stark gefährdeten Asiatischen Elefanten konzentrieren, die Möglichkeit, ältere Tiere in eine ihren Bedürfnissen angepasste Anlage geben zu können. Saida wird nach ihrer Ankunft schrittweise an die neuen Gegebenheiten gewöhnt und auf die Elefantenkuh Jenny (38) treffen, die sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Tierpark Hamburg kennen. „Aus unserer Sicht ist es eine große Chance für die sehr dominante Saida, die sich leider nicht in die jeweiligen Herden integrieren ließ und seit dem Tod ihrer Freundin Thura auch allein gehalten werden musste. Daher haben wir uns im Interesse des Tieres und im Zuge des Neuaufbaus zur Abgabe entschlossen. Wir sind froh, dass Karlsruhe mit der Einrichtung einer Altersresidenz uns und auch anderen Zoos die Option gibt, diesen Tieren eine optimale Unterbringung zu ermöglichen“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die Hintergründe des Transfers und ergänzt, dass auch die Elefantenkuh Don Chung (38) Leipzig perspektivisch verlassen wird. Auch sie ist in der neuen Elefantenherde um Leitkuh Kewa und Bulle Voi Nam nicht wirklich angekommen. Weil das keine Dauerlösung sein kann, hat der Zoo Leipzig in Abstimmung mit dem EEP im Tierpark Cottbus eine neue Bleibe für Don Chung gefunden.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Elefantenkuh Saida auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig
Elefantenkuh Saida auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig

Verladung Elefantencontainer auf Spezialtransporter © Zoo Leipzig
Verladung Elefantencontainer auf Spezialtransporter © Zoo Leipzig

Erster Zuchterfolg bei den Grauhals-Kronenkranichen - Tierarztvisite für die Schneeleoparden-Zwillinge
31 – 2021 / 08.10.2021
Erster Zuchterfolg bei den Grauhals-Kronenkranichen: Am 1. Oktober sorgte das Kronenkranichpaar (geb. 2011, seit 2017 in Leipzig) für den ersten Nachwuchs in der 2004 eröffneten Kiwara-Savanne. Vor allem in den letzten Tagen vor dem Schlupf schauten die Pfleger regelmäßig beim Nest auf der Savanne vorbei und konnten sich schlussendlich am 31. Tag der Brut über das erste Kronenkranich-Küken freuen. Das Küken wird vom Elternpaar sehr vorbildlich und wachsam versorgt und macht nach den ersten Tagen einen guten und munteren Eindruck. „Für uns ist es nach der langen Zeit des Wartens ein wahrer Glücksumstand, dass das Paar endlich erfolgreich gezüchtet hat und das Jungtier auch versorgt. Die Grauhals-Kronenkraniche sind eine der attraktivsten Kranicharten, die mittlerweile leider zu den stark gefährdeten, afrikanischen Vogelarten zählt. Die Freude über diesen ersten Zuchterfolg ist bei uns allen besonders groß, und wir hoffen, dass sich das Küken weiterhin gut entwickelt und wir keinen Rückschlag in der Aufzucht erleiden“, resümiert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Für die Besucher ist das Dreiergespann gut am Rande der Kiwara-Savanne hin zur Nashornanlage zu sehen.
Erste Tierarztvisite für die Schneeleoparden-Zwillinge: Für die Tierpfleger der Himalaya-Anlage sowie für die sechs Wochen alten Schneeleoparden-Zwillinge war heute ein großer Tag: Erstmals wurden die Jungtiere von ihrer Mutter Chandra (7) getrennt und dem Tierarzt vorgestellt. Bisher haben die Pfleger die Leopardenfamilie ausschließlich aus der Distanz über die Kamera beobachtet, um vor allem in der ersten wichtigen Aufzuchtsphase keine Störungen zu verursachen. „Es war heute in der Tat ein spannender Moment für uns alle. Einerseits haben wir heute das Rätsel des Geschlechts der Zwillinge lösen können – es handelt sich um zwei Katzen - und andererseits konnten wir uns zusammen mit dem Tierarzt vergewissern, dass sich die Jungtiere gut entwickeln, gesund sind und bereits drei Kilogramm auf die Waage bringen“, freut sich Bereichsleiter Thomas Günther. Zusätzlich zu allen routinemäßigen Untersuchungen nahm der Tierarzt auch die wichtige Jungtierprophylaxe vor.
Die Zwillinge, die immer agiler werden und bereits erste Ausflüge außerhalb der Wurfbox unternehmen, werden allerdings noch einige Zeit hinter den Kulissen der Leopardenanlage bleiben. Noch sind sie altersbedingt nicht in der Lage, der Mutter auf die Außenanlage von Himalaya zu folgen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Erste Stippvisite bei den Schneeleparden-Zwillingen,Pflegerinnen Maria Raitzig und Ronja Siegmund © Zoo Leipzig
Erste Stippvisite bei den Schneeleoparden-Zwillingen, Pflegerinnen Maria Raitzig und Ronja Siegmund
© Zoo Leipzig

Kronenkranich-Küken mit Elterntier auf der Savanne © Zoo Leipzig
Kronenkranich-Küken mit Elterntier auf der Savanne © Zoo Leipzig

Zuchterfolg bei den Amurleoparden - Orang-Utan-Mädchen auf den Namen Lursa getauft
30 – 2021 / 17.09.2021
Zuchterfolg bei einer der seltensten Katzen weltweit: Das Amur-Leoparden-Paar Mia (8) und Kater Xembalo (16) sorgte am 3. September zum dritten Mal für Nachwuchs im Leoparden-Tal. Die Geburt verlief für Mia und ihr Jungtier komplikationslos. Bisher kümmert sich die erfahrene Katze sehr fürsorglich um ihren jüngsten Spross, der regelmäßig trinkt und einen stabilen Eindruck macht, wie die Aufnahmen der Videoüberwachung verraten. „Wir sind sehr froh über diesen Zuchterfolg, insbesondere mit Blick auf die Bestandssituation in der Wildbahn. Amurleoparden sind in ihrem asiatischen Lebensraum vom Aussterben bedroht.
Eine letzte Zählung aus dem Jahr 2018 im Leopardovy-Nationalpark in Russland, in dem die meisten Tiere leben, geht von ca. 100 Tieren aus. In dieser Hinsicht leisten wir als Zoo mit unserem Zuchterfolg einen Beitrag beim Aufbau einer Back-up Population für diese charismatische Tierart“, bewertet Zoodirektor Prof. Jörg Junhold das Ereignis. Die Gründe für den starken Populationsverlust bei den Amurleoparden (Panthera pardus orientalis) liegen unter anderem in der Wilderei und Lebensraumzerstörung.
Für die Besucher wird das Amurleoparden-Jungtier erst in ein paar Wochen, wenn auch die Jungtierprophylaxe durch den Zootierarzt erfolgt ist, zu sehen sein. Bis dahin werden sich die Mutter und ihr Nachwuchs in der Mutterstube aufhalten.
Orang-Utan-Nachwuchs getauft: Für das am 21. August geborene Orang-Utan-Mädchen haben sich die Pfleger und Mitarbeiter des Max-Plank-Instituts für evolutionäre Anthropologie für den wohlklingenden Namen Lursa entschieden. „Bisher können wir sehr zufrieden mit der Jungtierentwicklung sein. Lursa hält sich gut an Mutter Raja fest, beobachtet bereits neugierig die Umgebung und macht einen gesunden Eindruck. Raja ist sehr routiniert im Umgang mit ihrer Tochter und schirmt sie auch gut ab, wenn die anderen Gruppenmitglieder allzu neugierig sind“, so Prof. Jörg Junhold. Für die Besucher sind Raja und ihre Tochter täglich zusammen mit Vater Bimbo, Weibchen Dokana sowie Padana und ihre Tochter Sari auf der Innenanlage zu sehen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Orang-Utan-Mutter Raja mit Tochter Lursa im Arm © Zoo Leipzig
Orang-Utan-Mutter Raja mit Tochter Lursa im Arm © Zoo Leipzig

Amurlopardenjungtier mit Mutter Mia © Zoo Leipzig
Amurlopardenjungtier mit Mutter Mia © Zoo Leipzig

K!DZ Riesenkinderfest - Benefizveranstaltung zugunsten der Uni-Kinderklinik
29 – 2021 / 15.09.2021
Mit schönen Traditionen soll man nicht brechen. Und so findet am 18. September das K!DZ-Riesenkinderfest zugunsten der Uni-Kinderklinik bereits zum 24. Mal im Zoo Leipzig statt. Das Benefizfest wird erneut zu einem großen Tag für alle kleinen und großen Zoobesucher, mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm, durch welches Kult-Moderator Roman Knoblauch führt. Die große Reggaehase Boooo-Revue, die Zauberlehrstunde auf Hogwarts oder die vielen Stände der Unterstützer mit Torwandschießen und Glücksrad sind nur einige von vielen Highlights. Außerdem stehen die Maskottchen der Unterstützer, wie Bulli von RB Leipzig, für tolle Fotos mit den Fans bereit.
„Wir sind mehr als begeistert, dass sich auch in diesem nicht einfachen Jahr zahlreiche Unternehmen und Unterstützer gefunden haben, um die Uni-Kinderklinik mit dem Riesenkinderfest zu unterstützen. Bereits zum 24. Mal findet die „Kinder in den Zoo“ Veranstaltung bei uns statt und ist zu einer großen Herzensangelegenheit geworden.“, so Prof. Jörg Junhold.
Kinder helfen Kindern
In den vergangenen Jahren ist die Aktion „Kinder helfen Kindern“ zu einem besonderen Markenzeichen des K!DZ-Riesenkinderfestes geworden, denn alle Kinder konnten dabei selbst aktiv werden. Auch in diesem Jahr wird gewerkelt: so können Kinder gemeinsam mit der Kindertischlerei Ronny Gohlke Nisthilfen und Insektenhäuser für den Uni-Klinikpark fertigstellen. Die Aktion wird exklusiv durch das Unternehmen Heiterblick unterstützt.
Die Große Reggaehase Boooo - Revue
Bei der Liveshow mit Band geben Reggaehase Boooo und seine Freunde die besten Songs aus allen vier Abenteuern zum Besten. Ein Riesenspaß für alle kleinen und großen Fans des pfiffigen Offbeatnagers!
Ein großer Dank gilt schon jetzt allen Besuchern, Unterstützern und beteiligten Unternehmen, deren Spendengelder der Stiftung Kinderklinik Leipzig zu Gute kommen und somit betroffene Familien unterstützt werden.
Das komplette Programm sowie den Zeitplan gibt es unter: www.zoo-leipzig.de/aktuelles/kidz. Tickets bitte im Voraus online bestellen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

K!DZ Riesenkinderfest © Zoo Leipzig
K!DZ Riesenkinderfest © Zoo Leipzig

Zwillingsnachwuchs im Himalaya von Leipzig - Schneeleopardin Chandra sorgte für Zuchterfolg
28 – 2021 / 10.09.2021
In der Leipziger Hochgebirgslandschaft Himalaya gab es Zwillingsnachwuchs bei den in der Wildbahn gefährdeten Schneeleoparden (Panthera uncia): Das Schneeleoparden-Paar Chandra (6) und Askar (5) sorgte am 25. August für Nachwuchs. Die Geburt fand in der von den Pflegern eingerichteten Wurfbox während der Nacht statt und verlief komplikationslos. „Gegenwärtig können wir mit der Entwicklung der Jungtiere in den ersten beiden Wochen zufrieden sein. Katze Chandra kümmert sich sehr fürsorglich und lässt ihren Nachwuchs, der regelmäßig trinkt, nur zur Futteraufnahme allein. Nachdem sie ihre ersten Jungtiere leider nicht ausreichend versorgt hatte, ist es für sie der zweite Wurf, den sie bisher erfolgreich aufzieht. Wir hoffen sehr, dass die Aufzucht gelingt und die Jungtiere gesund groß werden. Um die sich vor allem in den ersten Wochen entwickelnde Mutter-Jungtier-Bindung nicht zu stören, fand bisher auch die Inaugenscheinnahme der Zwillinge durch die Pfleger nur über die Überwachungskamera statt“, erläutert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold den aktuellen Stand der Jungtieraufzucht. Kater Askar besucht zur Freude der Pfleger regelmäßig seinen Nachwuchs in der Mutterstube.
Der Bestand der asiatischen Hochgebirgskatzen werden in Zoos in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm koordiniert. Noch bis vor einem halben Jahrhundert wurden Schneeleoparden in Zoos nur selten gehalten. Dank des Erhaltungsprogramms ist diese auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet geführte Großkatze in zahlreichen Zoologischen Einrichtungen für Besucher zu sehen.
Da die Jungtiere erst mit circa 10 bis 12 Wochen der Mutter folgen, müssen sich die Besucher noch etwas gedulden, bis die Schneeleoparden-Jungtiere in der Himalaya-Anlage zu sehen sein werden.
Hinweis für die Pressevertreter: Gern stellen wir Ihnen eigenes Bild- und Videomaterial zur Verfügung. Eigenständige Aufnahmen sind leider nicht möglich.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Schneeleopardenweibchen Chandra mit ihren Zwillingen © Zoo Leipzig
Schneeleopardenweibchen Chandra mit ihren Zwillingen © Zoo Leipzig

Nachwuchs bei den tierischen Tüftlern - Sumatra-Orang-Utan Jungtier am Wochenende geboren
26 – 2021 / 25.08.2021
Am Samstag zur Mittagszeit war es soweit, die 17-jährige Orang-Utan Dame Raja hat nach einer Tragezeit von ca. neun Monaten ihr zweites Jungtier bekommen. Vater des noch namenlosen Orang-Utan Weibchens ist das Gruppenoberhaupt Bimbo (40 Jahre), welcher schon für einige Geburten im Zoo Leipzig gesorgt hat. „Dass es bei Raja, die hier im Zoo geboren wurde, nun zum zweiten Mal geklappt hat, freut uns daher natürlich besonders. Raja umsorgt ihr Jungtier, das bereits regelmäßig trinkt, bisher sehr fürsorglich.“ so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Von den anderen Gruppenmitgliedern, allen voran die 3-jährige Sari, wurde der jüngste Zuwachs bereits ausgiebig in Augenschein genommen.
Die Reproduktionszeit bei Sumatra-Orang-Utans ist mit sechs bis sieben Jahre die längste bei den Menschenaffen. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion werden die indonesischen Inselbewohner als „vom Aussterben bedroht“ geführt, was den Zuchterfolg umso bedeutender werden lässt. Der Zoo Leipzig kann sich regelmäßig über Nachwuchs freuen und so kamen seit der Öffnung von Pongoland 10 Jungtiere zu Welt, die mittlerweile beispielsweise in Zoos in Basel, Sedgwick und Hamburg zu finden sind.
Prof. Dr. Jörg Junhold

Orang-Utan Jungtier © Zoo Leipzig
Orang-Utan Jungtier © Zoo Leipzig


Zoodirektor

Sommerferien-Halbzeit: Kostenloser Eintritt am Schulanfänger-Wochenende & Nachwuchs bei den Erdmännchen und Grevy-Zebras
25 – 2021 / 11.08.2021
Knapp drei Sommerferien-Wochen sind vorbei, noch drei Wochen stehen bevor. Und in dieser Zeit gibt es einiges im Zoo zu entdecken. Passend zum Welt-Elefanten-Tag (12.08.) finden die Entdeckertage Elefanten und zum Ende der Sommerferien dann die Entdeckertage Affen und das Schulanfänger-Wochenende statt. Außerdem kann man in der Erlebniswelt Afrika einen ganzen Jungtier-Kindergarten beobachten. Sechs unterschiedliche Tierarten haben in den letzten Monaten Nachwuchs bekommen, die es in der Savanne und den umliegenden Anlagen zu bestaunen gilt.
Entdeckertage Elefanten am 12.08. und 13.08.
Am Donnerstag und Freitag können Elefantenfans von 10 – 17 Uhr einen Blick in das Innere des Elefantentempels Ganesha Mandir werfen und dort stehen, wo die Dickhäuter sonst nach außen schauen. Tolle Bastelaktionen wie das Elefantenbiegen bietet der Freundes- und Förderverein des Zoo Leipzig an und die Tierpfleger haben für alle Fragen ein offenes Ohr.
Entdeckertage Affen & Schulanfänger-Wochenende
Am Wochenende vom 04. und 05. September gibt es spannende Aktionen für Groß & Klein. Die Entdeckertage Affen laden, passend zum 20-jährigen Jubiläum von Pongoland, dazu ein, die mehr als 17 unterschiedlichen Affenarten genauer kennenzulernen. Zeitgleich finden an diesem Wochenende die Schulanfängertage statt, bei welchem alle Schulanfänger kostenlosen Eintritt und ein leckeres Eis erhalten. Und natürlich steht Tammi für Fotos mit den Zoo-Fans bereit.
Jungtier-Rasselbande in Afrika
Bei den Erdmännchen, den quirligen kleinen Raub- und gleichzeitig beliebtesten Patentieren wurden am 12. Juli vier Jungtiere geboren. Nebenan bei den Grevy-Zebras gab es mit Fohlen Werner das dritte Jungtier der Saison. Und auch bei den Schnellsten auf der Savanne gab es Nachwuchs. Wenn man ein Wettrennen unter den Jungtieren machen würde, würde es definitiv Kitz gewinnen, die im Juni geborene Thomson-Gazelle. Diese können nämlich Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h erreichen und somit ihren Verfolgern davon sprinten. Wenn wir gerade bei Verfolgern sind: die vier Rabauken auf der Löwensavanne werden langsam zu halbstarke Löwen und begeistern die Besucher nach wie vor mit ihrem Spieltrieb. Außerdem gibt es Nachwuchs bei den Antilopen: fünf Säbelantilopen und zwei Weißnacken-Moorantilopen sind immer für eine spielerische Einheit mit ihren Artgenossen zu haben.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Erdmännchen Jungtier © Zoo Leipzig
Erdmännchen Jungtier © Zoo Leipzig

Löwen-Nachwuchs © Zoo Leipzig
Löwen-Nachwuchs © Zoo Leipzig

Großer Zuchterfolg zum Jubiläum - Erstes Komodowaran-Jungtier in Deutschland
24 – 2021 / 04.08.2021
Außerordentliche Freude herrscht seit einer Woche im Gondwanaland. Am 18. Juli ist ein Komodowaran-Jungtier geschlüpft – die erste erfolgreiche Nachzucht in Deutschland. Das Timing könnte besser nicht sein. Denn das Gondwanaland feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag. „Das mittlerweile 17-jährige Komodowaran-Männchen Kampung war die erste Tierart, die vor zehn Jahren in Gondwanaland einzog. Im Monat des zehnjährigen Jubiläums von Gondwanaland ist diese Art erstmalig in Leipzig und gleichzeitig in einem deutschen Zoo überhaupt erfolgreich vermehrt worden, was uns besonders stolz macht“, so Seniorkurator Ariel Jacken.
Nachdem Kampung im Mai 2011 nach Deutschland umzog, waren auf Veranlassung des Zoo Leipzig im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms EEP im April 2012 zehn weitere Großechsen nach Leipzig gekommen, um eine stabile Population in deutschen und europäischen Zoos aufzubauen. Das aus den USA importierte Weibchen Pantai (10 Jahre), welches in Leipzig geblieben ist, zog allerdings mit ihrer Schwester in ein eigenes Gehege, da eine Vergesellschaftung mit dem erheblich größeren Kampung gefährlich für die jungen und noch relativen kleinen Weibchen hätte werden können. Thor (7 Jahre) kam als weiteres Männchen 2016 aus Colchester dazu und hat nun gemeinsam mit Pantai für den lang ersehnten Nachwuchs gesorgt. Nach einer Inkubationszeit von sieben Monaten ist der kleine Komodowaran geschlüpft, der in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Flores und kleinen Nachbarinseln, u.a. der namensgebenden Komodoinsel, zu finden ist. Das Jungtier macht einen gesunden und aufmerksamen Eindruck und nimmt bereits erste kleine Futtertiere zu sich. Zur Aufzucht befindet es sich hinter den Kulissen und ist für Besucher vorerst nicht zu sehen.
Ausgewachsen kann die größte lebende Echse der Welt eine Länge von bis zu drei Metern und ein Gewicht bis zu 80 Kilogramm erreichen. Die Jungtiere verbringen ihre ersten Lebensjahre fast ausschließlich in Bäumen und ernähren sich dort von Insekten und kleinen Wirbeltieren. Ab einer Körperlänge von ein bis eineinhalb Metern leben sie zunehmend am Boden, da sich das Klettern dann immer schwieriger gestaltet und die Gefahr, Fressfeinden und größeren Artgenossen zum Opfer zu fallen, sinkt.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Komodowaran-Jungtier © Zoo Leipzig
Komodowaran-Jungtier © Zoo Leipzig

Tierisch aufregender Sommer im Zoo Leipzig
Dino-Abenteuer, Entdeckertage und Mitmach-Aktionen

23 – 2021 / 22.07.2021
Der Sommer hat Einzug gehalten und mit ihm ein tierisch spannendes Programm für alle kleinen und großen Tierfreunde im Zoo Leipzig, das die kommenden Wochen abwechslungsreiche Akzente im Großstadtdschungel verspricht.
Zum Ferienauftakt am 24. und 25. Juli stehen tausende kleine, emsige Nützlinge im Fokus der Aufmerksamkeit. An den Entdeckertagen Bienen finden rund um den Bienengarten vom Bau kleiner Insektenhotels, über Bienen-Sprechstunden bis hin zum Austausch mit Imkern verschiedene Aktionen statt. Fünf Völker der Kärntnerbienen sorgen in dem kleinen Idyll für spannende Beobachtungen und eifriges Summen.
Für die Fans unserer gigantischen Dinoausstellung gibt es an allen Sommerferien-Wochenenden eine Dino-Olympiade mit Stempelkarte. Dinoeier-Lauf, Dino-Quiz oder Dino-Weitsprung stellen an 5 Stationen tolle Herausforderungen und sorgen für eine einzigartige Entdeckungsreise. Wochentags wird gemeinsam mit den Zoolotsen an tollen Dino-Projekten gebastelt.
Ferienzeit ist Märchenzeit! Und so kommen Puppentheater-Lieblinge auch im Zoo Leipzig auf ihre Kosten. An ausgewählten Wochenenden entführen die Märchenhelden ihre kleinen Fans im Konzertgarten u.a. mit „Der Wettlauf von Hase und Igel“ ins Reich der Fantasie. Beginn ist jeweils um 13 und 15 Uhr.
Bei den Entdeckertagen Elefanten am 12. und 13. August stehen dann die grauen Riesen im Mittelpunkt. Einblicke in den Tempel, badende Dickhäuter und allerlei Wissenswertes rund um die Herde machen die Tage für kleine und große Abenteurer unvergesslich.
Die Entdeckertage Affen setzen am 4. und 5. September am Schulanfänger-Wochenende den Schlusspunkt unter den tierischen Sommer im Zoo Leipzig. Neben den verschiedenen Arten der Sumpfspringaffen im Gründer-Garten, der Meerkatzen in Gondwanaland und der Husarenaffen in Afrika steht das 20. Jubiläum von Pongoland auf dem Programm.
Auch für Erwachsene ist in den Sommerferien einiges geboten. Bei Festa do Brasil, Hakuna Matata, der Asiatischen Sommernacht oder dem Grillabenteuer im Urwalddorf warten kulinarische und kulturelle Highlights auf. Nach einer 90-minütigen, exklusiven Zootour geht es in den jeweiligen Themenbereich, um das abendliche Ambiente im Zoo genießen zu können.
Einen Überblick über die Veranstaltungen mit allen Terminen und Uhrzeiten gibt es auf der Zoo Leipzig Website https://www.zoo-eipzig.de/aktuelles/veranstaltungskalender/.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

AsiatischeSommernacht © Zoo Leipzig
AsiatischeSommernacht © Zoo Leipzig

Löwenkater Majo mit Jungtier © Zoo Leipzig
Löwenkater Majo mit Jungtier © Zoo Leipzig

Tierisches Engagement vom Freundes- und Förderverein - Tier-Patenschaften ab sofort online abschließen
22 – 2021 / 08.07.2021
„Es ist unglaublich, was unsere Freunde und Förderer kontinuierlich leisten“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und staunt angesichts der 500.000 Euro-Spende, die Vereinspräsident Michael Weichert im Rahmen der Mitgliederversammlung des Freundes- und Fördervereins an den Zoo übergeben hat. Das aktive Vereinsleben kam in den vergangenen Monaten aufgrund der Pandemie nahezu zum Erliegen, die Unterstützung für und durch den Verein hingegen nicht. Im Gegenteil. Seit März 2020 ist die Mitgliederzahl auf 1802 Mitglieder angewachsen, die Tierpatenschaften haben mit 2750 einen Höchststand erreicht und die Spenden, die an den Zoo übergeben werden konnten, summieren sich im Jahr 2020 und 2021 auf 1,5 Millionen Euro.
Während Vorträge und Reisen nicht stattfinden konnten, hat der Verein sich organisatorisch weiterentwickelt. Die bei kleinen und großen Zoofans beliebten Tierpatenschaften, mit denen die Verbundenheit zum Zoo und seinen Bewohnern eine direkte Verbindung erhält, können ab sofort unkompliziert und schnell auch online abgeschlossen werden. „Damit kommen wir dem Bedürfnis der Zoo- und Tierfreunde nach, auch kurzfristig und selbstständig die Patenschaften und auch Vereinsmitgliedschaften abzuschließen und direkt als Geschenk oder Anerkennung in den Händen zu halten“, erklärt Vereinspräsident Michael Weichert. „Mit dieser neuen Plattform tragen wir der Entwicklung Rechnung, dass sich neben unseren verdienten, langjährigen Mitgliedern auch immer mehr junge Leute im und für den Verein engagieren und wir so auf deren Kommunikations- und Aktionsverhalten eingehen.“
Mit dem Sommerfest und der Jahreshauptversammlung soll der Auftakt für das Aufleben des Vereinslebens markiert sein – im weiteren Jahresverlauf sind wieder Vorträge und Reisen geplant. Das komplette Veranstaltungs- und Onlineangebot des Freundes- und Fördervereins findet sich auf ffv.zoo-leipzig.de.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Vereinspräsident Michael Weichert überreicht den 500.000 Euro-Scheck an Zoodirektor Prof Jörg Junhold © Zoo Leipzig
Vereinspräsident Michael Weichert überreicht den 500.000 Euro-Scheck an Zoodirektor Prof Jörg Junhold © Zoo Leipzig

Leipzigs Regenwald - 10 Jahre Gondwanaland – eine Erfolgsgeschichte
21 – 2021 / 01.07.2021
Vor zehn Jahren bekam Leipzig seinen eigenen tropischen Regenwald: Am 1. Juli 2011 eröffnete die Tropenerlebniswelt Gondwanaland und hat seitdem Millionen Besucher in ihren Bann gezogen. Rund 170 Tierarten (90 Arten am Eröffnungstag), mehr als 24.000 tropische Pflanzen, ein 90 Meter langer Baumwipfelpfad und eine 11 Minuten andauernde Bootsfahrt auf dem 360 Meter langen Urwaldfluss Gamanil markieren die Attraktionen von Gondwanaland, die als Höhepunkt des Zoos auf seinem Weg in die Zukunft anzusehen ist. Dabei stand vom ersten Entwurf bis zur Realisierung fest, dass Besucher für das Ökosystem Regenwald und dessen schützenswerte Bewohner sensibilisiert werden sollen. „Von der Idee bis zum heutigen 10-jährigen Jubiläum sind inzwischen über 20 Jahre vergangen, und ich muss gestehen, dass die Halle in mir immer noch ein Glücksempfinden hervorruft und ich dankbar bin, dass wir von der Stadt Leipzig und auch vom Land Sachsen die Unterstützung erfahren haben, die man für die Realisierung eines fast 70 Millionen teuren Projektes benötigt. Ich war immer begeistert davon, eine derartige Halle, in der Artenschutz und Nachhaltigkeit wichtige Eckpfeiler sind, zu bauen und ein Stück Regenwald aus Asien, Afrika und Südamerika für unsere Besucher nach Leipzig zu holen“, fasst Junhold die Bedeutung der Halle zusammen.
Regelmäßige Zuchterfolge bei den Ozelots, Dianameerkatzen, Kirk DikDiks und Tüpfelbeutelmarder (Quolls) bestätigen eindrucksvoll, dass sich der Leipziger Regenwald als komplexes Ökosystem etabliert hat. Vor allem die Zucht der erstmals in Europa gehaltenen Quolls kann als absolute Erfolgsgeschichte von Gondwanaland bezeichnet werden. Das in Leipzig geführte Zuchtbucht umfasst inzwischen über 150 Tiere, die auf die Leipziger Ursprungspopulation zurückzuführen sind. Zudem halten indessen mehrere Zoos in Europa diese stark gefährdete tasmanische Tierart. Neben 20 Säugetier-, 15 Reptilien-, 25 Vogel- und 16 Amphibienarten gibt es eine Vielzahl an Freigängern in der Halle, die sich im letzten Jahrzehnt den tropischen Regenwald selbst in der kleinsten Nische zu eigen gemacht haben und die Faszination der Tropenhalle als Ganzes vervollkommnen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Panoramaaufnahme Tropenerlebniswelt Gondwanaland © Zoo Leipzig
Panoramaaufnahme Tropenerlebniswelt Gondwanaland © Zoo Leipzig

Quollmutter mit vier Jungtieren © Zoo Leipzig
Quollmutter mit vier Jungtieren © Zoo Leipzig

Todesursache ist geklärt - Elefantenbulle Kiran an Elefanten-Herpes EEHV1 gestorben
18 – 2021 / 28.06.2021
Die Todesursache ist geklärt: Der Elefantenbulle Kiran (1,5) ist an den Folgen einer Infektion mit dem hoch aggressiven Elefanten-Herpes-Virus EEHV1
(Endotheliotropes Elefanten Herpesvirus) gestorben. „Der pathologische Befund zeigt deutlich, dass wir keine Chance hatten, Kiran zu retten. Das Herpes-Virus hatte bereits alle Organe angegriffen und zu einem multiplen Organversagen geführt“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Das Elefanten-Herpes-Virus ist weltweit sowohl in der Wild- als auch in der Zoopopulation verbreitet, allerdings ist die Mehrheit der Elefanten ausschließlich Träger des Virus und erkrankt selbst nicht. Im Zoo Leipzig ist es der erste Herpesausbruch in der Geschichte der Elefantenhaltung.
„Unsere Elefantenherde unterliegt einer engmaschigen Kontrolle, zu der auch regelmäßige Blutuntersuchungen gehören, jedoch geben die Blutwerte nur bei einem Ausbruch des Herpes-Virus Aufschluss über die Erkrankung, ansonsten ist das Virus kaum nachweisbar. Deshalb ist es zumeist nicht möglich, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ist die Viruslast hoch, beginnt ein Kampf gegen die Zeit mit wenig guten Aussichten, das Tier zu retten. Wir stehen bei diesem Virus vor einer therapeutischen und auch diagnostischen Herausforderung, da bislang zu wenig Erkenntnisse über die Eigenschaften und Mechanismen des Virus vorliegen und noch kein Impfstoff zur Verfügung steht“ erläutert Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard die Problematik einer Herpes-Virus-Erkrankung bei Elefanten.
Im Elefantenhaus sind nach dem Tod von Kiran unterdessen wieder Ruhe und der Alltag zurückgekehrt. „Wir haben inzwischen die Elefanten der Herde untersucht und aktuell keinen weiteren aktiven Ausbruch feststellen können. Was zu dem Ausbruch des Herpes-Virus bei Kiran geführt hat, ist rückblickend nicht mehr nachvollziehbar, da viele Faktoren eine Rolle spielen können. Der Verlust ist für uns tragisch und ein herber Rückschlag, aber letztendlich ein Risiko, das alle Elefantenhaltungen betrifft. Wir werden auch zukünftig an unserem Ziel einer sozial intakten Herdenstruktur mit entsprechender Zucht zur Arterhaltung der stark bedrohten asiatischen Elefanten festhalten. Dies kann, da man in Generationen denken muss, viele Jahre in Anspruch nehmen“, betont Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Vier auf einen Streich - Riesenotter-Weibchen Emilia sorgte wieder für Nachwuchs
17 – 2021 / 21.06.2021
Riesenotter-Nachwuchs: Riesenotter-Weibchen Emilia (7) sorgte am 12. Juni bereits zum zweiten Mal für Nachwuchs in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland, die in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag feiert. Diesmal brachte Emilia gleich vier Jungtiere zur Welt. “Bisher sieht alles gut aus, das Weibchen wirkt entspannt, lässt die Jungen ausreichend trinken und kümmert sich zusammen mit dem Männchen Tacutu sehr fürsorglich“, berichtet Seniorkurator Ariel Jacken. Die Jungtiere werden von dem Paar in den nächsten Wochen hinter den Kulissen in der Mutterstube versorgt. Erst im Alter von circa vier Wochen nehmen die Elterntiere die Jungen aus der sicheren Wurfbox mit auf die Außenanlage. Der Zoo Leipzig kann sich seit der Eröffnung von Gondwanaland über regelmäßigen Nachwuchs freuen und ist im Jahr 1882 auch der erste europäische Zoo gewesen, der die inzwischen stark gefährdeten Riesenotter gehalten hat.
Namensaufruf Löwenbabys: Der Namensaufruf für die vier Löwenjungtiere läuft noch bis zum 25. Juni. Bisher konnten mehr als 2.300 Einsendungen mit Namensvorschlägen für die beiden Katzen und Kater registriert werden. „Wir sind abermals angenehm überrascht, welche Vielzahl an einfallsreichen Vorschlägen auch bei diesem Namensaufruf wieder bei uns eingegangen ist und wie viele Teilnehmer sich dafür wirklich Gedanken gemacht und ihre Wahl auch inhaltlich begründet haben. Von Kijana über Mayla bis Alleeke sind die Vorschläge sehr vielfältig“ freut sich Zoodirektor Jörg Junhold. Die Namensvorschläge können auf der Website des Zoos Namensaufruf|Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) eingereicht werden.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Riesenotterjungtiere in der Wurfbox © Zoo Leipzig
Riesenotterjungtiere in der Wurfbox © Zoo Leipzig

Löwenmutter Kigali mit ihren vier Jungtieren © Zoo Leipzig
Löwenmutter Kigali mit ihren vier Jungtieren © Zoo Leipzig

Herber Rückschlag im Elefantenhaus - Elefantenbulle Kiran ist tot
16 – 2021 / 18.06.2021
Der Im letzten Jahr geborene Elefantenbulle Kiran (1,5 Jahre) ist tot. Die Pfleger fanden ihn heute Morgen liegend im Stall inmitten der Herde um Rani (11). Vor drei Tagen zeigte Kiran erstmals Symptome von reduziertem Appetit und einer leichten Abgeschlagenheit. Seitdem stand er unter tierärztlicher Beobachtung und bekam unterstützende Medikamente. Noch am gestrigen Tage zeigte er keine großen Auffälligkeiten und ging sogar zusammen mit den anderen Elefanten baden. „Wir sind alle fassungslos und können uns die rasante Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und die Todesursache noch nicht erklären. Unsere Tierärzte leiteten heute Morgen sofort eine pathologische Untersuchung ein, um umgehend Aufschluss darüber zu erlangen. In den letzten Monaten verlief Kirans Entwicklung sehr zufriedenstellend, er war gut in der neu zusammengestellten Herde integriert und wog inzwischen fast 500 Kilogramm. Umso schwerer wiegt jetzt für uns der plötzliche Verlust“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Mutter Rani, Don Chung (38) und Elefantenkuh Thuza (12) waren heute Nacht mit ihm zusammen und haben noch in den Morgenstunden Abschied von Kiran genommen. Die Herde bekommt heute die Möglichkeit, zwischen Außenanlage und rückwärtigen Bereich zu pendeln.
Neue Lockerungen für den Zoobesuch: Ab morgen öffnen die Tageskassen des Zoos, so dass der spontane Zoobesucher wieder möglich ist. Der Verkauf von datierten Online-Tagestickets bleibt nach wie vor bestehen. Die Onlinetickets ermöglichen den garantieren Besuch des Zoos am Wunschtag. Zur Sicherstellung der Hygiene- und Abstandsregeln kann es allerdings zeitweise zu Schließungen der Kassen kommen. Wir bitten weiterhin unsere Besucher, an Engstellen und in den Tierhäusern eine medizinische Maske zu tragen. Jahreskartenbesitzer benötigen zudem kein 0-Euro Ticket mehr, sondern können in gewohnter Weise durch das Drehkreuz gehen.
Prof. Dr. Jörg Junhold

Elefantenbulle Kiran (mi) mit Mutter Rani (l) und Thuza (re) © Zoo Leipzig
Elefantenbulle Kiran (mi) mit Mutter Rani (l) und Thuza (re) © Zoo Leipzig

Namensaufruf für vier quirlige Junglöwen - Sammlung der Vorschläge bis zum 25. Juni
16 – 2021 / 11.06.2021
Die vier Löwenjungen von Löwin Kigali und Löwenkater Majo sind mittlerweile drei Monate alt und haben sich seit ihrer Geburt am 7. März zur Zufriedenheit aller sehr gut entwickelt. Inzwischen ist das Quartett täglich auf der Außenanlage tobend unterwegs und genießt sichtbar die unbegrenzten Spielmöglichkeiten der Löwensavanne: Grashalme werden untersucht, Kletterstämme bezwungen und herabhängende Äste sind willkommene Elemente für ausgelassene Spielabenteuer. „Es herrscht große Freude bei uns allen über das Heranwachsen der Jungtiere, und wir sind froh, dass Kigali diesmal ihre Mutterrolle vollumfänglich auslebt und deshalb das Paar in dieser Situation nicht nur gut harmoniert, sondern sich auch gegenseitig die notwendige Sicherheit gibt. Insofern ist jetzt auch die Zeit gekommen, den Namensaufruf zu starten. Wir suchen diesmal für unsere beiden Kater und für die beiden Katzen afrikanische Namen und freuen uns auf zahlreiche Vorschläge. Unsere Raubtierpfleger haben dann die Qual der Wahl, aber ich bin mir sicher, dass sie aus allen Einsendungen die passenden Namen auswählen werden“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Die Namensvorschläge für die beiden männlichen und weiblichen Junglöwen werden bis zum 25. Juni auf der Website des Zoos unter www.zoo-leipzig.de/namensaufruf entgegengenommen. Bei den afrikanischen Namen sollten die Herkunft und die Bedeutung angegeben werden. Unter allen Einsendungen verlosen wir eine Familien-Jahreskarte für den Zoo.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

zwei Löwenjungen von Kiagli und Majo © Zoo Leipzig
zwei Löwenjungen von Kiagli und Majo © Zoo Leipzig

Löwenquartett mit Vater Majo © Zoo Leipzig
Löwenquartett mit Vater Majo © Zoo Leipzig

Hereinspaziert: Tierhäuser öffnen zum Kindertag - Ab 1. Juni laufen auch Innengastronomie und Zooshops an
14 – 2021 / 28.05.2021
Pünktlich zum Kindertag ist es soweit: Die Tierhäuser im Zoo Leipzig öffnen ab Dienstag, dem 1. Juni, wieder für die Besucher. Damit können nach sieben Monaten die Tropenerlebniswelt Gondwanaland, die auf ihren zehnten Geburtstag zusteuert, das Menschenaffenhaus Pongoland, das während der Schließzeit seinen 20. Geburtstag feierte und auch das Koala-Haus, in dem das fünfte Jubiläum stattfand, endlich wieder besucht werden. Die Maskenpflicht bleibt in den Häusern und an Stellen, an denen der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, bestehen. Aufgrund der strengen Vorgaben der Sächsischen Corona-Schutzverordnung müssen Besucher vor dem Zutritt auch weiterhin einen negativen Test- oder Genesenen-Nachweis bzw. alternativ den vollständigen Covid-19-Impfschutz nachweisen.
Auf Basis der gesetzlichen Regelungen werden ab dem 1. Juni auch die gastronomischen Einrichtungen ihre Innenbereiche und die Zooshops ihre Türen wieder öffnen. „Wir sind froh, dass wir sukzessive wieder unser Gesamterlebnis anbieten können, auch wenn aufgrund der extrem strengen sächsischen Regelungen anders als im übrigen Bundesgebiet die Testpflicht in Zoos fortbesteht“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Einen Vorteil hat es dennoch: Einmal im Zoo, können alle Einrichtungen genutzt werden, da der Test- oder Impfnachweis die entsprechende Zutrittsvoraussetzung ist.
Der Testnachweis darf maximal 24 Stunden alt sein, kann also auch am Vortag bereits erledigt werden, um direkt ins Zoo-Abenteuer starten zu können. Das Testzentrum am Zoo ist täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Die Registrierung unter www.buergertestleipzig.de/schnelltest-zoo-leipzig/ ist notwendig.
Der Ticketvorverkauf für die Sommertickets ab 1. Juni ist über www.zoo-leipzig.de/offen ab sofort geöffnet. Die Tickets berechtigen auch zum Besuch der Dinosaurier-Ausstellung „Helden der Urzeit“, die mit 20 lebensgroßen Exponaten aufwartet.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Dino und Gänsegeier © Zoo Leipzig
Dino und Gänsegeier © Zoo Leipzig

Am Kindertag in den Zoo - Kigali mit Jungtieren beobachten © Zoo Leipzig
Am Kindertag in den Zoo - Kigali mit Jungtieren beobachten © Zoo Leipzig

Kronenmaki-Weibchen Amber sorgt für Zwillings-Nachwuchs - Bonobojungtier auf den Namen Gerda getauft
11 – 2021 / 25.05.2021
Zwillings-Nachwuchs in Gondwanaland: Das fünfjährige Kronenmaki-Weibchen Amber brachte ein Jahr nach ihrem letzten Jungtier am 9. Mai Zwillinge zur Welt – ein männliches und ein weibliches Jungtier. Die Geburt verlief komplikationslos für die erfahrene Mutter, die in den letzten Jahren regelmäßig für Nachkommen sorgte und sich stets äußerst fürsorglich kümmert. „Die Zwillinge wirken fit, trinken ausreichend und regelmäßig, halten sich gut im Fell der Mutter fest und zeigen bereits Interesse an ihrer Umwelt. Die bisherige Entwicklung stimmt uns optimistisch, dass die Zwillinge, die von den Pflegern auf die Namen Dylan und Daria getauft wurden, gesund heranwachsen werden“, erklärt Seniorkurator Ariel Jacken. Vater des Nachwuchses ist Kronenmaki-Mann Clyde (8). Für das Pärchen ist es der fünfte Nachwuchs, seitdem sie gemeinsam die Anlage in Gondwanaland bewohnen. Ihre einjährige Tochter Cloe (1) musste sich in den letzten Tagen erst an die neue Situation gewöhnen, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen. Sie hält sich seitdem vermehrt beim Vater auf.
Als endemisch lebende Affenart kommen Kronenmakis (Eulemur coronatus) ausschließlich auf der Nordspitze der Insel Madagaskar vor. Aufgrund von Lebensraumzerstörung und Bejagung sind Kronenmakis auf der Roten Liste der IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft.
Taufe in Pongoland: Das am 30. April geborene Bonobo-Mädchen von Luiza (16) wurde von den Pflegern und Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts, die traditionell gemeinsam die Namenswahl treffen, auf den Namen Gerda getauft. „Gerda entwickelt sich stabil, nimmt inzwischen neugierig am Geschehen in der Bonobogruppe teil und auch Luiza hat sich gut in ihre neue Mutterrolle eingefunden, ist viel sicherer im Umgang mit ihrer Tochter geworden und kümmert sich äußerst fürsorglich“, bewertet Bereichsleiter Daniel Geissler die Situation. Mit Gerda wachsen insgesamt sechs Jungtiere unterschiedlichen Alters in der Bonobogruppe heran. Bonobo-Junge Hodari, der im letzten Jahr von Weibchen Lexi geboren wurde, ist mittlerweile allein spielend auf der Anlage unterwegs.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Kronenmakizwillinge Dylan und Daria mit Mutter Amber © Zoo Leipzig
Kronenmakizwillinge Dylan und Daria mit Mutter Amber © Zoo Leipzig

Bonoboweibchen Luiza mit ihrer Tochter Gerda © Zoo Leipzig
Bonoboweibchen Luiza mit ihrer Tochter Gerda © Zoo Leipzig

Baggerbiss zum Baustart von Feuerland - Das neue Großprojekt im Zoo Leipzig ist angelaufen
12 – 2021 / 21.05.2021
Mit einem kräftigen Baggerbiss sind die Bauarbeiten am neuen Meilenstein-Projekt des Zoo Leipzig heute offiziell gestartet: Nachdem das Baufeld vorbereitet und die Finanzierung durch die Leipziger Ratsversammlung Anfang Mai bestätigt wurde, nimmt das Projekt Feuerland als zweitgrößter Meilenstein im Masterplan Zoo der Zukunft nun Fahrt auf. Am heutigen Freitag hat Zoodirektor Prof. Jörg Junhold den offiziellen Baustart verkündet und der 26 Meter hohe Spaltbagger hat mit einem kräftigen Baggerbiss in die Erde den Start des 30-Millionen-Euro Projektes markiert.
Im Südzipfel von Leipzigs Südamerika-Landschaft entsteht mit Feuerland neben einer Küstenvoliere eine spektakuläre Wasserwelt für Pinguine und Seelöwen. Eine Wellenanlage sorgt für Meeresstimmung. Über einen begehbaren Unterwassertunnel steigen die Besucher von den Pinguinen zu den Robben hinab und erleben die Tiere wie bei einem Tauchgang auch unter Wasser und können die Schwimmbewegungen beobachten. „Mit dem neuen Bereich komplettieren wir die Nachbildung des Kontinents und nehmen unsere Besucher mit auf eine Reise durch Südamerika“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Bereits jetzt leben fünf Kalifornische Seelöwen – Alice, Hilla, Sissi, Finja und Lio – im Zoo Leipzig und werden perspektivisch nach Feuerland umziehen. Zudem sollen Humboldtpinguine, Inka Seeschwalben, Meerespelikane und Pudus in der Wasserwelt und der Voliere heimisch werden. „Wir bleiben auch bei Feuerland unserem Konzept treu und schaffen für die Tiere naturnahe Lebensräume und für die Besucher unvergessliche Erlebnisse“, erklärt Zoodirektor Junhold. Neben Tierbeobachtungen werden auch Kommentierungen durch die betreuenden Tierpfleger sowie Einblicke in das tägliche Training der Tiere möglich sein. Bis es soweit ist, kann die Vorfreude noch wachsen: Feuerland soll 2023 eröffnet werden.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Baggerbiss für Feuerland - Zoodirektor Jörg Junhold freut sich über den Baustart © Zoo Leipzig
Baggerbiss für Feuerland - Zoodirektor Jörg Junhold freut sich über den Baustart © Zoo Leipzig

Seelöwenschule im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig
Seelöwenschule im Zoo Leipzig © Zoo Leipzig

Baggerbiss zum Baustart von Feuerland
11 – 2021 / 19.05.2021
Das Baufeld ist vorbereitet, die ersten Tiere befinden sich im Training und nach der bestätigten Finanzierung durch die Leipziger Ratsversammlung Anfang Mai nimmt das Projekt Feuerland als zweitgrößter Meilenstein im Masterplan Zoo der Zukunft nun Fahrt auf.
Am Freitag, 21. Mai 2021, lädt der Zoo Leipzig um 11 Uhr zum offiziellen Baustart mit Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ein. Mit einem Baggerbiss auf der ehemaligen Brachfläche wird das Vorhaben symbolisch gestartet. Zudem wird das 30-Millionen-Euro-Projekt erläutert und die Dimensionen auf dem Areal veranschaulicht.
Im Anschluss an den symbolischen Baustart haben die Pressevertreter die Möglichkeit, ein Training der Seelöwen, die perspektivisch im Leipziger Feuerland leben werden, mitzuerleben.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor
Endlich wieder Zoo-Abenteuer - Online-Ticket buchen & Testzentrum am Zoo nutzen
10 – 2021 / 11.05.2021
Endlich wieder Abenteuer im Zoo Leipzig erleben: Nach 189 Tagen ohne Besucher läuft der Alltag wieder an. Mit einem Online-Ticket und einem Negativtest oder Impfnachweis können die Gäste den Zoo täglich von 9 bis 19 Uhr besuchen. Um gerade an Feiertagen und Wochenenden eine Erleichterung für den Nachweis zu schaffen, öffnet morgen in Gondwanaland ein Testzentrum am Zoo. Dieses ist täglich von 8 bis 14 Uhr geöffnet und von der Pfaffendorfer Straße aus für jeden Interessenten zu erreichen. Alle Informationen zum Zoobesuch sowie die Anmeldung sind unter www.zoo-leipzig.de/offen zu finden.
Zoo-Erlebnis unter freiem Himmel
Zwar sind die Tierhäuser noch geschlossen, doch im Frühjahr erwacht das Leben unter freiem Himmel. Koala-Jungtier Bouddi hat seinen ersten Ausflug ins Außengehege absolviert, die Löwen Kigali und Majo sind mit ihrem Nachwuchs auf der Anlage zu sehen und auch die Menschenaffen von Pongoland sind bei entsprechender Witterung bereits im Außengehege unterwegs. Die gastronomischen Einrichtungen bieten hungrigen und durstigen Gästen ein To-go-Angebot und bereiten sich auf eine mögliche Öffnung der Außengastronomie zum Wochenende vor, wenn es die Inzidenz zulässt.
Treueaktion für Jahreskarten-Besitzer: „Team Zoo Leipzig 2021“
Die Jahreskarten-Besitzer sind treue Fans und Unterstützer des Zoos. Als besonderes Dankeschön für die zurückliegenden Monate hat der Zoo Leipzig das „Team Zoo Leipzig 2021“ gegründet. Gesucht werden Teammitglieder, die sagen: Ich bin Zeit-Spender! Die Teammitglieder verzichten auf die kostenlose Verlängerung ihrer Jahreskarte um die coronabedingt entgangene Zeit und werden als Zeit-Spender Mitglied im Team Zoo Leipzig 2021. Die Teilnehmer erhalten einen exklusiven Beutelrucksack, der sie als Teammitglied ausweist. Als zusätzlichen Dank für Ihre Treue können Jahreskarten-Inhaber nach Ablauf ihrer Jahreskarte die neue Jahreskarte für 13 Monate zum Preis von 12 Monaten zu erwerben. Alle Infos auf www.zoo-leipzig.de/team2021. Wer noch gar keine Jahreskarte hat, kann sie unter www.zoo-leipzig.de/tickets erwerben.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Koalajungtier Bouddi im Außengehege © Zoo Leipzig
Koalajungtier Bouddi im Außengehege © Zoo Leipzig

Löwenvater Majo mit Jungtieren © Zoo Leipzig
Löwenvater Majo mit Jungtieren © Zoo Leipzig

Erster Nachwuchs im Jubiläumsjahr von Pongoland - Bonoboweibchen Luiza sorgte für Zuwachs
09 – 2021 / 06.05.2021
Erster Nachwuchs im Jubiläumsjahr der Menschenaffenanlage Pongoland: Bonoboweibchen Luiza (16) brachte am 30. April vormittags im Schlafraum ihren ersten Nachwuchs zur Welt. Die Pfleger konnten bereits feststellen, dass es sich um ein weibliches Jungtier handelt. „Mit Blick auf das 20-jährige Jubiläum von Pongoland in diesem Jahr ist der Nachwuchs für uns ein besonderes Geschenk, und wir hoffen, dass sich die Mutter-Kind-Bindung in den nächsten Tagen festigen wird und Luiza weiterhin ihre Tochter gut versorgt, sie ordentlich am Bauch festhält und regelmäßig trinken lässt. Als Erstgebärende fehlt ihr die Erfahrung und es bleibt immer ein gewisses Restrisiko bestehen. Wir sind aber zuversichtlich, dass Luiza alles richtig macht“, schätzt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ein. Wer der Vater des neuen Bewohners ist, steht nicht fest, denn sowohl Yaro als auch Kasai kommen in Frage. Mit Luizas Tochter vergrößert sich die Leipziger Bonobogruppe auf 13 Tiere. Erst im vergangenen Jahr sorgte Bonoboweibchen Lexi (21) mit ihrem Sohn Hodari (1) für Zuwachs, der sich seitdem bestens entwickelt hat.
Der Zoo Leipzig hat eine lange Tradition in der Haltung von Menschenaffen und kann sich regelmäßig über Zuchterfolge bei den stark gefährdeten Menschenaffenarten freuen. Bereits seit dem Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas durchgehend gehalten. Bonobos hingegen sind seit 1989 in Leipzig zu sehen. Gegenwärtig leben 53 Menschenaffen – 13 Bonobos, 6 Flachlandgorillas, 26 Schimpansen und 8 Orang-Utans in Pongoland.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Bonobojungtier im Arm der Mutter © Zoo Leipzig
Bonobojungtier im Arm der Mutter © Zoo Leipzig

Bonoboweibchen Luiza mit ihrer Tochter © Zoo Leipzig
Bonoboweibchen Luiza mit ihrer Tochter © Zoo Leipzig

Die Stadt Leipzig und der Zoo Leipzig informieren: Zoo Leipzig öffnet nach 189 Tagen wieder
Grünes Licht für den Zoo Leipzig: Nach 189 Tagen ohne Besucher werden am kommenden Montag, 10. Mai 2021, die Zoo-Tore wieder öffnen. Es gelten jedoch strenge Corona-Schutzbestimmungen:
Die Tierhäuser und Zoo-Shops müssen zunächst geschlossen bleiben, wohingegen die gastronomischen Einrichtungen mit einem To-Go-Angebot starten dürfen. An Engstellen, wo der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann, müssen medizinische Gesichtsmasken getragen werden.
Zoobesucher benötigen zudem ein datiertes Onlineticket sowie den Nachweis eines aktuellen negativen Corona-Selbsttests oder aus dem Testzentrum. Tagesbesucher und Jahreskartengäste erhalten alle Informationen auf www.zoo-leipzig.de/offen. Der Ticketverkauf für die ersten drei Öffnungstage am 10., 11. und 12. Mai beginnt diesen Freitag (7. Mai). „Wir sind erleichtert und freuen uns tierisch auf die Rückkehr unserer Gäste. Mehr als sechs Monate mussten wir den Alltag ohne sie meistern.
Jetzt laufen die Vorbereitungen auf den geplanten Start am Montag auf Hochtouren“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Aufgrund der Einschränkungen gilt zunächst der reduzierte Winterpreis. "In der Corona-Pandemie ist dem Zoo sein Erfolg auf die Füße gefallen: Seine Anziehungskraft über die Stadtgrenzen hinaus ist so groß, dass wir Sorgen hatten, die Inzidenzen in Leipzig könnten mit einer Zoo-Öffnung steigen und wir würden Schulen und Kitas gefährden. Die Entwicklung ist in Leipzig jetzt aber stabil, sachsenweit zeigt sie in die richtige Richtung. Wir halten es jetzt für verantwortbar, in einem ersten Schritt die Außenbereiche des Zoos wieder zu öffnen und den gestressten Familien wieder eine schöne Freizeitalternative zu bieten“, sagt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung.
Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke sagt: „Dass der aktuelle Inzidenzwert sich mit heutigen Stand auf dem Wert stabilisiert, der die Öffnung der größten Touristenattraktion Leipzigs ermöglicht, ist dem umsichtigen Verhalten der Leipzigerinnen und Leipziger in dieser schwierigen Situation zu verdanken. Dass der Zoo nun wieder Besucherinnen und Besucher empfangen darf, sehe ich als Hoffnungssignal, dass in naher Zukunft auch Museen und dann weitere Kultureinrichtungen unserer Stadt wieder Publikum begrüßen dürfen.“
„Unsere Besucher kennen all diese Regelungen aus dem Vorjahr und wir sind überzeugt, dass sie die notwendigen Maßnahmen, die eine Zooöffnung möglich machen, wieder mittragen werden“, sagt Jörg Junhold. „Wir sind extrem dankbar für die breite öffentliche und politische Unterstützung, die uns durch eine schwere Zeit getragen hat. Jetzt sehnen wir unsere Besucher herbei“, blickt er optimistisch auf die kommende Woche.
Dinosaurier-Ausstellung eröffnet mit Neustart
Neben dem Löwennachwuchs von Kigali und Majo hat der Tierbestand des Zoo Leipzig weiteren Zuwachs bekommen: 20 Dinosaurier in Originalgröße bevölkern das Zoogelände. Die von Jurassic-Park-Berater Don Lessem entworfene Ausstellung feiert damit am Montag ebenfalls Deutschland-Premiere.
Vom Argentinosaurus, dem größten je gefundenen Dinosaurier mit einer Länge von 35 Metern über den Tyrannosaurus Rex bis hin zu beeindruckenden Flugsauriern reicht die Vielfalt der urzeitlichen Wesen. Dabei wird stets die Brücke zum heutigen Tierbestand des Zoos geschlagen und Gemein-samkeiten werden aufgezeigt. Der Besuch der Ausstellung ist im Zooticket inklusive (www.zoo-leipzig.de/tickets). +++ Medienkontakt: Maria Saegebarth, Tel. 0341 59 33-305, E-Mail: msaegebarth@zoo-leipzig.de

Koala-Jungtier Bouddi zunehmend allein unterwegs - Prozess der Abnabelung hat begonnen

08 – 2021 / 29.04.2021
Nach über einem Jahr stets an der Seite von Mutter Mandie (4) beginnt für Koala-Junge Bouddi allmählich eine neue Zeitrechnung: Der Prozess der Abnabelung. Mit seinem Gewicht von mehr als vier Kilogramm hat sich Bouddi ordentlich entwickelt und wird zunehmend zu schwer, um von Mandie herumgetragen zu werden. „Wir beobachten immer häufiger, dass er sich seine eigene Astgabel zum Schlafen und Fressen sucht und Mandie ihn nicht mehr trinken lässt. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass der Abnabelungsprozess begonnen hat“, schätzt Seniorkurator Ariel Jacken ein. Die Pfleger haben deshalb nicht nur die Eukalyptusrationen erhöht, sondern auch alle Wege und Tore geöffnet, so dass sich Mutter und Sohn aus dem Weg gehen können. „Die Aufzucht unseres ersten Koala-Jungtieres verlief wie aus dem Lehrbuch, und wir sind alle erfreut darüber, wie vorbildlich Mandie sich bisher als Erstgebärende um ihren Nachwuchs gekümmert hat. Durch das vertrauensvolle Verhältnis der Pfleger zu ihr war es uns immer möglich, die Aufzucht direkt zu überwachen, durch regelmäßiges Wiegen den Entwicklungszustand des Jungtieres zu kontrollieren und zahlreiche Erfahrungswerte zu sammeln“ erläutert Jacken weiter. Bis Mandie und Bouddi abschließend voneinander getrennt werden, wird aber noch ein wenig Zeit vergehen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Koalajungtier Bouddi mit Mutter Mandie (l) © Zoo Leipzig
Koalajungtier Bouddi mit Mutter Mandie (l) © Zoo Leipzig

Zoo Leipzig streckt Masterplan bis 2025 - Corona-Pandemie und Kostensteigerungen erzwingen Anpassungen
08 - 2021 / 28.04.2021
Die Stadt Leipzig und die Vertreter der Ratsversammlung stehen geschlossen hinter dem Zoo Leipzig und seinem Zukunftskonzept „Zoo der Zukunft“: Heute hat er die notwendigen Anpassungen der zeitlichen Umsetzung und des Finanzierungskonzeptes einstimmig beschlossen und den Weg für die Fortsetzung geebnet.
Seit dem Jahr 2000 hat der Zoo weite Teile seines Masterplanes umgesetzt. Gegenwärtig läuft die Realisierung und Planung der Projekte Feuerland, Aquarium/Terrarium und Inselwelten im dritten Entwicklungsabschnitt, die nach derzeitigem Stand ein Gesamtkostenvolumen von 100,2 Millionen Euro haben. Damit ergibt sich im Vergleich zum Stadtratsbeschlusses vom 14. Dezember 2016 ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von ca. 27,6 Millionen Euro, welches der Zoo Leipzig im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung mit 19,6 Millionen Euro in weiten Teilen selbst schultert. Dies geschieht vor allem durch den Einsatz von Eigenmitteln und einer zeitlichen Streckung der Umsetzung bis zum Jahr 2025. Zusätzlich sind eine Darlehensaufnahme i.H.v. 9 Millionen Euro sowie Zuwendungen und Spenden seitens des Freundes- und Fördervereins des Zoo
Leipzig von 3 Millionen Euro geplant. Im Rahmen der heutigen Ratsversammlung wurde zudem ein zusätzlicher Investitionskostenzuschuss i.H.v. 8 Millionen Euro von der Stadt Leipzig bewilligt.
Die Kostensteigerungen liegen im Wesentlichen in den gegenüber 2016 nochmals stark gestiegenen Baupreisen und den zeitlichen Verzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie begründet. Neben angepassten rechtlichen und bautechnischen Rahmenbedingungen aufgrund von Auflagen in den Bereichen Denkmalschutz, Brand- und Hochwasserschutz beim Vorhaben Aquarium sowie Terrarium wirken sich schwierige und anspruchsvolle Bodenverhältnisse im Bereich Feuerland erhöhend aus. „Die veränderten Rahmenbedingungen zwingen uns sowohl zur Anpassung der Finanzierung als auch des Zeitplanes. Wir möchten weiterhin nachhaltig und solide wirtschaften, um uns auch in Zukunft zu weiten Teilen selbst finanzieren zu können“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die geplanten Änderungen am Masterplan und ergänzt: „Wir danken allen Entscheidungsträgern tierisch für ihr Vertrauen und ihr positives Votum!“
Unabhängig von den Investitionen beträgt der jährliche Zuschuss der Stadt Leipzig an die Zoo Leipzig GmbH seit 2007 jährlich 2,8 Millionen Euro. Ab dem Jahr 2023 wurde nun zudem eine Anhebung des jährlichen Zuschusses auf 3,4 Millionen Euro beschlossen, um die gestiegenen Betriebskosten mit Blick auf Futter, Personal und Energie mitzufinanzieren. „Der Zoo Leipzig gehört zu den Wahrzeichen der Stadt Leipzig und hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten mit seiner fachlich und touristisch anerkannten Entwicklung bewiesen, auf dem richtigen Weg zu sein. Wir sind überzeugt davon, dass das Team um Prof. Junhold auch in dieser schwierigen Gesamtlage verantwortungsbewusst die richtigen Entscheidungen trifft und die Umsetzung des Masterplanes vorantreibt“, sagt die Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Skadi Jennicke.

Das Training mit den gelehrigen und agilen Seelöwen läuft auf Hochtouren - Hilla hört auf Bettina Hurgitschs Kommando © Zoo Leipzig
Das Training mit den gelehrigen und agilen Seelöwen läuft auf Hochtouren - Hilla hört auf Bettina Hurgitschs Kommando © Zoo Leipzig

Quirliger Löwennachwuchs - Kigali und Majo kümmern sich um vier kleine Racker
07 – 2021 / 21.04.2021
In der Höhle des Löwen – der Makasi Simba im Zoo Leipzig – zeigt sich gegenwärtig ein harmonisches Bild: Das Löwenpaar Kigali und Majo kümmert sich gemeinsam um die vier Jungtiere, die die ersten Lebenswochen genutzt haben, um zu propperen Junglöwen heranzuwachsen. Bislang haben ausschließlich die Eltern Kontakt zu dem Quartett. „Wir beobachten die Entwicklung aus der Distanz, aber sehr intensiv“, sagt Zoodirektor Jörg Junhold, der aufgrund der heftigen, für den Nachwuchs teils tödlichen Reaktionen Kigalis bei früheren Würfen, weiter Vorsicht walten lässt. Die „goldene Regel“ besagt: Drei Tage, drei Wochen, drei Monate – dann erst sind Jungtiere weitestgehend stabil.
Nachdem der letzte Nachwuchs, die drei Löwen Hanna, Elsa und Matteo, im Herbst nach Berlin abgegeben wurde, hatten Majo und Kigali ihre Zuneigung zueinander wiederentdeckt. Am 7. März 2021 kam der Wurf mit zwei Katern und zwei Katzen nach einer Tragzeit von 110 Tagen zur Welt. „Die beiden sind ein super Paar und kümmern sich seit dem ersten Tag gemeinsam um die Jungtiere, die nun langsam anfangen, selbst am Fleisch zu knabbern und ihren Eltern folgen“, erzählt Tierpfleger Jörg Gräser.
Symbolisches Geschenk zur Geburt
Aufgrund der anhaltenden Corona-bedingten Schließung seit dem 2. November können Besucher den Zoo Leipzig gegenwärtig nicht besuchen. Wer den Zoo unterstützen und zur Geburt des Löwennachwuchses ein kleines Präsent überbringen möchte, kann im Rahmen der Spendenaktion „Ein Leckerbissen für dein Lieblingstier“ unter www.zooleipzig.de/spendenaktion eine symbolische Kiste Fleisch für die hungrigen Mäuler spendieren.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Jungtiere in der Wurfbox © Zoo Leipzig
Jungtiere in der Wurfbox © Zoo Leipzig

Jungtiere von Kigali und Majo © Zoo Leipzig
Jungtiere von Kigali und Majo © Zoo Leipzig

Screenshot aus der Löwenhöhle © Zoo Leipzig
Screenshot aus der Löwenhöhle © Zoo Leipzig

Tierscher Karfreitag - ETC jetzt auch für die Ohren
06 – 2020 / 01.04.2021
Der Karfreitag wird tierisch! Der MDR widmet sich am Abend dieses Tages vollumfänglich dem Zoo Leipzig. Mit gleich drei Sendungen lädt das MDR-Fernsehen Zoofans zu einer Entdeckungsreise in den Zoo Leipzig ein. Um 18.05 Uhr wird in der Sendereihe „DER OSTEN – Entdecke wo Du lebst“ die 45-minütige Reportage „10 Jahre Gondwanaland“ ausgestrahlt. Im Anschluss folgt um 19.50 Uhr die reguläre Sendung „Elefant, Tiger & Co.“, die dann zur 90-minütigen Elefantenreportage „ETC-Spezial: Der Elefanten-Umzug“ überleitet. Moderator Sven Voss begleitet den Umzug von acht Elefanten. Die einen reisen von Leipzig ins Saarland und nach Dänemark, die anderen kommen aus Berlin nach Leipzig - eine logistische Herausforderung, die für Spannung sorgt.
Außerdem gibt es ab 2. April auch einen Podcast zur beliebten MDR-Doku-Soap. Der „Elefant, Tiger & Co. – Der Podcast“ – das sind lustige Begebenheiten und wissenswerte Hintergrundgeschichten. Begleitet von der markanten Stimme des „Elefant, Tiger & Co“-Sprechers Christian Steyer spricht MDR SACHSEN-Zoo-Reporter Dirk Hentze mit den beliebten Tierpflegern der TV-Dokusoap. Abrufbar sind die Podcast-Folgen immer freitags in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Pongoland hat MDR Radio Sachsen Zooreporter Dirk Hentze mit als erstes mit dem Bereichsleiter von Pongoland, Daniel Geissler, geplaudert.
„Elefant, Tiger & Co.“ blickt seit 1. April 2003 im MDR-Fernsehen authentisch und mit berührender Erzählweise hinter die Kulissen des Zoo Leipzig und gilt nicht nur als Vorreiter und Vorbild für viele weitere Zoo-Dokus, sondern auch als eines der erfolgreichsten Zoo-Formate.

Im Podcastgespräch Bereichsleiter Daniel Geissler und MDR Zooreporter Dirk Hentze (li) © Zoo Leipzig
Im Podcastgespräch Bereichsleiter Daniel Geissler und MDR Zooreporter Dirk Hentze (li) © Zoo Leipzig

Großes Jubiläum - 20 Jahre Pongoland - Menschenaffen, Wissenschaft und Forschung unter einem Dach
05 – 2020 / 31.03.2021
Großes Jubiläum: Am 1. April 2001 öffnete die einmalige Menschenaffenanlage Pongoland für die Besucher die Tore und hat sich seitdem als Publikumsmagnet etabliert. Sie ist aber auch Arbeitsplatz für Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Der Bau von Pongoland war vor 20 Jahren ein Initialmoment für den im Jahr 2000 verabschiedeten Masterplan „Zoo der Zukunft“. Als Gemeinschaftsprojekt mit der Max-Planck-Gesellschaft wurde die drei Hektar große Anlage im Jahr 2001 eröffnet. Alle vier hochbedrohten Menschenaffenarten leben in der weltweit einzigartigen Anlage unter einem Dach, in der modernste Tierhaltung mit interdisziplinärer Grundlagenforschung auf höchstem Niveau vereint ist. Tierpfleger, Verhaltensforscher, Genetiker und Freilandforscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie arbeiten hier Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel: Die Erforschung der kognitiven Fähigkeiten der Menschenaffenarten. Was verstehen Schimpanse, Gorilla & Co., wie nehmen sie ihre Umwelt wahr und wie lösen sie Probleme? Durch reine Beobachtungen, ausgeklügelte Testreihen und auf spielerische Art versuchen Forscher, dies herauszufinden. Die Besucher können live dabei sein und an den Beobachtungsfenstern den Forschern über die Schulter schauen. „Pongoland war und ist nach wie vor für den Zoo ein absoluter Glücksumstand und auch nach 20 Jahren ein Aushängeschild, sowohl in der Fachwelt als auch bei unseren Gästen“, betont Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Zoo und Wissenschaft ziehen nach 20 Jahren Zusammenarbeit gleichermaßen ein positives Resümee. Während die Forscher des Max-Planck-Institutes teilweise bahnbrechende Erkenntnisse über unsere nächsten Verwandten gewonnen haben, kann der Zoo regelmäßige Zuchterfolge vermelden, die auch als Bestätigung der Konzeption moderner Tierhaltung zu verstehen sind. Insgesamt konnten sich die Tierpfleger in den beiden Jahrzehnten über 45 Jungtiere freuen.
Der Zoo Leipzig hat eine lange Tradition in der Haltung von Menschenaffen. Bereits seit dem Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas durchgehend gehalten. Bonobos hingegen sind seit 1989 in Leipzig zu sehen. Für die Besucher bietet sich in Pongoland die einmalige Gelegenheit, alle vier Menschenaffenarten in ihrer Verschiedenartigkeit erleben und kennenlernen zu können. Gegenwärtig leben 52 Menschenaffen – 12 Bonobos, 6 Flachlandgorillas, 26 Schimpansen und 8 Orang-Utans in Pongoland.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Pongoland_Außenansicht © Zoo Leipzig
Pongoland Außenansicht © Zoo Leipzig

Goirllamann Abeeku auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig
Goirllamann Abeeku auf der Außenanlage © Zoo Leipzig

Wiedereröffnung verschoben - Zoo Leipzig bleibt zunächst geschlossen
05 - 2021 / 12.03.2021
In enger Abstimmung mit der Stadt Leipzig ist heute Vormittag eine schwere Entscheidung getroffen worden: Der Zoo Leipzig bleibt zunächst geschlossen und wird nicht am kommenden Montag seine Pforten für die Besucher öffnen. „Wir beobachten gemeinsam mit der Stadt Leipzig das Infektionsgeschehen in Sachsen und die steigenden Inzidenzwerte mit großer Sorge“, erklärt Prof. Jörg Junhold. Der rasante Anstieg des landesweiten Wertes, der heute bei 91 steht, lässt das Erreichen der 100er Inzidenz in der kommenden Woche erwarten. Das würde entsprechend der gültigen Sächsischen Corona-Schutzverordnung die erneute Schließung des Zoos binnen Tagen bedeuten. Angesichts der enormen Logistik hinter dem Zoobetrieb wurde deshalb im Einvernehmen beschlossen, die weitere Entwicklung zu beobachten und die Wiedereröffnung zu verschieben. „Es schmerzt uns extrem, die Pforten am Montag geschlossen zu lassen, aber es ist aus jeder Hinsicht die verantwortungsvollste Entscheidung“, sagt Prof. Junhold. „Die Enttäuschung in unserem Team und bei den Zoofreunden ist groß.“ Allerdings sei der Zoo bestens vorbereitet und könne sobald es die Entwicklung der Covid-19-Pandemie erlaube, den Ticketverkauf starten und die Zootore öffnen.
Bis dahin können Zoofans weiterhin Gutscheine für den nächsten Besuch erwerben, die dann im Onlineportal in Tickets eingelöst werden können, sobald es losgeht. Mehr dazu auf www.zoo-leipzig.de.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor
PRESSEMITTEILUNG
Zoos fordern: Schluss mit Gleichmacherei Alle Tiergärten wollen endlich wieder öffnen

Berlin, 2. März 2021. Der Verband der Zoologischen Gärten fordert vor der morgigen Beratung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten ein Ende der Gleichmacherei. „Ich halte es für absolut enttäuschend und unverständlich, wenn wir laut Vorlage für die morgige Runde weiterhin mit dem Einzelhandel und den Museen in einen Topf geworfen werden“, sagt Prof. Jörg Junhold, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten und Direktor des Zoo Leipzig. „Wie will man denn begründen, dass in unseren Freiluftanlagen, zu denen wir den Zugang streng regulieren können, angeblich dieselbe Ansteckungsgefahr wie in Geschäften oder Einkaufszentren herrscht? Das entbehrt doch jeder fachlichen Grundlage.“ Die Zoos bieten sichere Bewegungsräume für Familien unter freiem Himmel. „Einen Ausflugstourismus in geöffnete Läden und Märkte aufgrund mangelnder Alternativen kann wirklich niemand wollen.“ Nach dem heutigen Bekanntwerden der Vorlage für die Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs wurde auch Kritik an der Ungleichbehandlung in den verschiedenen Bundesländern laut. „Jetzt sollen tatsächlich bundesweit einheitlich alle Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte aufmachen, aber bei den Zoos soll der bestehende Flickenteppich zementiert werden?“, sagt Junhold. „Vielleicht ist es nachvollziehbar, dass diese Maßnahme auf relativ wenig Verständnis bei uns stoßen wird, denn inzwischen haben fast die Hälfte aller Bundesländer ihre Zoos wieder öffnen lassen beziehungsweise hatten sie nie geschlossen.“ Dazu zählen Berlin, Sachsen-Anhalt und das Saarland, die ihre zoologischen Einrichtungen seit dem späten Frühling 2020 kontinuierlich offengehalten hatten; in Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durften die Zoos vor wenigen Tagen öffnen beziehungsweise stehen Anfang kommender Woche vor diesem Schritt. Die Zoos sind vorbereitet und der soziale Druck in den heimischen vier Wänden ist enorm. Bereits mehrfach hatten die organisierten Zoos des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) auf die pandemiebedingten Schwierigkeiten hingewiesen, die die bei vielen Mitgliedern nunmehr vier Monate andauernde Schließung verursachen. „Anders als in anderen Branchen können wir unsere Zoos eben nicht ‚runterfahren‘: Die Tiere müssen weiterhin vollumfänglich durch Pfleger und Veterinäre versorgt werden, ihre Unterkünfte geheizt und gesäubert werden“, sagt der VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. „Das heißt, dass wir bei annähernd gleichbleibenden Kosten mit keinerlei Einnahmen auskommen sollen. Und Homeoffice mit Löwe ist nun mal keine Lösung.“
Über den VdZ
Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien.
Doppelter Zuchterfolg - Nachwuchs bei den Zwergplumploris und Agutis in Gondwanaland
03 – 2020 / 15.02.2021
Zwillingsnachwuchs in Gondwanaland: Das vier Jahre alte Zwergplumplori-Weibchen (Sue) hat Anfang Februar zum ersten Mal für Nachwuchs gesorgt.
„Momentan kümmert sich Sue um zwei Jungtiere, die bereits recht lebhaft sind und zumindest dem äußeren Anschein nach einen gesunden Eindruck machen. Ob beide Jungtiere ausreichend versorgt werden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Es ist eine Erstaufzucht für das Weibchen, und oftmals überlebt nur ein Junges. Wir sind aber zuversichtlich und freuen uns sehr über diesen Zuchterfolg“, erläutert Seniorkurator Ariel Jacken und ergänzt, dass in den letzten 12 Monaten inklusive der Leipziger Jungtiere insgesamt nur sechs Jungtiere in europäischen Zoos geboren wurden.
Sue kam im Jahr 2019 nach Leipzig, um zusammen mit dem Zwergplumplori-Mann Bero (3 Jahre, seit 2018 in Leipzig) die bis dato erfolgreiche Zucht dieser bedrohten Affenart fortzuführen. Erst kürzlich hat die Weltnaturschutzunion IUCN die in Südostasien beheimateten Zwergplumploris (Nycticebus pygmaeus) auf der Roten Liste von „gefährdet“ auf „stark gefährdet“ hochgestuft.
Die IUCN überprüft regelmäßig den Gefährdungsstatus der auf der Roten Liste geführten über 90.000 Tierarten. Die Hochstufung dieser kleinen Primaten ist vor allem in der massiven Schrumpfung der Population um etwa 50 Prozent in den letzten Jahren begründet. Zudem gehen Experten davon aus, dass die Zahlen weiter sinken werden, was in erster Linie auf die schonungslose Jagd der Tiere für den Heimtierhandel, für Nahrungszwecke und für medizinische Zwecke zurückzuführen ist. Überdies nimmt der Druck auf den Lebensraum der Tiere infolge von Besiedlung und Landwirtschaft immer stärker zu.
Weiteren Nachwuchs in Gondwanaland gab es bei den Schwarzrückenagutis (Dasyprocta prymnolopha). Das Pärchen brachte ebenfalls Anfang Februar erstmals Zwillinge zur Welt. Anders als bei den Zwergplumploris übernehmen beide Elterntiere die Versorgung der Jungen. Das Pärchen zeigt sich bisher in der Pflege ihrer Sprösslinge von der besten Seite, es umsorgt die Zwillinge vorbildlich und verteidigt sie sogar gegen allzu nah kommende Pfleger. In den ersten Tagen waren die Miniagutis immer gut versteckt im Unterschlupf, inzwischen werden sie mobiler und sind dabei ziemlich flink unterwegs. Die Schwarzrückenagutis gehören zur Ordnung der Nagetiere und kommen in Südamerika vor.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Schwarzrückenaguti Jungtierl © Zoo Leipzig
Schwarzrückenaguti Jungtier © Zoo Leipzig

Zwergplumplori-Nachwuchs am Bauch von Mutter © Zoo Leipzig
Zwergplumplori-Nachwuchs am Bauch von Mutter © Zoo Leipzig

Nashornbulle Ndugu nach schwerer Krankheit erlöst - Erste Schlupferfolge bei den Zwergflamingos
02 - 2021 / 04.02.2021
Mehr als drei Wochen haben die tiermedizinische Abteilung und Pfleger um den 24 Jahre alten Nashornbullen Ndugu gekämpft. Er hatte mit Appetitlosigkeit, Verdauungsproblemen und einem stetig schlechter werdenden Allgemeinbefinden zu kämpfen, so dass er am Dienstag erlöst werden musste. Todesursächlich waren eine schwere Verstopfung, die letztlich zu einer Einschränkung der Atemwegsfunktionen geführt hat. „Eine Operation bei
solch einem schweren Dickhäuter ist aufgrund seiner Masse und der Beschaffenheit der Haut nicht möglich. Wir konnten ihn nicht retten und mussten ihm Leiden ersparen“, erklärt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard.
Für die stark vom Aussterben bedrohte Tierart wiegt der Verlust des Nashornbullen schwer. Er hatte erfolgreich für Nachwuchs gesorgt. Seine Tochter Naima hat mittlerweile bereits selbst zwei Jungtiere geboren. Im Zoo Leipzig leben nun mit Sarafine und Saba noch zwei Nashornkühe.
Erfreuliche Nachrichten aus der Brutkolonie
Unweit des Nashornhauses hat es in den letzten Wochen immer wieder positive Nachrichten gegeben. In der Brutkolonie der Zwergflamingos herrscht tagtäglich ein lautstarkes und farbenfrohes Spektakel. Die mehr als 20 Brutpaare haben Bruthügel gebaut, gebrütet und können bereits die ersten Schlupferfolge aufweisen. Fünf Jungvögel werden von ihren Eltern versorgt, weitere Eier werden gegenwärtig bebrütet. „Die Zucht der vom Aussterben bedrohten Zwergflamingos ist grundsätzlich ob ihrer Anspruche schwierig.
In Leipzig gelingt es uns seit einigen Jahren, diese besonderen Bedingungen herzustellen und jedes Jahr erfolgreich Vögel aufzuziehen“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold, der sich darauf freut, die gewachsene Gruppe mit den Neuzugängen im Frühjahr wieder an der Kiwara-Savanne den Besuchern zeigen zu können. Noch ist der Zoo jedoch seit dem 2.November für Besucher geschlossen.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Zwergflamingo mit Jungvogel © Zoo Leipzig
Zwergflamingo mit Jungvogel © Zoo Leipzig

Mit Zuversicht ins neue Jahr starten - Zoo Leipzig zieht Bilanz und blickt voraus
01 - 2021 / 06.01.2021
Das Jahr 2020 geht als ein außergewöhnliches Jahr in die Geschichte ein. Dies gilt für jeden Einzelnen und alle zusammen – weltweit. Auch der Zoo Leipzig hat besondere 365 Tage hinter sich. Noch nie in seiner Geschichte war er so lange geschlossen, im Frühjahr waren es knapp sieben Wochen und nun bleiben die Zoo-Tore seit dem 2. November erneut für mindestens 13 Wochen geschlossen. „Wir haben im Frühjahr eine Welle der Solidarität erlebt, die uns durch diese außergewöhnliche Zeit getragen hat und in zahlreichen Spenden, Bienchen- und Tier-Patenschaften sowie Weihnachts-Leckerbissen
gemündet ist. Dieser unglaubliche Rückhalt, den unser Freundes- und Förderverein und wir gespürt haben und das Erleben, wie fest wir im öffentlichen Leben verankert sind, ohne tatsächlich unsere Besucher begrüßen zu können, lassen uns tierisch dankbar sein“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Wir sehnen den Tag herbei, an dem unsere Zoo-Tore wieder öffnen können. Bis dahin müssen wir als Gesellschaft viel Disziplin beweisen.“ Schlussendlich konnte der Zoo im letzten Jahr angesichts der Schließungen und Beschränkungen mit 1,35 Millionen Gästen rd. 400.000 weniger begrüßen als geplant. Im Jahr 2019 hatten noch 1,8 Millionen den Zoo besucht.
Was bringt das neue Jahr
Während der Lockdown und damit die Zoo-Schließung andauern, laufen das Tagesgeschäft sowie die Vorbereitungen auf einen Alltag mit Zoobesuchern weiter. Neben dem Fortgang der liebevollen und professionellen Tierpflege und dem Management des wertvollen Bestandes soll der Masterplan Zoo der Zukunft weiter umgesetzt werden. „Die Arbeiten am Aquarium laufen auf Hochtouren, sodass wir hoffentlich planmäßig in diesem Jahr eröffnen können. Auch auf der Fläche des künftigen Feuerlandes soll im Frühjahr der offizielle Baubeginn sein“ blickt Prof. Jörg Junhold voraus. In Abhängigkeit von der
pandemischen Entwicklung sollen nach Rückkehr der Besucher auch verschiedenen Angeboten den Zoobesuch bereichern. Die im vergangenen Jahr ausgefallene Dinosaurier-Ausstellung soll nach Möglichkeit in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der regionalen Tourismusförderung nachgeholt werden. Auch liebgewonnene Aktionen wie tierische Entdeckertage, Pfingsten und das K!DZ-Riesenkinderfest zugunsten der Uni-Kinderklinik sollen im Laufe des Jahres wenn möglich wieder stattfinden.

Die Seelöwen als künftige Bewohner von Feuerland genießen Training und beste Pflege © Zoo Leipzig
Die Seelöwen als künftige Bewohner von Feuerland genießen Training und beste Pflege © Zoo Leipzig

Zweifacher Zuwachs in Afrika - Rania und Matyas angekommen
52 - 2020 / 04.12.2020
Zuwachs in der Kiwara-Savanne: Der Zoo Leipzig freut sich über die Giraffenkuh Rania (2) aus dem Zoo Rapperswil und den Giraffenbullen Matyas (2) aus dem Zoo Prag, die beide in dieser Woche wohlbehalten in Leipzig angekommen sind. „Wir standen bereits seit längerer Zeit mit dem Zuchtbuchtführer des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms bezüglich neuer Giraffen in Kontakt und freuen uns, zwei neue Tiere in die bestehende Leipziger Herde integrieren und mit ihnen perspektivisch auch wieder in die Zucht einsteigen zu können. Bis sich allerdings der erste Nachwuchs einstellt, wird noch einige Zeit vergehen“, erläutert Seniorkurator Gerd Nötzold. Bereits im September kam die zweijährige Giraffenkuh Sipiwe (Zoo Aalborg), die den Auftakt zum Neuaufbau einer funktionierenden Zuchtgruppe bildete, nach Leipzig. Sie hat sich von Anfang an sehr umgänglich mit den anderen Giraffen gezeigt und gut eingelebt. Rania und Matyas wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft in die Herde integriert und werden schrittweise mit den Gegebenheiten der Savanne und den weiteren Bewohnern vertraut gemacht. Mit den beiden Neuzugängen ist die Leipziger Herde wieder auf sieben Rothschildgiraffen angewachsen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Giraffenbulle Matyas (M) wird von den anderen Giraffen begrüßt © Zoo Leipzig
Giraffenbulle Matyas (M) wird von den anderen Giraffen begrüßt © Zoo Leipzig

Giraffenkuh Rania im Vordergrund © Zoo Leipzig
Giraffenkuh Rania im Vordergrund © Zoo Leipzig

Giraffenbulle Matyas im neuen Gehege © Zoo Leipzig
Giraffenbulle Matyas im neuen Gehege © Zoo Leipzig

Koala-Nachwuchs getauft - Erstes Koala-Jungtier im Zoo Leipzig heißt: Bouddi
51 - 2020 / 02.12.2020
Seit acht Monaten wächst der erste Koala-Nachwuchs in der Geschichte des Zoo Leipzig heran. Die Erstaufzucht meistert Koala-Weibchen Mandie (3) bisher tadellos. Erst kürzlich sind beide in das Schaugehege des Koala-Hauses umgezogen und fühlen sich dort seitdem sehr wohl. „Wir sind äußerst zufrieden mit der Entwicklung und beobachten, dass Mandies Sohn zunehmend allein unterwegs ist. Für uns Pfleger der ideale Zeitpunkt, dem kleinen Koala einen Namen zu geben. Wir konnten uns im Team relativ schnell auf den Namen Bouddi verständigen. Diese Wahl ist einerseits eine Anlehnung an den Bouddi National Park in Australien, der in der Nähe des Australien Reptile Park Gosford liegt, aus dem Mandie zu uns kam. Zum anderen bedeutet er in der deutschen Übersetzung Herz und spiegelt unsere Bindung als Pfleger zu dem Jungtier passend wider“, begründet Bereichsleiterin Martina Hacker die Namensentscheidung. Getauft wurde Bouddi (alte austral. Sprache: Darkinyung) mit einem besonders leckeren Eukalyptuszweig. Auch er hat inzwischen Gefallen an den vier bis fünf verschiedenen Eukalyptusarten gefunden, die täglich von den Tierpflegern zur Fütterungszeit gereicht werden, und nimmt kontinuierlich an Gewicht zu. Indessen bringt Bouddi 960 Gramm auf die Waage. Wer dem kleinen Koala-Mann anlässlich seiner Namensgebung einen Strauß Eukalyptus zukommen lassen möchte, dem sei unsere neue Spendenaktion ans Herz gelegt: Mach mit: „Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier“ | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de)
Zoodirektor
Prof. Jörg Junhold

Kuscheleinheit für Bouddi © Zoo Leipzig
Kuscheleinheit für Bouddi © Zoo Leipzig

Koala-Nachwuchs Bouddi auf der Waage © Zoo Leipzig
Koala-Nachwuchs Bouddi auf der Waage © Zoo Leipzig

Koalaweibchen Mandie mit Sohn Bouddi © Zoo Leipzig
Koalaweibchen Mandie mit Sohn Bouddi © Zoo Leipzig
 

„Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier“ - Zoo Leipzig startet Spendenaktion
50 – 2020 / 01.12.2020
Eine Hand voll Regenwürmer für die Rochen, eine Box Heuschrecken für die Erdmännchen, ein Strauß Eukalyptus für die Koalas, ein Quaderballen Heu oder ein Anhänger Rüben für die Dickhäuter: Ab heute können Zoofreunde symbolische Futter-Portionen an den Zoo Leipzig spenden. Unter dem Motto „Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier“ startet der Zoo Leipzig heute eine Spendenaktion, mit der Einbußen aufgrund der anhaltenden Zooschließung kompensiert werden sollen. Bereits im Frühjahr war der Zoo knapp sieben Wochen – und damit länger als jemals zuvor in seiner Geschichte – geschlossen. Mit der nun geltenden Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen muss der Zoo für mindestens acht Wochen bis zum 28. Dezember ohne seine Besucher auskommen. „Wir haben im Frühjahr eine Welle der Solidarität erlebt, die uns durch diese außergewöhnliche Zeit getragen hat und in zahlreichen Spenden, Bienchen- und Tier-Patenschaften gemündet ist. Mit der neuen Aktion möchten wir unseren Zoofreunden die Möglichkeit geben, auf besondere Weise für uns da zu sein, ohne tatsächlich vor Ort sein zu können. Wir sind tierisch dankbar für diesen unglaublichen Rückhalt, den wir in diesem herausfordernden Jahr erleben“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Die symbolischen Weihnachts-Leckerbissen können ab sofort auf der Website unter www.zoo-leipzig.de/spendenaktion gebucht werden. Die Spender erhalten eine entsprechende Urkunde über den erworbenen Leckerbissen im pdf-Format. Die Futterpreise reichen je nach Portionsgröße von 5 Euro für den kleinen Hunger bis 300 Euro für eine Tagesration ganz besonders gesunder Leckerbissen. Die Urkunde für die Weihnachts-Leckerbissen eignet sich auch als besonderes Geschenk für Tierfreunde.
Begleitende Serie auf der Website
In den kommenden Tagen werden die verschiedenen Futterrationen und Tierarten auf der Website des Zoo Leipzig vorgestellt, so dass Zoo- und Tierfreunde im Advent am Geschehen im Zoo teilhaben können.
Die Spendenaktion ist unter www.zoo-leipzig.de/spendenaktion erreichbar. Dort können auch Gutscheine für einen späteren Zoobesuch erworben werden.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier - Zoo Leipzig startet Spendenaktion - Gemüse-Obst-Tagesration für Pongoland © Zoo Leipzig
Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier - Zoo Leipzig startet Spendenaktion
- Gemüse-Obst-Tagesration für Pongoland © Zoo Leipzig

Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier - Zoo Leipzig startet Spendenaktion - Elefantenjungtier Kiran © Zoo Leipzig
Ein Weihnachts-Leckerbissen für dein Lieblingstier - Zoo Leipzig startet Spendenaktion
- Elefantenjungtier Kiran © Zoo Leipzig

Das Löwentrio wird flügge - Online-Gutscheine als Geschenkidee
49 – 2020 / 19.11.2020
Löwenkater Majo hat seine Aufgabe mit Bravour gemeistert: Seit Februar dieses Jahres hat er sein Jungtier-Trio erfolgreich aufgezogen – und erzogen. Hanna, Elsa und Mateo sind unter seiner Obhut von kleinen Löwenwelpen zu prächtigen Junglöwen herangewachsen. Heute hieß es nun Abschied nehmen von den drei Rabauken, die in den Zoo Berlin umgezogen und wohlbehalten angekommen sind. „Es ist uns gelungen, mit dem Zoo Berlin ein neues Zuhause zu finden, das alle drei Löwen zusammen aufnehmen konnte, so dass sie zusammenbleiben können“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold. In Vorbereitung auf den Transport waren die Jungtiere bereits von Majo separiert worden, um sich an die neue Konstellation zu gewöhnen. Unterdessen teilen sich Majo und Löwin Kigali nun wieder die Löwensavanne Makasi Simba. Das Zuchtpaar war in den vergangenen Monaten stets in Sicht- und Hörweite und wirkt seit der Wiedervereinigung harmonisch. „Wir konnten die beiden adulten Löwen nicht dauerhaft getrennt halten, das widerspricht ihrer Natur. Gleichzeitig wollten wir kein Risiko für den Nachwuchs eingehen, in dem wir die Gruppe neuerlich verändern. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, das Trio abzugeben und mit der Vergesellschaftung von Kigali und Majo der natürlichen Konstellation Rechnung zu tragen“, erklärt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die notwendig gewordenen Schritte.
Neues Online-Portal gestartet
Während der Zoo Leipzig aufgrund der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen gegenwärtig für den Besucherverkehr geschlossen ist, laufen die Arbeiten im Zoo weiter. Die Tierpflege gewährleistet das Wohlbefinden der tierischen Zoo-Bewohner, es werden Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten erledigt, der Zooshop bietet Auszüge seines Angebotes online an und ein neues Buchungssystem ist gestartet. Letzteres eröffnet ab sofort die Möglichkeit, Online-Gutscheine für Tages- und Jahreskarten zu erwerben, diese zu verschenken und zu einem späteren Zeitpunkt
auch online einzulösen, um nach neuerlicher Zoo-Öffnung einen Tag im Großstadtdschungel zu erleben.
Das Buchungsportal ist unter www.zoo-leipzig.de/gutschein erreichbar.

Löwin Hanna © Zoo Leipzig
Löwin Hanna © Zoo Leipzig
 

Majo und Kigali sind wieder vereint © Zoo Leipzig
Majo und Kigali sind wieder vereint © Zoo Leipzig
 

Löwe Mateo © Zoo Leipzig
Löwe Mateo © Zoo Leipzig
 

Löwin Elsa © Zoo Leipzig
Löwin Elsa © Zoo Leipzig
 

Zoo bleibt ab Montag geschlossen - Kein Besucherverkehr bis 30. November
48 – 2020 / 30.10.2020
Der Zoo Leipzig bleibt vom 2. bis zum 30. November geschlossen. Damit entspricht der Zoo der aktuellen Corona-Verordnung des Freistaates Sachsen zur Eindämmung der steigenden Infektionszahlen im Land. „Die Anstrengungen der Politik zum Schutz der Bevölkerung stehen im Fokus. Wir bedauern natürlich, dass wir für unsere Besucher kein Anlaufpunkt sein dürfen, sehen aber angesichts der steigenden Infektionszahlen im ganzen Land die Notwendigkeit für harte Maßnahmen zum Schutz aller", sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Im Rahmen der Corona-Pandemie bleibt das Zoo-Portal zum zweiten Mal in diesem Jahr für längere Zeit geschlossen. Bereits im Frühjahr durfte der Zoo knapp sieben Wochen lang keine Besucher empfangen, erlebte aber eine enorme Welle der Unterstützung. Jetzt sind vorerst weitere vier Wochen ohne Besucher bis zum Monatsende beschlossen.
Die besondere Herausforderung für den Zoo Leipzig und alle anderen zoologischen Einrichtungen, die im Verband der Zoologischen Gärten organisiert sind und nun nicht öffnen dürfen: Der Zoobetrieb lässt sich nicht einfach stilllegen: Tierärzte und Pfleger müssen weiterhin ihrer Verantwortung für die ihnen anvertrauten Tiere nachkommen und die Handlungsfähigkeit des Zoos muss erhalten bleiben. Während also die Kosten im Lockdown kaum sinken, brechen gleichzeitig die wichtigen Einnahmen durch die Besucher weg. „Zoos könnten in dieser angespannten gesellschaftlichen Situation einen sicheren Erholungsort im urbanen Raum bieten“, sagt Jörg Junhold, der als Zoodirektor Leipzigs und Präsident des VDZ auf eine andere Lösung, wie in anderen Bundesländern getroffen, gehofft hatte. Die Hygienekonzepte der Zoos hätten sich seit der Wiedereröffnung der Zoos im Mai vielerorts bewährt, nun müssten sich die Zoos aber neuerlich auf schwere Wochen einstellen. „Wir werden die professionelle Tierpflege selbstverständlich sicherstellen und parallel dazu unsere internen Abläufe anpassen“, sagt Junhold.
Aktuelle Informationen zum Zoo-Geschehen finden sich auf www.zoo-leipzig.de.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor
Eine gewichtige Zusammenführung - Leipziger und Berliner Elefanten lernen sich kennen
47 – 2020 / 19.10.2020
Eine gewichtige Zusammenführung: Nach Tagen der Eingewöhnungszeit für die Berliner Elefanten stand heute Morgen das erste direkte Aufeinandertreffen mit der Leipziger Elefantenherde um Bulle Voi Nam auf dem Programm. „Die Zusammenführung der beiden Herden wurde im Vorfeld mit viel Akribie vorbereitet. Zunächst galt es, die Berliner Elefanten an die Leipziger Umgebung und das Handling schrittweise zu gewöhnen, um ihnen Sicherheit und Vertrauen zu geben. Erst dann war der nächste Schritt möglich. Im Vorfeld kann man nie hundertprozentig abschätzen, wie das erste Aufeinandertreffen ausfällt und ob sofort Rangansprüche ausgetragen werden. Wir können aber mit dem heutigen ersten Zusammentreffen zufrieden sein. Es wird sicherlich noch einige Zeit brauchen, bis sich die beiden Subgruppen zu einer homogenen Elefantenherde zusammengefunden haben“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein.
Der Auftakt der Vergesellschaftung fand auf der Außenanlage statt. Die Berliner Elefanten waren bereits auf der Anlage, als die Leipzig Herde zu ihnen stieß. „Es gab zunächst ein erwartetes Durcheinander. Mit abgespreizten Ohren und begleitet von einem dezent wahrnehmbaren Tröten orientierten sich die jungen Kühe zunächst an ihren Müttern, während dem Jungbullen Edgar die Existenz noch größerer Bullen ganz offensichtlich ein wenig Ehrfurcht eingeflößt hat. Auch Kiran schien überrascht und hielt sich nur in der Nähe seiner Tante Don Chung und Mutter Rani auf. Nur unser Bulle Voi Nam ließ sich nicht beirren und nutzte sofort die Gelegenheit, um die Berliner Kühe zu berüsseln. Vor allem die Berliner Kuh Kewa weckte sein Interesse. Die nächsten Tage bleiben spannend, sowohl für uns Pfleger als auch für die Elefanten. Vor allem die jungen Elefanten müssen sich mit der neuen Situation erst
zurechtfinden“, beschreibt Bereichsleiter Thomas Günther die Szenerie. Auch die Besucher können den Prozess der Zusammenführung bei ihrem Zoobesuch mitverfolgen. Die neun Elefanten können tagsüber alle Außenanlagen nutzen und erhalten damit auch etwas Raum für das Kennenlernen untereinander.
Mit der Ankunft der Berliner Elefanten im September wurde der Grundstein für den Aufbau einer sozialintakten Elefantenherde gelegt und damit dem Bestreben, weitere Nachzuchten für die vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten zu ermöglichen, der Weg geebnet. Die Zusammenstellung der neuen Herde erfolgte in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Zoos sowie dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Leipziger und Berliner Elefanten zusammen auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig
Leipziger und Berliner Elefanten zusammen auf der Aussenanlage © Zoo Leipzig
 

Elefantenkuh Kewa macht Bekanntschaft mit Don Chung, Rani und Kiran © Zoo Leipzig
Elefantenkuh Kewa macht Bekanntschaft mit Don Chung, Rani und Kiran © Zoo Leipzig
 

Bunter Herbst im Zoo Leipzig - Tickets für Halloween-Spektakel online sichern
46 – 2020 / 16.10.2020
Die Tage werden kürzer, doch das Zoo-Abenteuer bleibt tierisch spannend: Auch im Herbst lädt der Zoo Leipzig zu Abenteuer-Safaris mit den Zoolotsen ein und verspricht durch zahlreiche tierische Highlights unvergessliche Stunden in der Natur. Die fünf neuen Seelöwen fühlen sich zunehmend heimisch und auch die jungen Rüsselhündchen leben sich in ihrem Gehege ein. Unterdessen haben die größten Neuzugänge, die fünf Asiatischen Elefanten Kewa, Astra, Thuza, Pantha und Edgar, ihre neue Heimat intensiv erkundet und lernen die neuen Routinen kennen. Sie genießen immer wieder das Bad im Elefantentempel. Auch die Löwenjungtiere Hanna, Elsa und Mateo wachsen unter den wachsamen Augen von Vater Majo zusehends heran. Neben den tierischen Entdeckungen im herbstlich dekorierten Zoo können Ferienkinder vom 17. Oktober bis 01. November am Bastelstand mit den Zoolotsen ihrer Kreativität frönen.
Den Schlusspunkt unter das Herbstgeschehen setzt das südamerikanische Halloween-Spektakel am 31. Oktober. Das Motto der Veranstaltung lautet Dia de los animales muertos und lehnt sich an das farbenfrohe südamerikanische Fest an. Es stellt ausgestorbene und vom Aussterben bedrohte Tierarten in den Fokus. Auch kulturell wird das Halloween-Spektakel mit einem bunten Programm angereichert: Auf der Bühne im Konzertgarten wird es verschiedene Tanzdarbietungen gebieten, der Riesenkürbis wartet darauf, geschätzt zu werden und um 18.30 sowie 19.30 Uhr findet eine Feuershow statt.
Wer in den Herbstferien den Zoo besuchen oder das Halloween-Spektakel nicht verpassen möchte, sollte sich im Vorfeld seines Besuchs ein Onlineticket unter www.zoo-leipzig.de/tickets sichern.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor.

Silberrücken Abeeku mit Kürbis © Zoo Leipzig
Silberrücken Abeeku mit Kürbis © Zoo Leipzig
 

Koala-Nachwuchs wächst & gedeiht - Schaugehege für Mutter und Jungtier vorbereitet
45 – 2020 / 09.10.2020
Das erste Koala-Jungtier (6 Monate) in der noch jungen Haltungsgeschichte des Zoo Leipzig wird bald für die Besucher zu sehen sein. In den letzten Wochen wurden verschiedene Vorkehrungen im Schaugehege getroffen. „Für den Fall, dass Mandie mit ihrem Jungtier von einer Astgabel zu anderen springt oder der Nachwuchs bald allein das Gehege erkundet, haben wir Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um möglichen Verletzungen vorzubeugen. So wurden zum Beispiel Streu als Bodenbelag eingebracht und einige spitze Astgabeln zusätzlich abgerundet. Allerdings befinden wir uns derzeit im Anfangsstadium dieses Szenarios, denn das Jungtier hält sich noch hauptsächlich im Beutel der Mutter auf, beginnt aber zunehmend herauszukommen. Wenn es sich sicher auf dem Rücken der Mutter festhält, können wir den Schieber zum Schaugehege ziehen und dann liegt es an Mandie, ob und wann sie ins Schaugehege geht. Wir hoffen, es dauert nicht mehr lange“, erläutert Seniorkurator Ariel Jacken.
Mandies (3) Schützling hat in den vergangenen Wochen einen ordentlichen Entwicklungssprung erfahren: Das Jungtier hat nicht nur an Größe zugelegt, auch das Fell ist gewachsen und überhaupt sieht es der Mutter zunehmend ähnlich. „Wir können mehr als zufrieden sein. Mandie umsorgt ihr Junges fürsorglich und ist beim Herumklettern sehr vorsichtig, was ihre Fürsorge anschaulich unterstreicht. Außerdem hat ihr Appetit zugenommen, mittlerweile wiegt sie circa 7.100 Gramm (inklusive Jungtier) und damit etwas mehr als Oobi Ooobi. Allerdings können wir keinen Rückschluss auf das Gewicht des Jungtieres ziehen. Dieses haben wir bisher nur im gebotenen Abstand betrachtet“, berichtet Tierpfleger Philipp Hünemeyer und ergänzt, dass alle im Bereich auf den Tag warten, an welchem Mandie mit ihrem Spross auf dem Rücken das Schaugehege aufsucht.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Koala-Weibchen Mandie bei der Pfleger ihres Jungtieres © Zoo Leipzig
Koala-Weibchen Mandie bei der Pfleger ihres Jungtieres © Zoo Leipzig

Koala Mandie mit Jungtier in einer Astgabel © Zoo Leipzig
Koala Mandie mit Jungtier in einer Astgabel © Zoo Leipzig
 

Junge Rüsselhündchen in der Schau - Neue Affenart im Zoo Leipzig
44 – 2020 / 07.10.2020
Junge Rüsselhündchen zu sehen: Die am 23. August dieses Jahres geborenen Rotschulter-Rüsselhündchen haben in den letzten Wochen ordentlich an Gewicht und Größe zugenommen und sind ab sofort im Neuen Vogelhaus für die Besucher zu sehen. „Wir können mehr als zufrieden sein mit der Entwicklung der Jungtiere und uns über die erste gelungene Handaufzucht in einem deutschen Zoo freuen. Das zuständige Pfleger-Team hat mit viel Enthusiasmus hervorragende Arbeit geleistet und schließlich auch Erfahrungswerte für eine adaptierte Aufzucht bei dieser Tierart gesammelt“, schätzt Kurator Ruben Holland ein. Weil die Mutter wenige Tage nach der Geburt an einem Magengeschwür starb, mussten die beiden männlichen Jungtiere zunächst in die Handaufzucht genommen werden, bis sie selbständig Futter aufnehmen konnten. Handelte es sich in den ersten Wochen noch um einen Ersatzmilch, besteht die Hauptmahlzeit inzwischen aus Insekten. Nach erfolgtem Einzug gegenüber der Voliere des Zuchtmannes dauerte es nicht lang, bis der erste Rüsselhund voller Neugierde das neue Gehege erkundete. „Gegenwärtig setzen wir alles daran, eine Partnerin für unser Zuchtmännchen und perspektivisch auch für einen der jungen Rüsselhündchen zu bekommen, um ein weiteres Zuchtpaar zu etablieren. Rotschulter-Rüsselhündchen werden nur in wenigen Zoos gehalten, deshalb gehen unsere Bestrebungen dahin, die Population in deutschen Zoos weiter aufzubauen“, erläutert Ruben Holland die nächsten Schritte.
Neue Affenart im Zoo – Rote Sumpfspringaffen in Leipzig angekommen. Vor gut zwei Wochen bezogen zwei männliche Rote Sumpfspringaffen (4 & 5 Jahre alt) vorerst den rückwärtigen Bereich der Affeninseln. Sie werden sich zukünftig die Anlage mit den Goldgelben Löwenäffchen und Kaiserschnurrbarttamarinen teilen. „Wir wollten zusätzlich zum bestehenden Besatz eine weitere attraktive Affenart, die sich gut mit Krallenaffen vergesellschaften lässt. Die Roten Sumpfspringaffen sind zudem die einzigen Vertreter der großen Gruppe der südamerikanischen Springaffen in europäischen Zoos und werden in deutschen Zoos immer noch sehr selten gezeigt. Das Verzwirbeln ihrer langen Schwänze zu einem Zopf ist ihr Charakteristikum und ein Zeichen dafür, dass zwei Affen gut miteinander harmonieren“, erklärt Seniorkurator Ariel Jacken die getroffene Entscheidung. In den nächsten Wochen werden die Neuankömmlinge ausreichend Zeit erhalten, sich an ihr neues Zuhause und die klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Bisher wurden die Tiere in einer Tropenhalle gehalten und müssen nun sukzessive an die Außenanlage gewöhnt werden. „Wir hoffen auf einen warmen Herbst, so dass die Tiere auch für unsere Besucher bald zu sehen sein werden“, so Seniorkurator Ariel Jacken.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Junger Rüsselhund im neuen Gehege © Zoo Leipzig
Junger Rüsselhund im neuen Gehege © Zoo Leipzig
 

männliche Rote Sumpfspringaffen © Zoo Leipzig
männliche Rote Sumpfspringaffen © Zoo Leipzig
 

Willkommen in Leipzig – Berliner Quintett eingetroffen - Neue Dickhäuter ab morgen zu sehen
42 – 2020 / 25.09.2020
Leipzig begrüßt fünf neue Einwohner: Die Asiatische Elefantenkuh Kewa ist zusammen mit ihren beiden Töchtern Pantha und Thuza sowie Sohn Edgar und Freundin Astra aus dem Tierpark Berlin wohlbehalten in der Messestadt eingetroffen. Damit geht im Zoo eine gewichtige Woche im Zoo Leipzig zu Ende: Tieflader, Schwerlastkräne und umgebaute Schiffscontainer waren im Einsatz, um die mehr als 20 Tonnen tierische Ladung sicher zu transportieren. „Sechs Elefantentransporte in nur vier Tagen – das war eine Herkulesaufgabe für unser Team und die beteiligten Partner“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und lobt: „Alle Beteiligten haben mit hoher Professionalität und Umsicht diese anspruchsvolle Woche gemeistert. Auch unsere Neuzugänge machen einen entspannten Eindruck und fühlen sich augenscheinlich wohl.“ Bereits Anfang der Woche ist Elefantenbulle Naing Thein nach Kopenhagen umgezogen und lebt sich im Beisein von zwei Leipziger Pflegern ein.
Während Kewa gemeinsam mit Pantha und Edgar heute die Ankunft von Thuza und Astra in der Freilaufhalle des Elefantentempels Ganesha Mandir erwartet hat, nahm die Leitkuh bereits ein erstes Bad im Innenpool. Nachdem die Berliner Herde wieder vereint war, ging es zu einem ersten Kennenlernen auf die Außenanlage, wo das Quintett ab morgen auch für die Besucher des Zoo Leipzig zu sehen sein wird. „Die Elefanten gehen im Beisein ihrer vertrauten Berliner Pfleger sehr souverän mit der neuen Situation um. Wir freuen uns auf die bevorstehende Zeit mit dem spannenden Eingewöhnungsprozess bei uns“, sagt Seniorkurator Gerd Nötzold.
Das erklärte Ziel des Projektes ist es, eine Herde mit Perspektive und funktionierendem Sozialgefüge aufzubauen, um die Nachzucht der stark vom Aussterben bedrohten Tiere zu sichern. In Vorbereitung des Umbaus der Leipziger Elefantenherde fand eine intensive Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und den vier beteiligten Zoos statt. „Mein großer Dank geht an das Team, unsere Partner und Kollegen für die reibungslose Umsetzung dieser anspruchsvollen Aufgabe“ sagt Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold. Bevor die Leipziger und Berliner Elefanten vereint werden, soll sich nun zunächst eine neue Routine einstellen und die Neuzugänge bekommen Zeit, den Elefantentempel und ihre neuen Pfleger kennenzulernen. Der erste Rüsselkontakt zwischen Leitkuh Kewa und Elefantenbulle Voi Nam, der die Leipziger Gruppe mit Rani, Sohn Kiran und Tante Don Chung bildet, verlief bereits harmonisch und interessiert.

Die Berliner Elefantenherde ist da © Zoo Leipzig
Die Berliner Elefantenherde ist da © Zoo Leipzig

Wichtiger Schritt für Leipziger Elefantenhaltung
Neue Dickhäuter für den Elefantentempel Ganesha Mandir

41 – 2020 / 21.09.2020
Der lange angekündigte Umbau der Leipziger Elefantenherde wird konkret. Das aktuelle Quartett um Elefantenbulle Voi Nam, Rani mit ihrem Jungtier Kiran und Don Chung wird um den Familienverband von Leitkuh Kewa aus dem Tierpark Berlin erweitert. Neben der 37-jährigen Elefantenkuh kommen ihre Töchter Thuza (11 Jahre). und Pantha (8 Jahre) sowie Sohn Edgar (4 Jahre) und Kewas Freundin Astra (40 Jahre) nach Leipzig. „Unser erklärtes Ziel ist es, eine gemeinsame Herde mit Perspektive und funktionierendem Sozialgefüge aufzubauen, um die Nachzucht der stark vom Aussterben bedrohten Tiere zu sichern“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.
Die Zusammenstellung der neuen Herde wurde in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Zoos sowie dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm erarbeitet. Das Elefantenhaus in Berlin wird umgebaut und anschließend ausschließlich Afrikanischen Elefanten zur Verfügung stehen, so dass die Neuankömmlinge dauerhaft in Leipzig bleiben werden. „Die bevorstehenden Transfers, die Teil eines komplexen Geschehens auf europäischer Ebene sind, untermauern die enge Zusammenarbeit der Zoos für die ihnen anvertrauten Tiere. Die Berliner werden nach ihrer Ankunft Zeit zur Eingewöhnung haben, bevor wir beginnen werden, sie schrittweise mit unseren Elefanten zusammenzuführen“, erklärt Seniorkurator Gerd Nötzold die bevorstehende, intensive Arbeit des Teams. Unterstützung erhalten die Leipziger dabei von Kollegen aus Berlin, die ihre Schützlinge beim Einleben begleiten werden.
In den vergangenen Wochen haben mit Hoa und Trinh bereits zwei Elefantenkühe Leipzig in Richtung Neunkirchen verlassen, wo sie sich inzwischen gut eingelebt haben. Der Elefantenbulle Naing Thein wird die Messestadt in Richtung Kopenhagen verlassen, da in der neuen Herde nur der Leipziger Elefantenbulle Voi Nam eine Rolle spielt. Elefantenkuh Saida bleibt vorerst in Leipzig, bis auch für sie eine optimale Lösung gefunden ist.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Asiatische Elefanten Kewa - Astra - Pantha - Thuza v.l.n.r. © Tierpark Berlin
Asiatische Elefanten Kewa - Astra - Pantha - Thuza v.l.n.r. © Tierpark Berlin

Mutter Kewa mit Jungbulle Edgar © Zoo Leipzig
Mutter Kewa mit Jungbulle Edgar © Zoo Leipzig
 

Quirliges Quintett - Neue Kalifornische Seelöwen - Rotschulter-Rüsselhündchen erstmals in Deutschland gezüchtet
40-2020 / 15.09.2020
Lio und Finja aus dem Zoo Wuppertal eingetroffen: Bereits im Sommer zogen drei Kalifornische Seelöwen (Zalophus californianus) aus dem Tierpark Nürnberg in die Leipziger Seebärenanlage ein und sorgen seitdem dort für ordentlich Stimmung im Becken; nun hat sich die Minigruppe um zwei weitere einjährige Weibchen vergrößert. Lio und Finja sind letzte Woche (09.09) in Leipzig eingetroffen. Nachdem sie ihr Quartier ausgiebig unter die Lupe genommen und die drei Seelöwen Hilla, Sissi und Alice kennengelernt haben, durften sie zusammen mit den anderen das Außenbecken erstmals erkunden. „Der Transport der Tiere nach Leipzig sowie die Vergesellschaftung aller fünf Seelöwen verlief ohne Probleme und recht entspannt. Seelöwen sind von Natur aus neugierig und sehr gelehrig, insofern gestaltet sich der Eingewöhnungsprozess auch relativ einfach. Das hat sich auch bei Hilla, Alice und Sissi gezeigt, die sich schnell an ihre neuen Pfleger gewöhnt haben und inzwischen das wichtige und täglich vollzogene veterinärmedizinische Training gut absolvieren. Wir hoffen, dass sich die beiden Neuen ebenso gut eingewöhnen. Für die Besucher sind die fünf quirligen Seelöwen auf jeden Fall eine große Attraktion im Becken“ freut sich Kurator Ruben Holland.
Auch kann Kurator Ruben Holland den ersten Zuchterfolg bei den Rotschulter-Rüsselhündchen verkünden: „Unser Pärchen, das im letzten Sommer zu uns nach Leipzig gekommen ist, hat im August für zweifachen Nachwuchs gesorgt. Nach unseren Recherchen ist es sogar der erste Zuchterfolg in einem deutschen Zoo überhaupt. Allerdings starb leider das Muttertier wenige Tage nach der Geburt und wir mussten die die Jungen vorübergehend in die Handaufzucht nehmen. Kollegen aus amerikanischen Zoos, die regelmäßig nachzüchten, haben uns mit Empfehlungen für die Futterzusammenstellung und für den Umgang mit den Jungen dankenswerterweise weitergeholfen, sodass wir die Jungen bisher gut groß bekommen haben. Sie sind recht mobil unterwegs und fressen inzwischen eigenständig. Darüber sind wir sehr froh und hoffen, dass die Entwicklung weiterhin positiv verläuft.“ Die jungen Rüsselhündchen werden noch einige Zeit im rückwärtigen Bereich versorgt und sind gegenwärtig nicht für Besucher zu sehen.
Prof. Dr. Jörg Junhold

Erstes gemeinsames Schwimmen der fünf Seelöwen © Zoo Leipzig
Erstes gemeinsames Schwimmen der fünf Seelöwen © Zoo Leipzig
 

männliche Rotschulter-Rüsselhündchen © Zoo Leipzig
männliche Rotschulter-Rüsselhündchen © Zoo Leipzig
 

K!DZ-Riesenkinderfest mit dem Traumzauberbaum
Ticket-Vorverkauf für Benefizevent am 5. September

39 – 2020 / 02.09.2020
Der Traumzauberbaum feiert seinen 40. Geburtstag – und lädt die Zoobesucher der 23.Auflage des traditionellen K!DZ-Riesenkinderfestes ein, am 5.September seine Gäste zu sein. Die bei kleinen und großen Zoobesuchern beliebte Benefizveranstaltung zugunsten der Uni-Kinderklinik verspricht mit einem bunten Bühnenprogramm und verschiedenen Aktionsständen ein unvergesslicher Tag zu werden. Zwulf bringt sein Mitmachprogramm mit, Kess lädt zum Feiern, Singen und Tanzen ein und Klinik-Clown Gerald Ruppert kommt mit seinem Mäusezirkus in den Zoo.
Die Spendengelder der Sponsoren und Unterstützer kommen der Stiftung Kinderklinik Leipzig zu Gute, die betroffene Familien unterstützt. Singa, bekannt als Moderatorin aus dem Baumhaus und Sing-und Tanzalarm beim KIKA, wird als Moderatorin durch den Tag im Konzertgarten führen.
Die Tickets für das K!DZ-Riesenkinderfest sind begrenzt und unter www.zooleipzig.de/kidz erhältlich. Kinder von 6 bis 16 Jahre erhalten freien Eintritt, benötigen jedoch ein entsprechendes 0 €-Onlineticket, während jüngere Kinder kein separates Ticket benötigen. Die Tageskassen sind nur bei freien Kapazitäten geöffnet. Zoo-Jahreskarten behalten auch ohne Zusatzticket ihre Gültigkeit.
Schlupferfolge in der Flamingolagune
In der Erlebniswelt Südamerika haben die Chileflamingos in den vergangenen Wochen die Zeit zum Bruthügelbau und Eier legen genutzt. Die ersten Erfolge werden nun sichtbar: Unter dem Schutz der Elternvögel wachsen gegenwärtig zwei geschlüpfte Küken heran. Weitere Eier werden noch bebrütet. „Die Saison ist spät in Gang gekommen, aber die Elternvögel profitieren bei der Aufzucht von den Erfahrungen der vergangenen Jahre“, sagt Kurator Ruben Holland.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Chileflamingos mit Küken © Zoo Leipzig
Chileflamingos mit Küken © Zoo Leipzig

Chileflamingos mit einem Küken © Zoo Leipzig
Chileflamingos mit einem Küken © Zoo Leipzig
 

Auf der Suche nach 17 Arten - Entdeckertage Affen locken in den Zoo
38 – 2020 / 20.08.2020
Die kleinen und großen Affen stehen am bevorstehenden Wochenende im Zoo Leipzig ganz besonders im Fokus: Die Entdeckertage laden dazu ein, die 17 Arten im Zoo Leipzig kennenzulernen. Futterrationen begutachten, Besonderheiten der verschiedenen Vertreter entdecken und Wissenswertes rund um den Schutz vieler bedrohter Arten erfahren – all das können die Zoobesucher auf ihrem Weg durch den Zoo erleben, während sie sich mit einem Sticker-Bogen auf Affen-Rallye begeben und die einzelnen Arten nach und nach im gesamten Zoo aufsuchen.
Neue Rothschild-Giraffe angekommen
Ein Neuankömmling in der Erlebniswelt Afrika ist hingegen nicht zu übersehen: Die 2,5 Jahre alte Rothschild-Giraffe Sipiwe ist heute im Zoo Leipzig eingetroffen. Nach reibungsloser Fahrt von Aalborg in die Messestadt und dem mutigen Gang aus dem Anhänger lebt sich die Neu-Leipzigerin behutsam ein, bevor sie direkten Kontakt zu ihren Artgenossen und den übrigen Bewohnern der Kiwara-Savanne bekommt.
Onlineticket & Abendkarte
Aktuelle Informationen und Onlinetickets für den Zoobesuch sind auf www.zooleipzig.de erhältlich. Tipp für den Feierabend oder das Nachmittagsprogramm: Die Abendkarte berechtigt bereits ab 16 Uhr zum Zoobesuch – und verspricht spannende Beobachtungen bei Tierarten, die gegen Abend erst so richtig munter werden. Zudem hat der Online-Vorverkauf für das K!DZ-Riesenkinderfest am 5. September im Online-Ticketshop begonnen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

KIDZ-Riesenkinderfest am 5. September © Zoo Leipzig
KIDZ-Riesenkinderfest am 5. September © Zoo Leipzig

Orang-Utan überraschend gestorben - Pathologische Untersuchung steht aus
37 – 2020 / 10.08.2020
Nach kurzem Krankheitsverlauf mit Abgeschlagenheit und Inappetenz ist der Orang-Utan Martok am Wochenende überraschend gestorben. Die unmittelbar nach Auftreten der Krankheitssymptome eingeleitete veterinärmedizinische Behandlung hatte zuvor keine Besserung gebracht.
Nach dem Tod des drei Jahre alten Orang-Utans hatte die Gruppe zunächst Zeit Abschied zu nehmen, bevor er zur pathologischen Untersuchung überstellt wurde. Aufgrund der noch ausstehenden Ergebnisse kann der Zoo Leipzig gegenwärtig keine Ursache benennen.
Schwimmschule in Gondwanaland
Unterdessen haben die jungen Riesenotter in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland die Mutterstube verlassen und sind gemeinsam mit Mutter Emilia und Vater Tacutu mehrmals täglich im südamerikanischen Badebecken zu sichten. Das Elternpaar forciert durch das Füttern von Fisch die Aufnahme fester Nahrung und bringt den drei Rabauken Arne, Arno und Arni das Schwimmen bei. Schwimmen, tauchen und drehen sind gar nicht so einfach zu meistern – aber Übung macht bekanntlich den Meister.
Aktuelle Informationen und Onlinetickets für den Zoobesuch sind auf www.zooleipzig.de erhältlich.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoo Leipzig reagiert auf großen Zuspruch - Datiertes Online-Ticket garantiert Zutritt
36 – 2020 / 05.08.2020
Die Beliebtheit des Zoo Leipzig als Ausflugsziel ist ungebrochen und der Zoo ist dankbar für den großen Besucherzuspruch in den ersten Ferienwochen. Um die Planbarkeit für seine Gäste zu erhöhen und die Organisation der Zootage zu optimieren, gibt es ab sofort ein begrenztes Kontingent an datierten Tagestickets, die den Zutritt am gewählten Besuchstag zu jeder Zeit garantieren. Auch die Tageskassen sind weiterhin geöffnet. Diese können aber je nach Besucheraufkommen im Tagesverlauf zeitweise geschlossen werden, so dass es für Gäste ohne Onlineticket zu Wartezeiten kommen kann. Zudem lohnt sich für Leipziger und Gäste der Besuch mit dem ab 16 Uhr gültigen Abendticket.
Seit Wiedereröffnung des Zoos nach einer siebenwöchigen Schließzeit besteht auf dem Zoogelände eine Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Diese schließt ein, dass jeder Besucher eine entsprechende Abdeckung bei sich hat, um sie im Bedarfsfall sowie bei verpflichtender Nutzung (z.B. derzeit in den Zooshops sowie auf der Bootsfahrt in Gondwanaland) nutzen zu können.
Die kurzfristigen Anpassungen der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie wurden auf Basis der Erfahrungen in den ersten beiden Ferienwochen vorgenommen. Der Zoo Leipzig bittet seine Besucher um Verständnis und Unterstützung bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sowie der Einhaltung von Abständen zum Schutz aller Besucher und Mitarbeiter.
Zoobesucher erhalten auf www.zoo-leipzig.de aktuelle Informationen sowie die Onlinetickets.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Sommer in Leipzig - mit dem Onlineticket in den Zoo © Zoo Leipzig
Sommer in Leipzig - mit dem Onlineticket in den Zoo © Zoo Leipzig
 

Leben im Beutel - Koala-Weibchen Mandie hat für Nachwuchs gesorgt
35 - 2020 / 28.07.2020
Erster Koala-Nachwuchs im Zoo Leipzig: Im Beutel von Koala-Weibchen Mandie (3) wächst seit etwa vier Monaten der erste Koala-Nachwuchs in der Geschichte des Zoo Leipzig heran. „Zunächst hatten wir nur einen Verdacht, dann konnten wir eindeutige Bewegungen im Beutel beobachten und sind uns inzwischen sicher, dass im Beutel von Mandie ein Jungtier heranwächst“, so Seniorkurator Ariel Jacken, der zusammen mit seinem Tierpflegerteam in den letzten Monaten dafür gesorgt hat, dass die entscheidenden ersten Monate gut verlaufen. Vater des Jungtieres ist der sechs Jahre alte Koala-Mann Oobi Ooobi, der im Jahr 2016 als Erster das neue Koala-Haus bezog. „Dieser Zuchterfolg ist der Lohn für unsere Bemühungen in den letzten Jahren, einen Beitrag für den Erhalt dieser gefährdeten australischen Tierart, deren Bestand nicht zuletzt durch die Waldbrände stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, zu leisten“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Zunächst galt es für den Zoo Leipzig, Erfahrungen in der Haltung dieser hochspezialisierten Beuteltierart zu erlangen, um perspektivisch in die Zucht einsteigen zu können. Hier stand der Zoo auch im Austausch mit dem Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramm (EEP) und mit dem Australien Reptile Park Gosford, der im vergangenen Jahr mit zwei zur Verfügung gestellten Tieren die Grundlage für den jetzigen Zuchterfolg schuf und damit ermöglichte, die europäische Population zu vergrößern. „Bisher haben wir noch nicht aktiv nach dem Jungtier geschaut, um die Jungtieraufzucht nicht zu stören. Schließlich handelt es sich um eine Erstaufzucht. Wir sind uns aber sicher, dass es optimal und vollumfänglich von der Mutter versorgt wird. Wir werden Mandie in den nächsten Wochen so viel Ruhe wie notwendig gewähren und bitten um Verständnis, wenn sie nicht immer zu sehen sein wird“, so Junhold. Bis sich der Spross von Oobi-Ooobi und Mandie das erste Mal aus dem Beutel wagen wird, vergehen noch ein paar Wochen.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Koala-Weibchen Mandie © Zoo Leipzig
Koala-Weibchen Mandie © Zoo Leipzig

Koala-Weibchen Mandie auf der Waage © Zoo Leipzig
Koala-Weibchen Mandie auf der Waage © Zoo Leipzig

Erfolgreicher Elefantentransfer - Hoa & Trinh sind wohlbehalten im Tierpark Neunkirchen angekommen
34 – 2020 / 22.07.2020
Elefantentransfer erfolgreich abgeschlossen: Die beiden Elefantenkühe Hoa (35) und Trinh (38) sind heute Morgen wohlbehalten im saarländischen Zoo Neunkirchen angekommen. Per Spezialtransporter und in Begleitung ihrer Tierpfleger ging es für die beiden Kühe bereits am Dienstagabend in Richtung Neunkirchen, wo sie unmittelbar nach Ankunft im neuen Zuhause in die für sie vorgesehenen Gehegeboxen gebracht wurden. Sie dürfen sich nun in den nächsten Tagen von der Reise erholen und an die neuen Gegebenheiten gewöhnen. Ihre Leipziger Elefantenpfleger werden den Eingewöhnungsprozess die ersten Tage vor Ort begleiten. „Unser langfristiges Ziel für die Asiatischen Elefanten im Zoo Leipzig ist es, in einer der modernsten Anlagen Europas eine sozial intakte Elefantenherde mit unterschiedlicher Altersstruktur und Potential für den Arterhalt aufzubauen. Die notwendigen Bestandsveränderungen werden in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm erarbeitet, das auch die Empfehlung für Neunkirchen ausgesprochen hat, um der dort alleinstehenden Kuh Kirsky Gesellschaft zu ermöglichen“, erläutert Seniorkurator Gerd Nötzold die Hintergründe des Transfers. Auch Elefantenkuh Saida soll Leipzig voraussichtlich verlassen und für sie eine passende Heimat gefunden werden, da sie mit der bestehenden Herde nicht verträglich ist. Sobald sich die Planungen konkretisieren und das EEP die Empfehlung für Saida ausgesprochen hat, wird der Zoo Leipzig entsprechend informieren.
Inzwischen gut eingespielt ist das Quartett um Bulle Voi Nam (18), Elefantenkuh Rani (11), Kuh Don Chung (37) und dem sechs Monate alten Bullen Kiran, der zunehmend den Umgang mit Wasser und Sand durch seine Herde kennenlernt und langsam auch Gefallen an der täglichen Badeeinheit findet.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Anstellen des Elefantencontainer © Zoo Leipzig
Anstellen des Elefantencontainer © Zoo Leipzig
 

Verladung des Elefanten-Spezialcontainer © Zoo Leipzig
Verladung des Elefanten-Spezialcontainer © Zoo Leipzig
 

Elefantenkühe Hoa und Trinh auf der Freianlage © Zoo Leipzig
Elefantenkühe Hoa und Trinh auf der Freianlage © Zoo Leipzig
 

Erste Tiere für Feuerland - Quirlige Kalifornische Seelöwen eingetroffen
33 – 2020 / 20.07.2020
Die ersten Tiere für Feuerland sind eingetroffen: Drei Kalifornische Seelöwen (Zalophus californianus) aus dem Tierpark Nürnberg bezogen am vergangenen Dienstag vorrübergehend ihr neues Quartier in der Leipziger Seebärenanlage und bilden den Auftakt für den Aufbau einer Seelöwengruppe, die perspektivisch in der Erlebniswelt Südamerika – Feuerland gehalten werden soll. Mit Feuerland entsteht in den nächsten Jahren eine eindrucksvolle Wasserwelt mit einem 360-Grad-Unterwassertunnel als absolutes Highlight, der den Besuchern die Möglichkeit bietet, die Kalifornischen Seelöwen auf ihrem Tauchgang von allen Seiten zu beobachten. Die drei einjährigen, weiblichen Seelöwen werden schrittweise an die Anlage und Tierpfleger gewöhnt und mit den beiden Leipziger Seebären Danny (23) und Lippi (23) vergesellschaftet. „Ein besonderes Augenmerk bei der Ankunft und Eingewöhnung dieser Tiere richten wir auf den Zeitpunkt der konstanten Nahrungsaufnahme. Beginnen die Tiere recht schnell zu fressen, ist es für uns ein Zeichen, dass sie sich wohlfühlen. So auch unsere drei Seelöwen, die sich insgesamt sehr interessiert an ihrer neuen Umgebung zeigen und heute bereits das erste Mal das Wasserbecken erkunden durften“, freut sich Kurator Ruben Holland über die drei quirligen Neuzugänge, die ab sofort für die Besucher zu sehen sind. In den nächsten Wochen werden weitere Individuen dieser Art nach Leipzig kommen.
Mit der Haltung der Kalifornischen Seelöwen betritt der Zoo Leipzig kein Neuland. Im Verlauf seiner 142-jährgen Geschichte wurden immer wieder Kalifornische Seelöwen gehalten und gezüchtet.
Prof. Dr. Jörg Junhold
Zoodirektor

Seelöwen Hilla_Sissi und Alice erkunden ihr neues Revier © Zoo Leipzig
Seelöwen Hilla, Sissi und Alice erkunden ihr neues Revier © Zoo Leipzig
 

Seelöwen Hilla, Sissi und Alice erkunden ihr neues Revier © Zoo Leipzig
Seelöwen Hilla, Sissi und Alice erkunden ihr neues Revier © Zoo Leipzig
 

Sommerurlaub im Zoo Leipzig - Tierisch spannende Ferienzeit
32 – 2020 / 16.07.2020
Urlaub in Asien, Afrika oder Südamerika gewünscht? Im Zoo Leipzig können Reisende an nur einem Tag eine kleine Weltreise absolvieren und auf tierische Expeditionen durch die Tier- und Pflanzenwelt gehen. Die jungen Löwen Elsa, Hanna und Mateo in Afrika, das Elefantenkalb Kiran in Asien, die kleinen Wasserschweine in Südamerika und die zahlreichen Jungtiere in Pongoland versprechen unvergessliche Beobachtungen und Urlaubstage. Auch die Leipziger Tropen in Gondwanaland laden unmittelbar in der Messestadt zum exotischen Urlaub in der Ferne ein. Zum Start in die Urlaubszeit 2020 profitieren ab Freitag, 17. Juli, Familien wieder beim Kauf des Familientickets. Das flexibel nutzbare Onlineticket (www.zoo-leipzig.de/offen) verspricht den direkten Zugang in den Zoo, aber auch die Tageskassen sind wieder geöffnet.
Zusätzlich zum tierischen Erlebnis kommen kleine Zoogäste an allen Wochenenden bis Ende August beim Puppentheater voll auf ihre Kosten. Jeden Samstag und Sonntag um 15 und 17 Uhr werden vom Puppentheater Sterntaler Vorführungen mit tierischen Geschichten gezeigt. Die Vorstellungen sind im Zoo-Eintritt inklusive. Für das 13. Sommerkabarett mit der Leipziger Funzel im Konzertgarten gibt es hingegen Tickets im Vorverkauf (tinyurl.com/funzel2020). Das diesjährige Programm heißt „Hirn an – Glotze aus!“ und verspricht Lacher bis Mitternacht. Ein abendlicher Zoobesuch ist inklusive.
Ausblick: Entdeckertage Bienen
Am 25. und 26. Juli locken die beliebten Entdeckertage Bienen wieder mit spannenden Highlights rund um die emsigen Insekten in den Zoo. Mit dem kleinen Imker-Pass gehen alle Entdecker auf Rallye durch den Zoo, lösen Aufgaben und sammeln Wissen. Außerdem werden Saatkugeln und Insektenhäuser gebastelt, Imker geben Einblick in ihre Arbeit und es gibt leckeren Bienenstich.
Zudem möchte sich der Zoo Leipzig bei allen Bienen-Paten, die den Zoo im Rahmen der Spendenaktion „Ein Bienchen für dich“ unterstützt haben, bedanken. Die Bienen-Paten, die den Zoo an den Entdeckertagen Bienen besuchen, können sich gegen Vorlage ihrer Paten-Bestätigung am Stand des Freundes- und Fördervereins einen Button abholen. Wer bis dahin noch eine symbolische Bienen-Patenschaft für sich selbst oder zum Verschenken für fleißige Bienchen – zum Beispiel zum morgigen Zeugnis – abschließen möchte, kann dies unter www.zoo-leipzig.de/bienchen oder bei den Entdeckertagen Bienen vor Ort tun.

Sommerliche Abkühlung für Elefantenkalb Kiran © Zoo Leipzig
Sommerliche Abkühlung für Elefantenkalb Kiran © Zoo Leipzig
 

Emsige Insekten im Fokus - die Bienen © Zoo Leipzig
Emsige Insekten im Fokus - die Bienen © Zoo Leipzig
 

PRESSEMITTEILUNG
82 Prozent der Deutschen von Zoos überzeugt - Forsa-Studie dokumentiert hohe Beliebtheit
Berlin, 2. Juli 2020. Die Deutschen sind Zoo-Freunde: Eine deutliche Mehrheit befürwortet, dass es zoologische Einrichtungen gibt, bewertet deren Artenschutzbemühungen als sehr wichtig und lernt in ihnen Wertschätzung für Tiere kennen. Das ist das Ergebnis der aktuellsten und umfassendsten Studie zur Einstellung der Deutschen gegenüber Zoos, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. „Diese Umfrage-Ergebnisse erfüllen uns mit Stolz“, sagt der Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten, Prof. Dr. Jörg Junhold und ergänzt: „Sie zeigen neben der hohen Akzeptanz, dass es unseren Zoos gelingt, als Brücke zwischen urbaner Lebenswelt und den Anliegen des Natur- und Artenschutzes zu fungieren, indem sie diese wichtigen Themen transportieren.“
Die zentrale Frage der repräsentativen Studie im Auftrag des Verbandes war jene nach dem Grad der Akzeptanz. Gefragt, ob sie Zoos in Deutschland befürworten, antworteten überwältigende 82 Prozent mit „Ja“; lediglich 12 Prozent der Deutschen lehnen demnach Zoos ab, die übrigen Befragten machten keine Angaben. Erfreulich für die Zoos ist, dass sich der Zustimmungswert auf diesem hohen Niveau einpendelt; gegenüber der ersten Auflage der Umfrage 2017 ist er sogar noch um einen Prozentpunkt gestiegen.
Moderne zoologische Gärten haben sich dem Schutz der schwindenden Biodiversität verpflichtet, indem sie bedrohte Tierarten in Zoos und im natürlichen Lebensraum pflegen und erhalten. Diese gesellschaftliche Aufgabe wird von der deutschen Bevölkerung besonders hoch eingeschätzt. Demnach sagen 65 Prozent der Befragten, dass diese Bemühungen „sehr wichtig“ sind; für weitere 28 Prozent sind sie „wichtig“. Ähnlich verhält es sich mit dem Engagement der Zoos vor ihren Toren: 55 Prozent der Deutschen halten es für „sehr wichtig“, wenn sich Tiergärten und Zoo direkt in den bedrohten Lebensräumen für die Tiere stark machen, für weitere 36 Prozent ist es noch „wichtig“. VdZ-Präsident Jörg Junhold, der als Direktor auch den Zoo Leipzig leitet, sagt dazu: „Das sind sehr erfreuliche Werte, die sich mit unserem Ansinnen und Selbstverständnis decken: Wir sind als Zoos die Artenschutzzentren der Gegenwart.“
Die Forsa-Studie zeigt ebenso, dass ein Zoobesuch im 21. Jahrhundert sehr positiv auf die Besucher wirkt. Mehr als zwei Drittel haben nach eigenen Aussagen bei ihrem letzten Besuch etwas über Tiere (11 Prozent „sehr viel“; 58 Prozent „viel“) gelernt. Darüber hinaus entsteht bei einer Mehrheit auch eine emotionale Verbindung: 32 Prozent der Befragten sagen, dass sich ihre Wertschätzung für Tiere durch den Zoobesuch vergrößert hat („voll und ganz“); weitere 48 Prozent stimmen dieser Aussage „eher“ zu. 71 Prozent (20 Prozent „voll und ganz“, 51 Prozent „eher“) sagen, dass sie sich während des Zoobesuches mit der Natur verbunden gefühlt haben.
„Wir sind sehr glücklich, dass die Arbeit unserer modernen Zoos inzwischen solch positiven Widerhall in der Bevölkerung findet“, sagt Jörg Junhold. „Das ist uns Auszeichnung und Ansporn zugleich – wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“
Hinweise: Die Forsa-Befragung wurde mittels eines Online-Tools im November 2019 durchgeführt. In Deutschland wurden bundesweit 1.508 nach einem systematischen Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Parallel dazu hat der Verband der Zoologischen Gärten dieselbe Untersuchung auch in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz durchführen lassen. Alle Untersuchungsergebnisse finden sich auf www.vdz-zoos.org.
Kontakt
Sebastian Scholze, Leiter Kommunikation (sebastian.scholze@vdz-zoos.org; 0175-2731955)
Über den VdZ
Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien.

Tierpflegerin Kirsten Roth mit Schneeleopard als Vertreter bedrohter Arten © Zoo Leipzig
Tierpflegerin Kirsten Roth mit Schneeleopard als Vertreter bedrohter Arten © Zoo Leipzig
 

Sommer in Leipzig – Weltreise im Zoo - Weitere Lockerungen ab heute
31 – 2020 / 01.07.2020
Die Zebras galoppieren über die Kiwara-Savanne, der Lippenbär-Nachwuchs erklimmt wagemutig die Kletterbäume, die Löwenjungtiere toben über ihr Gelände und in Gondwanaland wächst der Nachwuchs bei den Kronenmakis und Riesenottern heran. Für die Tiere scheint alles wieder normal – doch es ist eine neue Form des Alltags eingezogen in diesem Jahr, in dem der Masterplan Zoo der Zukunft 20 Jahre alt wird. „Dieses Jahr 2020 stellt uns vor enorme Hürden und verlangt unseren Besuchern viel Verständnis ab“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. „Aber wir hoffen nach den schwierigen Monaten Schritt für Schritt auf die Rückkehr zum normalen Betrieb und einer besseren Einnahmesituation, auch wenn uns bewusst ist, dass es eine neue Normalität werden wird.“ Die neue Corona-Schutzverordnung, die bis zum 17. Juli gilt, verlangt weiter das Abstandhalten und hält das Kontaktverbot aufrecht. „Wir möchten unseren Besuchern dennoch abseits des Alltags im Zoo schöne Auszeiten mit der ganzen Familie bieten. Das Reisen wird in diesem Jahr schwierig, aber bei uns können die Gäste eine kleine Weltreise mitten in Leipzig erleben und von Kontinent zu Kontinent wandern, um die Tierwelt zu entdecken.“
Zum Start in den Juli und die bevorstehende Ferienzeit kann der Zoo Leipzig ab heute weitere Anpassungen vornehmen: Der Verkauf von Tagestickets, die nicht mehr an Zeitslots gebunden und begrenzt sind, findet weiterhin im Online-Ticketshop und ergänzend nun auch wieder an der Zoo-Kasse statt. Der spontane Besuch ist damit für alle Zoofreunde möglich. Zudem bietet der Zoo mit Beginn der sächsischen Sommerferien (ab 17. Juli.) seine vollumfänglichen Ticketkategorien wieder an. Auch in Gondwanaland gibt es weitere Lockerungen: So dürfen die Boote auf dem Urwaldfluss Gamanil wieder fahren und Besucher mit Maske auf eine Reise durch den Leipziger Regenwald mitnehmen. Der Baumwipfelpfad wird ebenso für die Besucher geöffnet.
Aktuelle Informationen zum Zoobesuch gibt es immer auf www.zoo-leipzig.de.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

galoppierende Gravy-Zebras auf der Kiwara-Savanne © Zoo Leipzig
galoppierende Gravy-Zebras auf der Kiwara-Savanne © Zoo Leipzig
 

Bootsfahrt auf dem Gamanil und Baumwipfelpfad in Gondwanaland © Zoo Leipzig
Bootsfahrt auf dem Gamanil und Baumwipfelpfad in Gondwanaland © Zoo Leipzig
 

Mateo, Hanna und Elsa enthüllen ihre Namen - Löwentaufe im Zoo Leipzig
30 – 2020 / 19.06.2020
Erst ganz vorsichtig und zögerlich, dann aber gemeinsam mit den Geschwistern mutig: Die Löwenjungtiere im Zoo Leipzig haben heute ihre Namen selbst enthüllt. Hanna, Mateo und Elsa haben sich unter 8.000 Vorschlägen und bei der finalen Abstimmung mit 13.000 Teilnehmern durchgesetzt. „Es sind sehr schöne Namen, leicht zu rufen und mit passenden Bedeutungen und Hintergründen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Auch Tierpfleger Jörg Gräser, der die Charakterzüge der drei Jungtiere im Rahmen einer Liveübertragung erklärt hat, sagt: „Sie klingen wunderbar, passen zu den drei
Jungtieren und lassen sich gut rufen. Ich bin zufrieden und die Löwen sind es scheinbar auch, sie sind ja immer wieder zur Namenstafel gegangen.“
Mateo bedeutet das Himmelsgeschenk. Der kleine Kater ist charakterlich seinem Vater Majo ähnlich und eher vorsichtig. Elsa hat ihren Namen in Anlehnung an die Löwin im Filmklassiker und ist eine aufgeschlossene junge Löwin, die viel von ihrer Schwester lernt. Der Name Hanna steht stellvertretend für Kinder und Familien mit schweren Schicksalen, die der Zoo Leipzig in gemeinsamen Aktionen mit der Uni-Kinderklinik wie bei der jungen Patientin Hanna unterstützt, die trotz schwerer Krankheit noch die Jungtiere sehen konnte. Die Löwin Hanna ist eine mutige und forsche Entdeckerin, die auch das von den Kindern der Kita am Zoo gestaltete Motiv von der Namenstafel gezogen hat.
Die Taufe wurde von Moderator Roman Knoblauch moderiert und live ins Internet übertragen. Aufgrund der geltenden Regelungen zum Schutz vor Covid-19 musste sie ohne Zoobesucher stattfinden. „Das war ein ganz neues Format und wir haben aus der Situation das Beste gemacht. Jetzt freuen wir uns aber wieder auf unsere Besucher“, erklärte Zoodirektor Jörg Junhold im Anschluss an die Zeremonie. Das Video der Liveübertragung kann nach wie vor auf der Website www.zoo-leipzig.de abgerufen werden.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Die Löwenjungtiere enthüllen ihre Namen © Zoo Leipzig
Die Löwenjungtiere enthüllen ihre Namen © Zoo Leipzig
 

Löwenjungtiere Mateo, Elsa, Hanna © Zoo Leipzig
Löwenjungtiere Mateo, Elsa, Hanna © Zoo Leipzig
 

Endspurt für die Namensfindung: Abstimmung läuft - Taufe am 19. Juni live im Internet
29 – 2020 / 12.06.2020
Der Countdown läuft: Am 19. Juni sollen die drei kleinen Löwen im Zoo Leipzig einen Namen bekommen. Rund 8.000 Vorschläge haben den Zoo in den vergangenen Wochen erreicht, zehn von ihnen haben es in die Auswahl geschafft. Bis zum 18. Juni um 12 Uhr können sich alle Zoo- und Löwenfreunde an der Abstimmung auf www.zooleipzig.de/namensaufruf beteiligen. Gewählt werden kann je ein weiblicher und ein männlicher Name.
Für die beiden Katzen:
Elsa
Joy
Hanna
Polly
Lotte
Für den Kater:
Baako
George
Manigo
Mateo
Moro
Unterdessen kümmert sich Löwenvater Majo rund um die Uhr um seine drei Jungtiere, die zunehmend selbstbewusst die Löwensavanne Makasi Simba erkunden. Die knapp sechs Monate alten Löwen lernen spielerisch, sich in dem kleinen Rudel zu behaupten.
Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen
Aufgrund der geltenden Regelungen zum Schutz vor Covid-19 muss die Löwentaufe ohne Zoobesucher stattfinden. „Es schmerzt uns sehr, dass wir unsere Zoofreunde bei diesem Ereignis nicht vor Ort haben können, aber wir sehen es als unsere Verantwortung, die Taufe angesichts der besonderen Umstände in dieser Form umzusetzen“, bedauert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Allerdings gewährleisten wir mit einer Liveübertragung ins Internet, dass die Vergabe der Namen trotzdem mitverfolgt werden kann und hoffen sehr, dass unsere Unterstützer die Taufe ab 8.15 Uhr auf diesem Wege verfolgen und die folgenden Tage dann zum Besuch der Täuflinge nutzen.“
Die Liveübertragung sowie alle aktuellen Informationen zum Geschehen im Zoo Leipzig finden sich auf www.zoo-leipzig.de.
Prof. Jörg Junhold
Zoodirektor

Die drei Löwenjungtiere brauchen einen Namen © Zoo Leipzig
Die drei Löwenjungtiere brauchen einen Namen © Zoo Leipzig